<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818</id><updated>2012-01-29T09:53:42.010+01:00</updated><category term='Western'/><category term='Science Fiction'/><category term='Krimi'/><category term='Historie'/><category term='Monumental'/><category term='Liebe'/><category term='Kunstgewerbe'/><category term='Gegenwart'/><category term='Bibel'/><category term='Horror'/><category term='Surreal'/><category term='Roadmovie'/><category term='Eastern'/><category term='Action'/><category term='Drama'/><category term='Klassiker'/><category term='Satire'/><category term='Okkultismus'/><category term='Psycho'/><category term='Agenten'/><category term='Biographie'/><category term='Fantasy'/><category term='Apokalypse'/><category term='Krieg'/><category term='F/X'/><category term='Jugend'/><category term='Thriller'/><category term='Vampir'/><category term='Animation'/><category term='Mythologie'/><category term='Musik'/><category term='Phantastik'/><category term='Komödie'/><category term='Polit'/><title type='text'>Monsieur Schmitt-Boulanger</title><subtitle type='html'>Filme mit Senf dazu. Garantiert ohne Sternchenwertung.</subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><link rel='next' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default?start-index=101&amp;max-results=100'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>331</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-2833199994886762627</id><published>2012-01-28T17:06:00.000+01:00</published><updated>2012-01-29T09:53:42.014+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Komödie'/><title type='text'>Schadenfreude und Hoffnung: "Tucker and Dale vs. Evil"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-oLp8c0z9vf0/TyQb4tcwqaI/AAAAAAAAN7I/1GwbYqNfefQ/s1600/tucker+und+dale.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-oLp8c0z9vf0/TyQb4tcwqaI/AAAAAAAAN7I/1GwbYqNfefQ/s200/tucker+und+dale.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die beiden harmlosen Hinterwäldler Tucker und Dale müssen sich einer Horde von urlaubenden College-Kids erwehren, die die beiden für Psychokiller halten und sich dabei vor lauter Hysterie selbst dezimieren.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist nicht ganz damit getan, &lt;i&gt;Tucker and Dale vs. Evil&lt;/i&gt; einfach nur als inspirierend komische und kenntnisreich authentische Umkehrung des Backwood-Slasher-Motivs zu bewerten. Der große Erfolg und die bergeweise guten Kritiken haben viel eher damit zu tun, dass es sich um einen lupenreinen Nerd-Film handelt, mit dem sich die Eigentümlichen in aller Welt liebend gern identifizieren.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dale und Tucker sehen zwar aus wie die klassischen Hillbillys, sind von ihrem Wesen aber eher typische Nerds. Mäßiges Aussehen, mangelndes Selbstbewusstsein, rasende Schüchternheit, Ahnungslosigkeit in Stilfragen und hygienisches Laisser-faire haben aus den beiden sozial Irritierte gemacht. Zurückgezogen in ihrem eigenen Universum, operieren sie als Dick und Doof in umgekehrten Rollen. Aber Obacht! Der dicke Dale ist in Wirklichkeit ein Genie, eine Art Savant, und die Hoffnung auf ein Mädchen hat er auch noch nicht ganz aufgegeben.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Gegenseite, die College-Kids, stehen natürlich für das angepasste Mittelklasse-System, hübsche junge Leute im SUV, denen der soziale Aufstieg bereits auf die Stirn gemeißelt wurde. Mit anderen Worten: Sie sind diejenigen, die die Nerds im College mobben. Und das Böse zeigt sich nicht etwa am Rand der Gesellschaft, wo die wilden Waldmenschen hausen und die Systemrelevanten metzeln, sondern mittendrin im System: Der Anführer der jungen Leute hat gewaltig einen an der Klatsche. Liegt in der Familie. Die selbstverständlichen sozialen Vorurteile, brüllend komische Missverständnisse und die Konditionierung durch Horrorfilme verfestigen sich zu einem hysterischen Popanz. Die Nerds tun derweil nichts anderes als Nerds zu sein, aber ihre bloße Existenz reicht schon aus, um die Jagd auf sie zu eröffnen. Das geht nach hinten los, und das Nerd-Publikum darf sich ausgelassen der Schadenfreude hingeben, wenn die College-Sackgesichter sich versehentlich aufspießen, erschießen oder in den Häcksler springen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wirklich schön an &lt;i&gt;Tucker and Dale vs. Evil&lt;/i&gt; ist, dass der Film nicht zynisch wird und sich eher als Märchen artikuliert. Dass Dale und das sympathische College-Mädchen sich kriegen könnten, deutet sich schon früh an („Ich bin auf einer Farm aufgewachsen“), aber es bleibt Skepsis beim Zuschauer, ob der Film zulassen kann, dass der nerdige Dicke und die strahlendschöne sozial Integrierte zusammenkommen. Aber die Utopie wird tatsächlich wahr, und das Nerd-Publikum tankt hier nicht nur Schadenfreude, sondern auch Hoffnung für sich selbst.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-2833199994886762627?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2833199994886762627'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2833199994886762627'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2012/01/schadenfreude-und-hoffnung-tucker-and.html' title='Schadenfreude und Hoffnung: &quot;Tucker and Dale vs. Evil&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-oLp8c0z9vf0/TyQb4tcwqaI/AAAAAAAAN7I/1GwbYqNfefQ/s72-c/tucker+und+dale.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7266747521248975146</id><published>2012-01-28T13:17:00.000+01:00</published><updated>2012-01-28T16:11:42.189+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Jus primae noctis: "Die Normannen kommen" (The War Lord)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-qdIMTsy21dU/TyPlPOIHVOI/AAAAAAAAN7A/B0psHeaE3Ls/s1600/normannen.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-qdIMTsy21dU/TyPlPOIHVOI/AAAAAAAAN7A/B0psHeaE3Ls/s200/normannen.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;11. Jahrhundert. Der normannische Ritter Chrysagon de la Crou erhält ein Lehen an der Küste und soll die Gegend vor Einfällen der Friesen schützen, die auch den bisherigen Lehensträger ermordet haben. Kaum sind er und seine Leute im Wehrturm eingezogen, verliebt sich der einsame Ritter in ein Bauernmädchen, nimmt nach dessen Hochzeit das Recht der ersten Nacht in Anspruch und lässt die Braut danach nicht mehr gehen. Dies führt zu einer Revolte der heidnischen Dörfler, die sich mit den Friesen verbünden. Chrysagons Wehrturm wird belagert.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diese Produktion von 1965 ist wahrscheinlich der erste Hollywood-Ritterfilm, der das Sujet ernst nimmt und nicht bloß auf Präraffaelismus und schreiendes Technicolor setzt. Okay, &lt;i&gt;El Cid&lt;/i&gt; ging auch schon in die Richtung. Kulisse und Ausstattung, Lebensumstände, soziale Verhältnisse und Kampfszenen wirken authentisch. Bei der Belagerung kommen einige Dinge zum Einsatz, die wohl eher dem Drang nach Spektakel geschuldet sind als der tatsächlichen historischen Überlieferung, aber sei’s drum. Und natürlich kann Hollywood 1965 von Romantisierung nicht gänzlich lassen, aber die meisten der wunderschönen Tableaus, die förmlich „Mach Standbild, Mensch, und schau mich in Ruhe an!“ schreien, wirken durchweg robuster, düsterer und moderner als die Arrangements früherer Prachtschinken.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Die Normannen kommen&lt;/i&gt; lässt sein stimmiges mittelalterliches Kontinuum eine ganze Reihe von Themen verhandeln. Christianisierung, Lehnsherrschaft, jus primae noctis, das Geiselthema, die Zwänge, unter denen verarmte Ritter stehen, Machtausübung und Willkür, Sozialstruktur, militärische Gewalt. Chrysagon ist im Grunde ein rechtschaffener Mann, so rechtschaffen, dass sein leichtlebiger Bruder ihn insgeheim verachtet und schließlich einen offenen Bruderzwist heraufbeschwört. Daran ist Chrysagon jedoch selbst schuld, denn er lässt sich von einer ziemlich spontanen Liebe, die vielleicht doch eher Lust ist, sowie von seiner Machtstellung verführen, sowohl das Recht seiner eigenen Welt (das jus primae noctis ist in seiner Kultur verpönt) wie auch das seiner Leibeigenen (die Regeln der Ersten Nacht müssen streng eingehalten werden) zu brechen. Es ist eine tragische Situation, dass der Rechtschaffene durch seine Emotionen zum Regelbruch getrieben wird und sich zu jeder Zeit der Folgen bewusst ist: Tod, Verheerung und Ächtung. Das regelhafte Kontinuum wird mächtig durchgeschüttelt, ob es rekonstruiert werden kann, lässt der Film offen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bemerkenswert ist die Abstammung des Drehbuchs von einem Theaterstück, was dem Film einen eigenartigen Rhythmus verpasst und ihn vor allem in der Mitte massiv dialogisch und kammerspielartig werden lässt. Da sind plötzlich Schauspieler gefragt, und es wundert wenig, dass Charlton Heston &lt;i&gt;The War Lord&lt;/i&gt; zu seinen Lieblingsfilmen zählte. Hier darf er mal ein bisschen was zeigen. Im letzten Drittel gerät die konfliktauslösende Frauenfigur Bronwyn vollkommen aus dem Blick, denn nun geht’s um Action und sind die Männer gefragt. Ein wunderbares, handgemachtes Schlachtenspektakel spielt sich ab, in dem die Friesen fallen wie die Fliegen, aber dennoch immer weiter gegen den Wehrturm anrennen. Die Art und Weise, wie die Feinde sich am Ende versöhnen, kommt ein bisschen arg ehrenhaft daher, wird aber durch die soziale Ächtung der Hauptfiguren und den tragisch offenen Schluss mehr als kompensiert.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu Anfang der DVD denkt man noch: „Herrje, dieses Remastering ging aber mächtig in die Hose!“ Nach kurzer Zeit aber verschwindet dieser mysteriöse körnige Grauschleier über den Bildern und &lt;i&gt;Die Normannen kommen&lt;/i&gt; wird zum visuellen Prachtstück.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7266747521248975146?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7266747521248975146'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7266747521248975146'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2012/01/jus-primae-noctis-die-normannen-kommen.html' title='Jus primae noctis: &quot;Die Normannen kommen&quot; (The War Lord)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-qdIMTsy21dU/TyPlPOIHVOI/AAAAAAAAN7A/B0psHeaE3Ls/s72-c/normannen.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1212901426789546232</id><published>2012-01-22T22:28:00.000+01:00</published><updated>2012-01-22T22:28:52.553+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fantasy'/><title type='text'>Och, nur `ne Fleischwunde: "Conan"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-6kb7RHjAsDo/Txx97muaBpI/AAAAAAAANwM/k4j4YHiQi2M/s1600/conan.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-6kb7RHjAsDo/Txx97muaBpI/AAAAAAAANwM/k4j4YHiQi2M/s200/conan.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Conan der Cimmerier rächt seinen hingemetzelten Stamm am bösen Warlord und rettet nebenbei die „Reinblütige“ vor dem rituellen Ausbluten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Neuverfilmung von Film-Metzger Marcus Nispel orientiert sich stärker an Robert E. Howards Originalfigur, als John Milius’ Version von 1981 das tut. Die Folge ist, dass &lt;i&gt;Conan &lt;/i&gt;sich zu einer Abfolge von Fantasy-Standardsituationen für Pubertäre und solche, die es geblieben sind, verfestigt. Dabei zeigt der Film sich so unflexibel, dass man ihn im Grunde auch in Stein hätte meißeln können. Die bemüht wirkende, scheiße geschnittene Kinetik der andauernden Gemetzel und das ständige Zähneblecken und präpotente Herumbrüllen der Muskeltypen ändert daran nichts: &lt;i&gt;Conan &lt;/i&gt;ist so elegant wie eine Presswurst. Vielleicht hätte ein cimmerischer Kinderpsychologe noch was retten können, wenn er den jungen Conan früh genug untersucht hätte. Der legt nämlich bereits als Kind ein Verhalten an den Tag, dass dagegen die abendliche Messerstecherei im Kölner Problemviertel der reinste Cluburlaub ist. Na ja, der Bursche wurde ja auch seiner sterbenden Mutter auf dem Schlachtfeld aus dem Leib geschnitten: „Ich möchte, dass er Conan heißt. Röchel.“&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;John Milius’ Version hatte einen überzeugend spätpubertären Helden, einen tumben Naivling, der oft wirkte wie ein Autist mit Wumme, respektive Schwert. Während andere Jungs schon mal prophylaktisch an ihren Pimmeln spielten, schärfte Conan grunzend seine Klinge und philosophierte stammelnd über die Schönheit des Stahls. Sein erster Liebesakt scheiterte. Die furiose Feuerhexe war das Symbol für vorzeitige Ejakulation. Kein Wunder, dass sie übellaunig zum Horizont abzischte. Conan würde später noch mal richtig, aber tragisch lieben. Seine Gefährtin starb den Heldentod, denn im Reich der Klinge war der Mann Einzelgänger und hatte es zu bleiben. Ein Mann, sein dubioser Rächergott und der Stahl. Nix sonst.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Besonders erheiternd geriet auch Milius’ Auskeilen gegen die Hippies und Blumenkinder, auf die er selbst 1981 noch richtig stinkig war. Wegen Vietnam und so. Conan bläute es ihnen mit der Faust ein und deprogrammierte die verführten Blumenkids, indem er vor aller Augen ihrem falschen Götzen den Kopf runterhaute.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von all diesen subtextuellen Nettigkeiten hat Nispels &lt;i&gt;Conan &lt;/i&gt;gar nichts. Verschnaufpausen dauern bestenfalls zwei Minuten, ehe das nächste Blutgespritze losgeht und Kinetik, nichts als Kinetik herrscht. Die Handlung hat weder Höhen noch Tiefen, sie ist ein trübsinniger, ermüdender Flow aus Standards: Herr der Schatten, Engel des Todes, der Verbotene Wald, Stadt der Diebe, Höhle der Schädel, Oktopusmonster, Kapuzentypen, eine Bene-Gesserit-Hexe mit Freddy-Krueger-Händen als Schwarzmagierin, ein über Land gezogenes Schiff (warum?), einstürzende Höhlen, ein zusammengepanschter Kulturenmischmasch, reduziert aufs möglichst grimmige Design. CGI-Kulissen, die Generationen von Fantasy-Illustratoren plündern, dauergebleckte Zähne, ziemliche viele Fleischwunden und Kunstblut, orgasmisches Gebrüll der bluttriefenden Sieger. Wie fade. Das letzte Viertel des Films kopiert unumwunden &lt;i&gt;Indiana Jones und der Tempel des Todes&lt;/i&gt;, weil niemandem mehr irgendwas einfiel. Und es endet so, wie man es glattweg hätte vermuten können: Alles stürzt ein.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Film für das kleine, gedemütigte Kind im Manne.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1212901426789546232?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1212901426789546232'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1212901426789546232'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2012/01/och-nur-ne-fleischwunde-conan.html' title='Och, nur `ne Fleischwunde: &quot;Conan&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-6kb7RHjAsDo/Txx97muaBpI/AAAAAAAANwM/k4j4YHiQi2M/s72-c/conan.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-8451234620542271152</id><published>2012-01-19T09:17:00.002+01:00</published><updated>2012-01-19T10:33:57.211+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Meditation in Menschlichkeit: "The Way Back"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-qo2SsE4EyIQ/TxfQKqasU4I/AAAAAAAANhw/QKSDT__bmgk/s1600/The-Way-Back-Der-lange-Weg.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-qo2SsE4EyIQ/TxfQKqasU4I/AAAAAAAANhw/QKSDT__bmgk/s200/The-Way-Back-Der-lange-Weg.jpg" width="158" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1940 fliehen acht Häftlinge unterschiedlicher Herkunft aus einem sibirischen Gulag und treten den Fußmarsch nach Süden an, in die vermeintlich rettende Mongolei. Einer stirbt recht früh im Schnee, dafür gabelt die Gruppe ein ebenfalls flüchtiges Mädchen auf. Den beschwerlichen, Tausende von Kilometer langen Weg durch alle nur verfügbaren Naturlandschaften des Planeten werden nicht alle überstehen …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn man den Film schaut, ohne zu wissen, wer hier Regie führt, müsste man unweigerlich auf Peter Weir tippen. Eine spirituelle Reise im Gewand eines ruhigen Abenteuerfilms, ein meditativer Flow mit allerdings ruckeligem Rhythmus, bei dem Sequenzen, in denen sich Action angeboten hätte, kackfrech übersprungen werden, um wunderschöne mystische Passagen zu platzieren und Etappen des entbehrungsreichen Wanderns und quälenden Stolperns ins schier Endlose zu dehnen. Genauso endlos wie die Landschaft drumherum, die Taiga, Tundra, Bergwelt, Ebene, Wüste, Eiswelt, fruchtbares Ackerland ist. Die Welt zeigt ihre unendlich vielen Gesichter, National Geographic hat den Film mitproduziert.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist eine Reise, die der Realität abgeschaut, aber ebenso symbolisch zu werten ist. Eine Überhöhung von fast mythischen Dimensionen. Vorangetragen wird sie von unbändigem Lebenswillen, von der Suche nach Vergebung und Erlösung. Die Figuren sind scharf konturiert und dennoch Funktionsträger, verteilt aufs menschliche Spektrum. Als Mittlerin zwischen ihnen dient eine ganze Zeitlang das Mädchen Irena, das ihre im Innern verborgenen Geschichten einsammelt und weiterträgt, ehe es einen engelsgleichen Tod in der Wüste stirbt. Mystische Momente erheben die Figuren über das Profane, deuten voraus, spenden Trost, treiben weiter an. Vor allem der Pole Janusz, Anführer der Gruppe, hat zu Hause noch etwas zu erledigen. Die Auflösung am Ende wird rührend sein, aber völlig wortlos und unkitschig. Weir negiert die unter Drehbuchautoren beliebte Vorstellung vom Menschen, der des Menschen Wolf ist, und bringt nur ganz wenige einschlägige Szenen. Seine Analyse ist im Kern eine andere: Angesichts des schieren Ausgeliefertseins rücken die Menschen zusammen zur Schicksalsgemeinschaft, die nicht nur Solidarität pflegt, sondern eine beinahe zärtliche Qualität entwickelt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Regisseur, mit dessen Grenzgänger-Filmen ich aufgewachsen bin. Schön, dass er wieder da ist.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-8451234620542271152?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8451234620542271152'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8451234620542271152'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2012/01/meditation-in-menschlichkeit-way-back.html' title='Meditation in Menschlichkeit: &quot;The Way Back&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-qo2SsE4EyIQ/TxfQKqasU4I/AAAAAAAANhw/QKSDT__bmgk/s72-c/The-Way-Back-Der-lange-Weg.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-2126592781648730893</id><published>2011-12-29T18:48:00.004+01:00</published><updated>2012-01-02T11:49:58.902+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Psycho'/><title type='text'>Der freundliche Bestatter: "After.Life"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Fngd_EEmkDA/TvynN-ZFy5I/AAAAAAAANek/yL8Q7O9pf2g/s1600/afterlife.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-Fngd_EEmkDA/TvynN-ZFy5I/AAAAAAAANek/yL8Q7O9pf2g/s200/afterlife.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Lehrerin Anna ist nicht so ganz zufrieden mit ihrem Leben und führt sich ihrem Freund gegenüber ziemlich reizbar auf. Nach einem Streit hat sie einen Autounfall und findet sich wieder in den „technischen“ Räumlichkeiten des Bestatters Eliot Deacon, der ihr versichert, sie sei tot. Der Bestatter behauptet, eine Gabe zu besitzen, die es ihm ermöglicht, mit den Toten zu kommunizieren. Anna glaubt ihm nicht, weil sie sich lebendig fühlt, kann aber in der Dreitagesfrist bis zur Beerdigung aus dem verwinkelten Gebäude nicht entkommen. Unter Deacons Einfluss fügt sie sich mehr und mehr in ihr Schicksal und akzeptiert ihr Ableben, während ihr Freund nicht an ihren Tod glaubt und sich an Deacon heranmacht …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Filmchen, das uns etwas zu selbstverliebt dazu auffordert, es zu interpretieren und seine ach so klug gesetzten Zeichen zu lesen. In den Specials sagt die Regisseurin und Autorin, sie wolle das Publikum zum Nachdenken bringen über Leben und Tod. Eine ebenso große wie unverbindliche Ambition also. Sie schafft es immerhin, die Frage nach dem Sinn und Zweck ihres Films aufzuwerfen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dabei nehmen die ruhige Atmosphäre und die beachtliche Kameraführung einen durchaus für sich ein. Konterkariert wird das jedoch durch überflüssige, geschmäcklerische Horror-Einschübe, die offenbar den schläfrigeren Part des Publikums bei der Stange halten sollen. Das meiste davon ist pures Klischee und straft die hehren Ambitionen Hohn. Über weite Teile bezieht &lt;i&gt;After.Life&lt;/i&gt; seine Spannung aus der Frage, wer hier einen an der Klatsche hat. Die neurotische, bestenfalls skizzenhaft umrissene Anna, die sogar als Leichnam noch therapiebedürftig ist? Oder doch der völlig rätselhafte Bestatter, dem es nicht ausreicht, die echten Toten zu behandeln, und der sich auch die Lebenden holt, um Spielchen mit ihnen zu treiben? Der Zuschauer ist sich nicht sicher, und es ist dem Film zweifellos zugute zu halten, dass er sich einer allzu klaren Auflösung entzieht und den Zustand der Unschlüssigkeit nachhallen lässt. Dennoch erzeugt er mehr Verwirrung, als dass er erzählerische Abrundung anstrebt. Am Ende hängt man in der Luft und empfindet das nicht etwa als beeindruckendes Filmerlebnis, sondern das Defizienzerfahrung. Die Zeichen sagen einem, dass der Bestatter – trotz seiner melancholischen Bestatter-Weisheit – bekloppt ist, aber die Art und Weise, in der die Dinge sich zutragen, unterläuft diese Logik.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Welt drumherum ist nämlich auch nicht gerade dazu geeignet, als festumrissene Realität durchzugehen. Diffus und angedeutet. Ein Kontinuum aus behaupteten Strukturen, die weder die Figur Anna noch die Figur Deacon irgendwie stützen. Der ganze Film driftet und schlackert unangenehm.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Liam Neeson macht das Beste aus seiner unterfordernden Rolle, Christina Ricci sieht die ganze Zeit über aus, als sei sie aus einem Puppenfilm von Tim Burton ausgebüchst. Aber im Grunde sieht sie ja immer so aus.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kann man mal wegschlabbern, bleibt aber fade im Abgang.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-2126592781648730893?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2126592781648730893'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2126592781648730893'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/12/der-freundliche-bestatter-afterlife.html' title='Der freundliche Bestatter: &quot;After.Life&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Fngd_EEmkDA/TvynN-ZFy5I/AAAAAAAANek/yL8Q7O9pf2g/s72-c/afterlife.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5109995593882288441</id><published>2011-12-23T11:18:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:04:45.770+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Und täglich grüßt der Bombenleger: "Source Code"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-c3wxUq3kC_Q/TvRUQIp41PI/AAAAAAAANdo/IPi7YDq6bac/s1600/Source-Code.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-c3wxUq3kC_Q/TvRUQIp41PI/AAAAAAAANdo/IPi7YDq6bac/s200/Source-Code.jpg" width="158" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Soldat Colter Stevens befand sich eben noch in einem Hubschrauber über Afghanistan, aber plötzlich sitzt er in einem Vorortzug nahe Chicago, ihm gegenüber eine unbekannte junge Frau, die ihn jedoch sehr wohl kennt. Der Beginn einer sich stetig wiederholenden, „Murmeltier“-artigen Zeitschleife von acht Minuten. Colter wurde mittels hipper Quantenphysik hierher verfrachtet, denn er soll Informationen über einen Attentäter sammeln, der den Zug in acht Minuten sprengen wird und bald darauf in Chicago einen viel größeren Nuklearanschlag plant. Colter liegt in Wirklichkeit als kriegsversehrter Rumpf in einem Labor, wo man sein Gehirn mit den letzten Erinnerungen (acht Minuten) eines Fahrgasts verschaltet hat.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der zweite Film von Duncan Jones ist ein bisschen höher budgetiert als sein minimalistischer &lt;i&gt;Moon&lt;/i&gt;, aber beileibe kein Großfilm. Übersichtliches Personal, beschränkte Schauplätze, die immer neue Einstellungsvarianten verlangen. Vermutlich wurde der Regisseur genau deswegen engagiert.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Problem bei diesen arithmetischen Thrillern ist, dass sie ihre arithmetische Brillanz so gerne vorführen und darüber schnell mal das Personal vergessen, um es zu bloßen Ideen-Stichwortgebern herabzuwirtschaften. Jones und sein Drehbuchautor versuchen zumindest, da eine Balance herzustellen, indem sie drei menschlich-sympathische Figuren auf unterschiedliche Weise zueinander finden lassen. Und die Großäugigkeit Colters, als am Ende seine Existenz einen völlig neuen Drall bekommt und seinem VR-Dasein in der dunklen Laborkiste ein sonniger Chicagoer Morgen gegenübergestellt wird, ist glaubwürdiger Sense of Wonder. Das Universum meint es gut mit ihm und uns. Es erinnert sogar ein wenig an &lt;i&gt;Moon&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dennoch steht in &lt;i&gt;Source Code&lt;/i&gt; natürlich die Idee im Vordergrund, wie sich das für Ideen-Literatur gehört. Begreifen kann man es schon, aber manche Details der schmucken Quanten-Theorie bleiben im Dunkel, vermutlich absichtlich. Wo genau z.B. die acht Minuten Erinnerungen des toten Fahrgasts herkommen, erweist sich als herzlich rätselhaft. Der Täter ist flott ermittelt, der Zuschauer registriert ihn schnell. Aber der Zuschauer sitzt eben auch in der bequemen Distanz und betrachtet von dort die Versuchsanordnung, wohingegen der verwirrte Held mittendrin steckt. Man sollte ihm also nicht zum Vorwurf machen, dass er nicht schneller schaltet.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Viel entscheidender ist, dass das Ende von Soldat Colters Zeitschleifenabenteuer so absehbar ist. Er bringt es während der „Gespräche“ mit der betreuenden Offizierin selbst auf die Tagesordnung. Eigentlich ist Colter nur im Zug, um Informationen über den Täter zu sammeln, damit dessen zweiter Anschlag verhindert werden kann. Das Ereignis ist bereits geschehen und irreversibel. Könnte es aber nicht doch sein, dass Colter, wenn er das Ereignis verhindert, eine parallele Realität erschafft, in der das alles nicht stattfand und er im Körper des Fahrgasts weiterlebt? Tja, genauso kommt es, denn die von Anfang an offensichtliche sentimentale Zuwendung an den Sympathieträger verlangt, dass er sich nicht so schnöde im Quantennichts verflüchtigen darf. Das begreift der Zuschauer auch sehr schnell, weswegen der Film im weiteren Verlauf so spannend ist wie das Abhaken einer Einkaufsliste.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aber schön ist’s doch.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5109995593882288441?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5109995593882288441'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5109995593882288441'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/12/und-taglich-grut-der-bombenleger-source.html' title='Und täglich grüßt der Bombenleger: &quot;Source Code&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-c3wxUq3kC_Q/TvRUQIp41PI/AAAAAAAANdo/IPi7YDq6bac/s72-c/Source-Code.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-384188945082878651</id><published>2011-12-11T09:27:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:05:11.783+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Märtyrerin der Wissenschaft: "Agora"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-MPMeW7SSF4I/TuRpYM5Q-VI/AAAAAAAANYA/q0pvmVv0O_I/s1600/agora.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-MPMeW7SSF4I/TuRpYM5Q-VI/AAAAAAAANYA/q0pvmVv0O_I/s200/agora.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;391 n. Chr. Die Philosophin (= Naturwissenschaftlerin) Hypatia lehrt als einzige Frau in der Bibliothek von Alexandria, lebt ausschließlich für die Wissenschaft und ist wenig beeindruckt von den politischen und religiösen Wirren der Zeit. Es sind vor allem radikale Christen unter ihrem Bischof Kyrill, die das traditionelle Völkergemisch und seine weltanschauliche Offenheit zu dominieren beginnen. Nach einem blutigen Zusammenstoß mit Anhängern des Gottes Serapis besetzen die Christen sogar die Bibliothek. Das Klima wird immer strenger, die „Heiden“ werden massenhaft zum Konvertieren gezwungen, Juden getötet oder vertrieben, und selbst die weltliche Macht (der römische Präfekt) muss sich den Anforderungen Kyrills und seiner Schlagetots beugen. Und es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Radikalen die gottlose Hypatia zur Hexe ausrufen …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Agora“ bezeichnet den antiken Marktplatz der Meinungen, den hier eine radikale Gruppe an sich reißt, um alle anderen zu dominieren. Ganz zu Anfang, wenn die Kamera durch das rekonstruierte Alexandria fährt, ist die Vielfalt der Welt noch evident, ehe dann die dunkel gekleideten Christen und ihre vierschrötigen Kampfmönche zum Großreinemachen schreiten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Film verfügt über zwei offenkundige Stärken. Zum einen ist es die beiläufige Art, mit der sich die Epoche in Kulissen, Kostümen und Requisiten mitteilt. Zum anderen werden des Öfteren zwei visuelle Ideen benutzt, die auf philosophische Weise miteinander kommunizieren. Es ist der Blick hinauf in den majestätischen, aber teilnahmslosen Sternenhimmel – Hypatias Welt sozusagen, zum Haareraufen rätselhaft und alle mathematischen Theorien ad absurdum führend, aber dennoch (oder gerade deswegen) poetisch und schön. Und es ist der distanzierte Blick vom Sternenzelt herab aufs Menschendasein, eine Perspektive, die im Orbit beginnt und sich dann google-earth-artig in eine Vogelperspektive herabarbeitet, bei der die wuselnden Menschlein zu Ameisen werden. Einmal wird die Ameisen-Metapher sogar ganz konkret.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diese visuellen Reize halten einen zwei Stunden bei der Stange, denn der Rest ist mehr so mittel. &lt;i&gt;Agora &lt;/i&gt;ist ein Zeitgeist-Film, der alarmistisch auf die vielbeschworene ‚Rückkehr der Religionen’ reagiert. Es ist Alejandro Amenabars aufwendigster, aber auch langweiligster Film. Das Drehbuch verfasste er zusammen mit Landsmann Mateo Gil, und die Sache kommt einem beinahe vor wie eine zähe innerspanische Abrechnung. Eine auf engem Raum komprimierte, zu alten hymnischen Hollywood-Bibel-Schinken gegenläufige Geschichte der Christianisierung des Orients, die mit brutalen Mitteln durchgesetzt wird. Gut und Böse sind klar verteilt, wenn auch die Parteien in sich ambivalent sind und somit allerhand verschiedene politische wie psychologische Ansätze aufweisen. Die Christen werden hauptsächlich als Taliban charakterisiert (die Kampfmönche tragen sogar Turbane und sind bärtig), einige scheinen zuvor eher irre Randexistenzen gewesen zu sein, während eine der Hauptfiguren sich aus purer amouröser Kränkung zu ihnen gesellt. Die christlichen Anführer agieren aus Fanatismus und Machtinstinkt heraus – auch, um es denen, die sie vordem verfolgt haben, nun heimzuzahlen. Die bekannten Brüche in der frühchristlichen Geschichte deuten sich bereits an. Kyrill ist keinesfalls unumstritten unter seinen eher ‚liberalen’ Glaubensbrüdern. Das Problem, das sich ergibt, ist der Eindruck des pars pro toto. Die hier vorgetragene Geschichte mag sich in diesem Mikrokosmos im Prinzip so zugetragen haben, jedoch konnte dies im Rest des Römischen Reiches nicht geduldet werden, denn diese Art der Christianisierung hätte unaufhörliche Aufstände bedeutet.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Etwas arg platt gerät die Gegenüberstellung von aggressiver Religion und sanftmütiger Naturwissenschaft. Hypatia vermag dabei nicht wirklich zu fesseln, obwohl Rachel Weisz alles gibt. Sie ist ein unpolitischer Nerd, sozial, emotional und erotisch ziemlich unterentwickelt. Der Film formuliert sie als jungfräuliche Quasi-Heilige aus und macht sie zur Märtyrerin der Wissenschaft und der Selbstkritik. Einem öffentlich vorgebrachten Liebeswerben begegnet sie bspw. mit einer ebenso öffentlichen Ablehnung, indem sie dem Galan ein Tuch mit ihrem Menstruationsblut überreicht und verkündet, sie sei ja gar nicht so perfekt und harmonisch, wie der Werber es behauptet hat. Ansonsten interessiert sie sich ausschließlich für Kurven und Modelle und hält unablässig physikalische Vorträge. Jener Werber, der spätere Präfekt und damit Vertreter der neutralen weltlichen Macht, wird dennoch zeitlebens ihr bester Freund bleiben. Wohingegen ihr ehemaliger Sklave, der sie heiß und innig liebte, zu den Taliban flüchtet. Er ist es auch, der sie am Ende aus Mitleid tötet, ehe seine Kumpels an sie herankommen. Das Ableben Hypatias erfolgt mit einer Geschwindigkeit und Beiläufigkeit, die dem zuvor so zähflüssigen Film nicht angemessen ist. Nach zwei Stunden ist der Endverbraucher dann durchaus froh, dass es geschafft ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Agora &lt;/i&gt;ist ein Thesenfilm, der seine Botschaften visuell ausgezeichnet rüberbringt. Aber immer dann, wenn er das alles in Worte und Taten und Dramaturgie fassen will, bleibt er ziemlich mau zwischen althergebrachtem Melodram, Küchenpsychologie und reiner Geschichtsinterpretation hängen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-384188945082878651?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/384188945082878651'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/384188945082878651'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/12/martyrerin-der-wissenschaft-agora.html' title='Märtyrerin der Wissenschaft: &quot;Agora&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-MPMeW7SSF4I/TuRpYM5Q-VI/AAAAAAAANYA/q0pvmVv0O_I/s72-c/agora.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1822270884847038974</id><published>2011-12-09T09:05:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:05:29.680+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><title type='text'>Alm-Öhi und die Sexsklavin: "Sennentuntschi"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Zg3Xn36Y_qc/TuHBTudiIUI/AAAAAAAANXI/tTFkppGbAf4/s1600/Sennentuntschi.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-Zg3Xn36Y_qc/TuHBTudiIUI/AAAAAAAANXI/tTFkppGbAf4/s200/Sennentuntschi.jpg" width="153" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1975 taucht in einem Schweizer Bergdorf eine abgerissene, stumme junge Frau auf, die wie ein Wolfskind wirkt und die die Dorfbewohner unter Anleitung des Pfarrers als „Dämonin“ behandeln. Nur der wackere Dorfpolizist lässt sich vom Aberglauben nicht beeindrucken und erforscht die Herkunft der Fremden. In einem zweiten Strang wird geschildert, wie oben auf der Alm drei Bergbauern mehr so aus Spaß ein „Sennentuntschi“ herstellen – eine Strohpuppe in Frauengestalt, die durch einen Zauber real werden und den Sennern als Haushaltshilfe, aber auch als Sexmäuschen zu willen sein soll. Allerdings wird das Sennentuntschi sich laut Sage an seinen Schöpfern rächen, indem es ihnen die Haut abzieht und sie zu Puppen macht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine österreichisch-schweizerische Co-Produktion, die wegen finanzieller Probleme lange Zeit auf der Kippe stand. Das Ergebnis ist manchmal zu effekthascherisch und kokettiert mit zu viel bollerndem Musikeinsatz (buh!), wurde leicht überladen mit Inhalten, gerät uneben in der Erzählweise. Und dennoch muss man den Balanceakt des Films bewundern, mit dem er knorrige alpine Sagenwelt und internationale Marktgängigkeit verknüpfen möchte. Er zeigt den Amis unmissverständlich, dass die Backwater-Geschichten des alten Europa immer noch um einiges bizarrer sind. &lt;i&gt;Sennentuntschi &lt;/i&gt;weist zudem eine strenge phantastische Struktur auf (rationale Erklärung versus übersinnliches Geschehen), verschachtelt seine Stränge überraschend und irritierend intelligent, operiert mit großartigen Darstellern, symbolischen Bildern, genialen rauschhaften Sequenzen und unerwartet heftigen Unverblümtheiten. Roxane Mesquida als animalisches Frauwesen und Andrea Zogg als prollige Albtraum-Version des Alm-Öhi haben aufregend abstoßende Szenen zusammen, in denen sie auf Tuchfühlung gehen. Es sind vor allem die brutalen Passagen auf der Alm und die damit einhergehende Dynamik, die einem mitunter die Schuhe ausziehen, wohingegen die Passagen im Dorf und unter den abergläubischen Dörflern etwas altbacken daherkommen, indem sie uns wohlbekannte Lynchmob-Strukturen und die obligatorischen Leichen im Keller auftischen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dieses kleine Filmjuwel ist allemal einen Blick wert. Vor allem auch deshalb, weil unsere Brüder und Schwestern aus der alpinen Provinz den deutschen Großkotzen mal zeigen, wie man international wettbewerbsfähigen Horror mit Regionalbezug macht.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1822270884847038974?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1822270884847038974'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1822270884847038974'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/12/alm-ohi-und-die-sexsklavin.html' title='Alm-Öhi und die Sexsklavin: &quot;Sennentuntschi&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Zg3Xn36Y_qc/TuHBTudiIUI/AAAAAAAANXI/tTFkppGbAf4/s72-c/Sennentuntschi.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4291249157758004044</id><published>2011-12-04T10:03:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:06:01.741+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agenten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thriller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Grimms Geheimdienstmärchen: "Wer ist Hanna?" (Hanna)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-bULebfFR_qw/Tts3TiBCWyI/AAAAAAAANWI/9tCSqL8iEEQ/s1600/hanna.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-bULebfFR_qw/Tts3TiBCWyI/AAAAAAAANWI/9tCSqL8iEEQ/s200/hanna.jpg" width="162" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der finnischen Eiswüste und ohne Kontakt zur Außenwelt aufgezogen, wird der genetisch zur Supersoldatin manipulierte Teenager Hanna vom Superagentenvater benutzt, um einen Rachefeldzug gegen die Geheimdienstchefin (= Hexe) anzukurbeln. Die Wege kreuzen sich in Berlin, wo sonst?&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Während die &lt;i&gt;Bourne&lt;/i&gt;-Filme die alten Agentengeschichten und den Supersoldaten-Plot noch ziemlich ernst nahmen und mit hohem ästhetischen Hipness-Faktor aufrüsteten, überführt &lt;i&gt;Hanna &lt;/i&gt;das Motivgeflecht endgültig ins Reich der Märchen. Hänsel und Gretel treffen Rotkäppchen treffen Kaspar Hauser und noch allerhand weitere Motive aus den „Hausmärchen“. Das gute alte Agentengenre wird zur hochartifiziellen Farce. Nur Humor hat die Sache keinen, es sei denn, man betrachtet sie von vornherein als völlig gaga. Und das fällt nicht wirklich schwer. Die Märchensymbolik ist penetrant bis zum Gehtnichtmehr, verfügt aber über einigen Unterhaltungswert, wenn sie den Zuschauer anspornt, das nächste Märchenmotiv zu identifizieren. Während die meisten Thriller eine arithmetische Logik aufweisen müssen, kann &lt;i&gt;Hannas &lt;/i&gt;Märchenwelt darauf getrost verzichten und Zufälle aneinander reihen, bis das Was überhaupt keine Rolle mehr spielt, sondern nur noch das Wie. Der Film scheint irgendwann nur noch eine Aneinanderreihung von Bildkompositionen zu sein.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Regisseur Joe Wright ist schwer verknallt in die herbe, talentierte Saoirse Ronan, die er in ihrer ganzen darstellerischen Pracht ablichtet. Er versäumt es aber, dem rennenden, kickboxenden Girlie in den Action-Passagen eine physische Glaubwürdigkeit zu verleihen. Hanna ist ein dünnes Mädchen, das zu kloppen und zu töten behauptet, das aber in keinem Moment wirklich kloppt und tötet. Cate Blanchett hat als böse Geheimdiensthexe ziemlich genau den Modus eingeschaltet, in dem sie auch im letzten &lt;i&gt;Indiana Jones&lt;/i&gt;-Film lief.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Hanna &lt;/i&gt;ist nicht partout schlecht, geht aber größtenteils spurlos an einem vorüber. Eine Babelsberg-Kopfgeburt, inkohärent, forciert und zu verliebt in seine absurde Genre-Vermengung bei gleichzeitiger Antipathie gegenüber Agentenfilmen, die als Märchenpark diskreditiert werden. Das funktioniert einfach nicht richtig.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pluspunkte gibt es für den monströsen Soundtrack der Chemical Brothers und Tom Hollanders Darbietung als bizarrer Killer mit Hang zu Trainingsanzügen und Tennisbekleidung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mir sind die hysterischen Post-Agentenfilme der späten 70er und frühen 80er lieber, die ein ausgelutschtes Genre über seine Grenzen hinaustrieben und den Klischee-Kehraus durchführten. &lt;i&gt;Target &lt;/i&gt;oder &lt;i&gt;Lawinen-Express&lt;/i&gt; sind sehr viel ehrlicher und kerniger als dieses absurde Gebilde namens &lt;i&gt;Hanna&lt;/i&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4291249157758004044?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4291249157758004044'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4291249157758004044'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/12/grimms-geheimdienstmarchen-wer-ist.html' title='Grimms Geheimdienstmärchen: &quot;Wer ist Hanna?&quot; (Hanna)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-bULebfFR_qw/Tts3TiBCWyI/AAAAAAAANWI/9tCSqL8iEEQ/s72-c/hanna.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5758824359543237550</id><published>2011-11-30T19:57:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T11:36:39.442+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='F/X'/><title type='text'>Haltet den Hügel: "World Invasion: Battle Los Angeles"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Qd8cv1c4fJY/TtZ8nhayAHI/AAAAAAAANRs/RIDZzylZ2Ik/s1600/World-Invasion-Battle-Los-Angeles-bluray.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-Qd8cv1c4fJY/TtZ8nhayAHI/AAAAAAAANRs/RIDZzylZ2Ik/s200/World-Invasion-Battle-Los-Angeles-bluray.jpg" width="160" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aliens mit robuster Technologie und ziemlicher Feuerkraft überfallen die Erde, besetzen alle möglichen Großstädte und rotten die Menschen systematisch aus. Der Film schildert die Verteidigung von Los Angeles aus der Sicht eines Platoons von Marines, die ein paar Zivilisten herausholen sollen und sich am Ende mit der feindlichen Kommandozentrale konfrontiert sehen. Diese muss natürlich unbedingt eliminiert werden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Rein gar nichts Neues an der Invasionsfront, das aber mit viel Kabumm und aus ausschließlich militärischer Perspektive. Der Amerikaner liebt nun mal sein Militär und unterstellt ihm in seinen Filmen immer denselben, fünftausendmal gehabten Heroismus. Wer sich darüber beklagt, muss Liebesfilme mit historischen Kostümen gucken.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eigentlich ist das eher ein Gefechtsfeldfilm als ein SF-Streifen. Die unruhige, realistische Handkamera, die oft jegliche Übersicht verloren gehen lässt, erinnert frappant an &lt;i&gt;Private Ryan&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Black Hawk Down&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Flags of Our Fathers&lt;/i&gt;. Insofern ist das alles ästhetisch bekannt. Im Gegensatz zu solchen Vorbildern erzählt der Film jedoch keine nennenswerte Geschichte; bestenfalls werden krakelig abgepauste Charakterskizzen aneinander geheftet, die irgendein ballergeiles Jüngelchen aus anderen Filmen zusammengeklaut hat. Das alles ist dünner als ein Stück Kleenex, in das jemand hineinmasturbiert hat und das er nun herumreicht. Bitte ausgiebig Händewaschen. Selbst ein kleiner Klopper wie der ähnlich geartete &lt;i&gt;Skyline&lt;/i&gt; weist erheblich mehr Substanz auf als diese hauchdünne, irgendwie glitschige Verlegenheit. Aber was soll's? Der Film teilt uns schon über seinen Titel mit, was er sein will: &lt;i&gt;Battle Los Angeles&lt;/i&gt;. Also her mit der Feuerkraft. Wer hat das schönste Ejakulat? &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Anfangs kann das durchaus punkten, denn es geht nüchtern und sachlich vor und erzeugt jene Art von Verwirrung, die man in einem solchen Szenario erwarten könnte. Je länger es geht, desto mehr verwandelt es sich jedoch in pure Wehrertüchtigung und bedient sich einer Moral wie ein Koreakriegsfilm aus den 50ern. „Haltet den Hügel, Marines!“. Der Feind ist jedenfalls ähnlich rätselhaft wie seinerzeit die Nordkoreaner und die Chinesen. Was die wirklich wollen, weiß man nicht. Jedenfalls ballern sie ziemlich heftig drauflos, also ballern unsere Jungs eben zurück. Und erzählen uns zwischendurch ein bisschen was von Tapferkeit und rufen unablässig „Haltet den Hügel!“.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach pflichtgemäß erfolgter Katharsis sind die Augen des Zuschauers müde, und sein Kopf ist gähnend leer. Die Lendengegend sticht. Wenn meine Frau jetzt einen Liebesfilm mit historischen Kostümen einlegt, bin ich völlig wehrlos dagegen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5758824359543237550?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5758824359543237550'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5758824359543237550'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/11/haltet-den-hugel-world-invasion-battle.html' title='Haltet den Hügel: &quot;World Invasion: Battle Los Angeles&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Qd8cv1c4fJY/TtZ8nhayAHI/AAAAAAAANRs/RIDZzylZ2Ik/s72-c/World-Invasion-Battle-Los-Angeles-bluray.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-6473452900524776034</id><published>2011-11-18T09:02:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:06:55.739+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Western'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><title type='text'>Der Erlösung entgegen: "Gejagt" (Tracker)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Eq-ay7aANmI/TsYRCncZMvI/AAAAAAAANHo/3qWO20hSVY4/s1600/gejagt-auf-leben-und-tod.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-Eq-ay7aANmI/TsYRCncZMvI/AAAAAAAANHo/3qWO20hSVY4/s200/gejagt-auf-leben-und-tod.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Neuseeland, 1903. Die Truppen des Landes kehren aus dem Burenkrieg zurück. Mit ihnen kommen viele der unterlegenen Buren, weil sie in Südafrika keine Perspektive mehr sehen. Darunter ist auch der berüchtigte Rebellenanführer Arjan van Diemen, der in der Heimat alles verloren hat. Sofort ergibt sich für ihn ein Auftrag, denn im Hafenviertel hat ein Maori-Matrose angeblich einen Soldaten ermordet und ist dann in die Wildnis geflohen. Van Diemen schließt sich dem Suchkommando an, setzt sich ab und stellt den Flüchtigen im Alleingang. Um dann nach einigem Männer-Hickhack und wechselndem Jagdglück festzustellen, dass der Maori Kereama unschuldig ist und ein Ausgestoßener genau wie er selbst. Fortan wird van Diemen den Mann vor den Zudringlichkeiten des näher rückenden Suchkommandos beschützen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf den ersten Blick ein ganz klassischer Menschenjagd-Film, unschwer erkennbar als neuseeländischer Western. Knorrige Typen wie Ray Winstone und Temuera Morrison vor berückender Landschaft. Spurensuche, Jagdszenen, Kloppereien, neckische Dialoge, das Zusammenwachsen von Jäger und Beute zu einer stillschweigenden Einheit, zu Buddys gar – alles das ist mit drin. Dennoch durchweht &lt;i&gt;Tracker &lt;/i&gt;eine eigenartig melancholische Stimmung, die auf den Beschädigungen der Protagonisten fußt, auf den Traumata von Kriegsteilnehmern und solchen, die Greuel erlebt haben. Kereama ist hauptsächlich Opfer, will sich aber in diese Rolle nicht mehr fügen, denn er hat Wichtiges zu tun: eine spirituelle Zeremonie für seine hingerichteten Ahnen vollziehen, die man ihm stets verweigert hat. Der Ex-Guerilla van Diemen seinerseits ist auf unauflösbare Weise Opfer, Täter, dann wieder Opfer. Je mehr Wunden sich die beiden Helden zufügen, desto veräußerlichter werden auch diese inneren Narben. Die Figuren streben einer Erlösung zu, indem sie alte Rechungen begleichen. Das Famose an &lt;i&gt;Tracker &lt;/i&gt;ist, dass dies nicht mit einem alttestamentarischen Racheverständnis einhergeht, sondern im Erkennen der eigenen Schuld mündet und dem Überwinden derselben durch eine symbolische, spirituelle Sühne.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu den beiden Hauptfiguren stößt noch ein weiterer Charakter, der junge britische Major, der in Südafrika gegen van Diemen kämpfte und mutmaßlich an dessen Leid mitschuldig wurde. Statt den Krieg und den Hass nach Neuseeland hinein verlängern zu wollen, gehen die Figuren aufeinander zu. Der Major möchte sein schlechtes Gewissen mit Geld beruhigen, van Diemens Konflikt ist weitaus vielschichtiger.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Imposanter, menschenfreundlicher Actionfilm. Vielleicht etwas zu routiniert inszeniert von Ian Sharp, aber aufgrund der spirituellen Momente fast schon auf halbem Weg zu einem Unikum wie Vincents Wards &lt;i&gt;River Queen&lt;/i&gt;. Ray Winstone und Temuera Morrison mittendrin sind eine Bank.  &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-6473452900524776034?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6473452900524776034'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6473452900524776034'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/11/der-erlosung-entgegen-gejagt-tracker.html' title='Der Erlösung entgegen: &quot;Gejagt&quot; (Tracker)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Eq-ay7aANmI/TsYRCncZMvI/AAAAAAAANHo/3qWO20hSVY4/s72-c/gejagt-auf-leben-und-tod.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4742507069558523752</id><published>2011-11-12T08:41:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:07:16.986+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Highland-Huronen: "Der Adler der neunten Legion" (The Eagle)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-Yj2GLaHTO1w/Tr4jCqN84rI/AAAAAAAAM-s/ZeLEkEKLg4w/s1600/Der-Adler-der-neunten-Legion.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-Yj2GLaHTO1w/Tr4jCqN84rI/AAAAAAAAM-s/ZeLEkEKLg4w/s200/Der-Adler-der-neunten-Legion.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;120 n. Chr. wird die neunte Legion nördlich des Hadrianswalls von Pikten und Briten aufgerieben und geschlachtet wie weiland die drei Legionen des Varus im Teutoburger Wald. Das Geschlecht des Kommandanten fällt in Ungnade. Zwanzig Jahre später lässt sich Zenturio Marcus Flavius Aquila, Sohn des toten Kommandanten, nach Britannien versetzen, um durch Tapferkeit die Familienehre wiederherzustellen. Die Chance bietet sich ihm, als Gerüchte die Runde machen, die ehrenvolle Adlerstandarte der verlorenen Legion sei im Piktenland wiederaufgetaucht. Zusammen mit dem britannischen Sklaven Esca, dem er nicht wirklich trauen kann, reist der Privatmann Marcus ins Feindesland, um den Adler zurückzuholen. Und er gerät an den fiesesten aller Piktenstämme …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine wunderbar stilvoll gefilmte, von einem großartigen Soundtrack umschmiegte Abenteuermär, die das Jugendbuch von Rosemary Sutcliff in einen düsteren Actionfilm verwandelt und sich auf ein so noch nie gesehenes Terrain zwischen Neil Marshalls &lt;i&gt;Centurion &lt;/i&gt;und Michael Manns &lt;i&gt;Der letzte Mohikaner&lt;/i&gt; begibt. Die Pikten sehen allen Ernstes aus wie Fenimore Coopers Waldindianer in den schottischen Highlands, verschmelzen aber aufgrund ihrer grünlichen Bemalung und der Seehundfelle mit der Landschaft, als würden sie wirklich da hingehören. Mag sein, dass das sogar authentisch ist. Und ihr Anführer macht uns ganz selbstverständlich den Magua.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der lange erzählerische Vorlauf in römisch-britannischen Gefilden jedenfalls hinterlässt einen sehr authentischen Eindruck und nimmt den Zuschauer – trotz einiger Kurzatmigkeiten – schnell für den Film ein. Donald Sutherland gibt einen hervorragenden römischen Provinz-Patrizier ab. Im Mittelteil ermüdet der Film etwas, aber die schottische Landschaft, einige Stechereien, unerwartete Begegnungen und die Ambivalenzen der beiden Hauptfiguren halten einen bei Laune.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Passage im Piktendorf hätte jedoch unbedingt länger und intensiver ausfallen müssen, um dieser Kultur mehr als nur das Image einer grausamen Killer- und Opferkultur zu verpassen. Hier rächt sich der erstaunlich lange Vorlauf und erschöpft sich dessen Authentizität plötzlich nur noch in Äußerlichkeiten des Set Designs und der Requisiten, keinesfalls dringt sie noch in die Tiefe. Die anschließenden Menschenjagd-Sequenzen sind konventionell und angemessen strapaziös und werden dann von einem zwar hübsch blutigen, aber zu lakonisch dahererzählten Schlussgefecht unterlaufen. Suboptimal ist das deshalb, weil das Wiederauftauchen der neunten Legion bzw. ihrer verstreuten Überlebenden aus dem Status des „gone native“ unbedingt ausführlicher hätte behandelt werden müssen, um die pathetische Wirkung einer Wiederherstellung der Ehre zu entfalten. So gerät das etwas holterdipolter und verströmt zudem den Geruch einer „notwendigen Ausrottung“ der viehischen Pikten. Die Opferung des Jungen am Ende ist zum Beispiel völlig unnötig, und durch die Niedermetzelungstaktik zündet am Ende das Verbrüderungs- und Integrationspathos zwischen Römern und Britanniern über den Scheiterhaufen der Gefallenen auch nicht so recht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nicht perfekt, nein. Holpert ein bisschen vor sich hin und macht es sich manchmal zu leicht, aber das Gesamtpaket hält das Interesse wach. Erzählerisch und in Fragen der Charakterzeichnung kauft &lt;i&gt;The Eagle&lt;/i&gt; dem ähnlich gearteten &lt;i&gt;Centurion &lt;/i&gt;den Schneid ab, alldieweil sich ein Vergleich mit dem überragenden &lt;i&gt;Letzten Mohikaner&lt;/i&gt; natürlich verbietet. War ohnehin mehr so als Witz gedacht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Angesichts der Altersfreigabe hebt man, wie schon bei &lt;i&gt;Ironclad&lt;/i&gt;, überrascht die Augenbrauen und fragt sich, ob die deutsche FSK inzwischen allen Ernstes von Filmfreunden geleitet wird und nicht mehr von Volkspädagogen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4742507069558523752?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4742507069558523752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4742507069558523752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/11/highland-huronen-der-adler-der-neunten.html' title='Highland-Huronen: &quot;Der Adler der neunten Legion&quot; (The Eagle)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-Yj2GLaHTO1w/Tr4jCqN84rI/AAAAAAAAM-s/ZeLEkEKLg4w/s72-c/Der-Adler-der-neunten-Legion.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-6307164249777526002</id><published>2011-11-08T12:22:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:07:31.645+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><title type='text'>Hänsel und Gretel als Yuppies: "The Guardian"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Sd0l4kZnFo0/TrkPC-2B_wI/AAAAAAAAM8I/MnjTKyoe7HY/s1600/guardian.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-Sd0l4kZnFo0/TrkPC-2B_wI/AAAAAAAAM8I/MnjTKyoe7HY/s200/guardian.jpg" width="139" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Phil und Kate, ein aufstrebendes Yuppie-Paar, sind nach L.A. gezogen, irgendwo ins Valley, wo die Jungen und Schönen sich von Star-Architekten ihre Domizile mitten in die Natur setzen lassen. Als das erste Kind kommt, sucht das berufstätige Paar sofort eine Nanny und findet in der jungen Camilla scheinbar die Idealbesetzung. Aber Camilla ist Priesterin eines Druidenkults und bedient den bösen Horrorbaum hinten im Wald mit Babys, die sie in ihrer Tarnexistenz als Kindermädchen stiehlt. Als Phil und Kate dahinter kommen, ist es fast zu spät für ihren kleinen Jake.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Nebenwerk von William Friedkin aus dem Jahr 1990 und die phantastisch verklausulierte Vorlage zum wesentlich erfolgreicheren &lt;i&gt;Die Hand an der Wiege&lt;/i&gt;. Deutscher Titel: &lt;i&gt;Das Kindermädchen&lt;/i&gt;. Besichtigt wurde eine britische DVD-Neuauflage des Films, da die deutsche Version bis heute nur als geschnittene FSK16-Fassung existiert.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als damals verkündet wurde, dass William Friedkin mit &lt;i&gt;The Guardian&lt;/i&gt; zum Horrorfilm zurückkehrt, war die Erwartungshaltung in der Branche enorm. Und die Enttäuschung umso größer, dass aus dem Projekt nur ein weiterer B-Horror-Film der Dekadenwende wurde. Ein kleiner, kommerzieller Grusler mit erwartbaren Konflikten und unerwartet deftigem Splatter. Wenn man sich das alles heute noch mal genauer anschaut, erweist sich &lt;i&gt;The Guardian&lt;/i&gt; jedoch als durchaus gewinnbringend.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hänsel und Gretel sind hier ein Yuppie-Ehepaar, aufeinander eingeschworen, absolut nicht unsympathisch und als Identifikationsfiguren geeignet. Ihre Aufstiegswille und ihre Arbeitsmoral bringen sie – wie offenbar ihr ganzes Milieu – dazu, sofort nach der Geburt ein Kindermädchen zu engagieren. Sie sind in einer Welt der vermittelten Erfahrung gelandet, nicht des eigenen Erlebens oder der eigenen Leidenschaften. Selbst das Baby wird in eine Distanz geschoben, aus der heraus man es bequemer betrachten kann. Und sein nächtliches Gekrähe nervt sowieso. Kein Wunder, dass der Film das Kindermädchen über weite Strecken als die bessere Mutter wertet. Die Menschen um das Paar herum sind Werbefritzen, Architekten, Innenausstatter. Ihre Häuser weisen große Glasflächen auf, die Natur im Valley rückt ihnen auf die Pelle, muss aber draußen bleiben. Sie bringt sich gruselig in Erinnerung in Gestalt nächtlicher Schattenspiele an Wänden und Decke. Durch das Fenster im Kinderzimmer sieht man draußen die Natur, die Innenwand ist mit Pflanzen lediglich bemalt. Und mit glimmenden Comic-Augen im Farbdickicht, was eine hübsche Vorausdeutung ist. Dann holt sich das Ehepaar die so natürlich wirkende, sanftmütige Camilla ins Haus – und mit ihr die Natur in ihrer krassesten, forderndsten Gestalt. Dem Organischen, das rückhaltlose Liebe praktiziert (zum Baumgott ebenso wie zum Baby), wird Eingang ins Künstliche gewährt. Besonders rabiat wird das, wenn Camilla gegen Ende als menschgewordene Baumhexe und mit Bodypaint-Maskerade durchs saubere Haus tobt und in dem Maße stückweise zerlegt wird, wie Phil mit der Kettensäge draußen im Wald ihren Baumgott blutig zersägt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;The Guardian&lt;/i&gt; spielt einen märchenhaften Zivilisation-versus-Natur-Konflikt durch, ohne sich vorschnell auf eine Seite stellen zu wollen. Das Böse scheint viel zärtlicher zu sein als die Menschen und in seiner Unbedingtheit nahezu unbesiegbar, allerdings werden sich am Ende die Eltern ihrer Verantwortung doch noch bewusst und steuern gegen: Sie erleben Leidenschaft und die Seelenqual des Unmittelbaren. Und ganz am Schluss schauen sie durch eine zertrümmerte Fensterscheibe hinaus ins Grüne.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-6307164249777526002?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6307164249777526002'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6307164249777526002'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/11/hansel-und-gretel-als-yuppies-guardian.html' title='Hänsel und Gretel als Yuppies: &quot;The Guardian&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Sd0l4kZnFo0/TrkPC-2B_wI/AAAAAAAAM8I/MnjTKyoe7HY/s72-c/guardian.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4294866529160332365</id><published>2011-11-06T09:29:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:08:04.861+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Surreal'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Nackte Haut, surreale Tendenzen: "Vampire Circus"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-tJQK2auGl7Q/TrZA38KDd2I/AAAAAAAAM8A/-NbFdnssrv0/s1600/vampire+circus.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-tJQK2auGl7Q/TrZA38KDd2I/AAAAAAAAM8A/-NbFdnssrv0/s200/vampire+circus.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pseudo-Österreich, 19. Jahrhundert. Die Dörfler entledigen sich ihres Vampirgrafen, weil der sich ruchlos an den jüngeren und älteren Mädels vergreift. Im Sterben stößt der Graf einen Fluch aus und kündigt Rache an. Fünfzehn Jahre später ist das Städtchen eine Quarantänezone, weil hier eine rätselhafte Seuche ausgebrochen ist. Irgendwie schafft es der „Circus of Nights“ („circus of nights – a thousand delights“) durch die Blockade, und die Artisten beginnen damit, die Bewohner in ihren unheimlichen Bann zu ziehen. Und natürlich ist die Gauklerbande nur deshalb hier, um des Grafen Rache zu vollziehen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von 1971 und recht populär. Einer der schönsten Vampirfilme der Welt. Schnell, blutrünstig, freizügig, surreal und freaky. Und das alles wie üblich mit Minimalbudget. Beinahe ein bisschen wie die Hammer-Version von Bradburys &lt;i&gt;Something Wicked This Way Comes&lt;/i&gt;. Ein sehr gemeiner, bösartiger Film mit viel Nacktheit, brutaler Gewalt, Inzest- und Missbrauchs-Elementen, Hörigkeits- und S/M-Motiven, düsterer Varietémagie, heftigem Rachedurst und Großaufnahmen der vielleicht spitzesten, gefährlichsten Vampirzähne überhaupt. Die Blutsauger sind Verführer und Gestaltwandler, lächelnde Raubtiere, die Menschen nicht nur aussaugen, sondern gleich übel zerfleischen. Und zwischendurch vollführen sie prachtvolle artistische Kunststücke, bei denen ein origineller Filmschnitt einiges mitzureden hat. Ihre Helfershelfer, die Zirkus-Freaks, sind teilweise noch fieser als ihre spitzzahnigen Herren (z.B. der ach so lustige Zwerg-Clown).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Vampire Circus&lt;/i&gt;&amp;nbsp;leistet sich eklatantes, unfreiwillig komisches Overacting, zu viele Frühsiebziger-Frisuren, allerhand unübersichtliche Familienverhältnisse, Umständlichkeiten, Inkohärenzen, widersinnige Handlungsverläufe und einige tumbe Trickaufnahmen, aber die Schwächen verblassen angesichts der brutalen Konsequenz des dargebotenen Rachefeldzugs und der surreal-halluzinatorischen Tendenzen, die in ein besonders finsteres Märchen führen. Allein der Prolog bietet schon mehr Schrecken und nackte Haut auf als viele komplette Filme der Hammer Productions und stellt gleich klar, in welche Richtung das hier abdampft. Am Ende dann freut sich der Kamerablick regelrecht, wenn er über die ganzen Leichen schweifen darf. Nebenbei bietet &lt;i&gt;Vampire Circus&lt;/i&gt; einen der schönsten Kircheninnenräume des Gruselfilms, einige der erotischsten Szenen in der Geschichte der Hammer Productions, modernen Schnitt sowie Splatter-Sequenzen von überraschender Drastik. Hauptaspekt ist jedoch das Formverändernde, Schillernde, das den Film zu einem der besten im Hammer-Oeuvre macht.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4294866529160332365?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4294866529160332365'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4294866529160332365'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/11/nackte-haut-surreale-tendenzen-vampire.html' title='Nackte Haut, surreale Tendenzen: &quot;Vampire Circus&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-tJQK2auGl7Q/TrZA38KDd2I/AAAAAAAAM8A/-NbFdnssrv0/s72-c/vampire+circus.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3874432834354711741</id><published>2011-11-05T09:13:00.003+01:00</published><updated>2012-01-02T09:08:22.179+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><title type='text'>Vampir und Dornenkrone: "The Satanic Rites of Dracula"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-g-W-gBKRlN8/TrTtUHpbcRI/AAAAAAAAM74/9pJpeZLpEUg/s1600/satanic.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-g-W-gBKRlN8/TrTtUHpbcRI/AAAAAAAAM74/9pJpeZLpEUg/s200/satanic.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Geheimdienst überwacht eine Satanssekte, die sich aus Mitgliedern der höchsten gesellschaftlichen Kreise rekrutiert. Lorimar van Helsing wird als Berater hinzugezogen und kommt dahinter, dass die Sekte um den mysteriösen Konzernchef D.D. Denham Ungeheuerliches plant, nämlich die Vernichtung der Menschheit durch einen aggressiven Pesterreger. Als im Keller des Sektenanwesens angekettete weibliche Vampire gefunden werden, ist für van Helsing klar: Hinter Denham steckt niemand anders als Dracula, der zu seinem endgültigen Schlag gegen die Menschen ausholt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von 1974 und der direkte Nachfolger von &lt;i&gt;Dracula A.D. 1972&lt;/i&gt;, inszeniert vom selben Team. Deutscher Titel: &lt;i&gt;Dracula braucht frisches Blut&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der letzte Hammer-Dracula-Film mit Christopher Lee, der als der schwächste Teil der Reihe und als Außenseiter betrachtet wird. Man kann dieses Urteil verstehen, dennoch verleitet einen &lt;i&gt;The&lt;/i&gt;&amp;nbsp;&lt;i&gt;Satanic Rites of Dracula&lt;/i&gt; nach so vielen Jahren zu einer Neubewertung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der gewöhnungsbedürftige Sprung von der pseudo-historischen Gothic-Epoche ins aktuelle London wurde im Vorgänger-Film bereits vollzogen. Die durchsichtige Motivation und Moral von &lt;i&gt;Dracula A.D. 1972&lt;/i&gt; erzeugte eine fließende Grenze zwischen unfreiwilliger Komik und gewollten parodistischen Tendenzen. &lt;i&gt;Satanic Rites …&lt;/i&gt; nun nimmt sich wieder ziemlich ernst und erlaubt sich dabei heftige Drehbuch-Idiotien und gewaltige logische Löcher, so dass es schwer fällt, den Film so anzunehmen, wie seine Macher das gerne hätten. Und dennoch: Wenn man sich vor Augen hält, zu was das Vampirgenre seit 1974 so alles in der Lage war und was es einem seitdem auftischte, wird auch aus &lt;i&gt;Satanic Rites …&lt;/i&gt; plötzlich ein innovativer Film. Es ist vor allem der Balanceakt zwischen Modernisierung und dem Durchhecheln des alten Konflikts, der hieraus einen bemerkenswerten Genre-Beitrag macht. „Dies ist keine Vendetta mehr, sondern etwas viel Größeres“, bemerkt van Helsing völlig zu Recht. Dracula wird vom Sexmonster, Rächer und Familienzerstörer nun zum Feind der ganzen Menschheit, zum unerwartet redseligen Antichristen, der in pathetischen Monologen seine Pläne zusammenspinnt. Er endet bezeichnenderweise mit einer Dornenkrone auf dem Haupt. Seine Mittel sind zeitgemäß und rekurrieren auf die Angst der Epoche vor Massenvernichtungswaffen und korrupter Politik und Ökonomie, die das System („all chaos“) verwalten. Kalter Krieg, Watergate und Ölkrise lassen es zusätzlich dem Abgrund entgegentaumeln, und okkulte Deutungen all dessen werden in den späten Sechzigern wieder modern, um spätestens in den Siebzigern in Horror-Großproduktionen wie &lt;i&gt;Der Exorzist&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Das Omen&lt;/i&gt; zu münden. Endzeit, Apokalypse, Antichrist. Die Vorgehensweise des Dracula-Drehbuchs ist die eines Okkult-Thrillers, in dem es Geheimdienstermittlungen, Überwachungstechnologie, Miniaturkameras in Armbanduhren, Killer auf Motorrädern und Mordanschläge mit Schalldämpfern gibt. Dazwischen am Sarg angekettete Vampirschönheiten mit nackten Brüsten, die ein oder andere blutige Pfählung und Menschenopfer auf dem schwarzen Altar. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der alte, liebgewonnene Konflikt wird durch die neuen Zutaten natürlich mächtig überstrapaziert. Dadurch, dass Lee gewaltig auf die Labertaste drücken darf, wird sein erotisches Potenzial umgedeutet zum Aphrodisiakum der Macht. Er wird zum sardonischen Referenten des Bösen, einem Magnaten der Apokalypse. Und es führt kein Weg an der Erkenntnis vorbei: Die spätere Tendenz, den Vampir als konkrete politische, ja sogar globale Bedrohung zu interpretieren, wird von &lt;i&gt;Satanic Rites of Dracula&lt;/i&gt;&amp;nbsp;glatt vorweggenommen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die „Special Deluxe Edition“-DVD der Firma Cleopatra ist eine ziemliche Zumutung: Formatprobleme bei modernen Geräten, Bildqualität auf dem Niveau einer abgenudelten VHS. Als Bonus gibt es eine CD mit „Music inspired by …“, bei der es sich um Metal- und Gothic-Unsinn in willkürlicher Zusammenstellung handelt. Braucht kein Mensch.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3874432834354711741?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3874432834354711741'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3874432834354711741'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/11/vampir-und-dornenkrone-satanic-rites-of.html' title='Vampir und Dornenkrone: &quot;The Satanic Rites of Dracula&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-g-W-gBKRlN8/TrTtUHpbcRI/AAAAAAAAM74/9pJpeZLpEUg/s72-c/satanic.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3579208675409294512</id><published>2011-11-03T09:05:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T11:36:14.881+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><title type='text'>King John und die sieben Samurai: "Ironclad"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-yFDsSEFTFEM/TrJJ6vpC7OI/AAAAAAAAM7w/vUQRmrmQUOk/s1600/Ironclad_Cover_Blu-Ray.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-yFDsSEFTFEM/TrJJ6vpC7OI/AAAAAAAAM7w/vUQRmrmQUOk/s200/Ironclad_Cover_Blu-Ray.jpg" width="158" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Jahr 1215 wird der englische König John vom Adel gezwungen, die Magna Charta zu unterschreiben und damit einen Teil seiner Macht abzugeben. König John findet das nicht toll und versichert sich bald darauf der Mitarbeit eines dänischen Söldnerheers, mit dem er England von Süden her aufrollen und sich das totale Gottesgnadentum zurückholen will. Aber der alte Recke Baron von Albany, jetzt eigentlich Wollhändler, sammelt ein klitzekleines Grüppchen von Kampfgefährten und einen melancholischen Tempelritter um sich – insgesamt sind sie zu siebt (!) – und bemächtigt sich der Burg Rochester, die auf der Marschroute des Königs liegt. Es kommt zur Belagerung, die von beiden Seiten mit Zähnen und Klauen ausgetragen wird.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Regisseur und Co-Autor Jonathan English und sein walisisches Team waren offenkundig der Auffassung, dass es schon lange keine knackige Variante der &lt;i&gt;Sieben Samurai&lt;/i&gt; mehr gab, und wollten dem abhelfen. Recht haben sie getan.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Angespornt von der generellen Harmlosigkeit von Ridley Scotts &lt;i&gt;Robin Hood&lt;/i&gt; und der historischen Beiläufigkeit von Neil Marshalls &lt;i&gt;Centurion&lt;/i&gt;, gerät &lt;i&gt;Ironclad &lt;/i&gt;deutlich verbindlicher. Nun, historisch so ganz korrekt ist es wohl nicht ausgefallen, aber die Historie ist ohnehin nur Folie für eine bezwingend einfache kinematographische Geschichte auf engem Raum, die sich einige erwartbare Konflikte im Innern und schön pathetisches Heldengerede gönnt. &lt;i&gt;Ironclad &lt;/i&gt;macht irgendwann die Räume um die Tyrannengegner so eng, dass man tatsächlich erwartet, diese ganz klassisch strukturierte Sache ginge ganz und gar nicht gut aus und die Kavallerie käme zu spät oder bliebe sogar ganz aus. Auf dem Weg dahin geht es sehr kinetisch zu und kommt es zu so ausgesprochen entzückenden Kontakten zwischen Stahl und Fleisch, dass man sich bei der deutschen Altersfreigabe die Augen reibt. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Stärke des an und für sich recht kostengünstigen Films ist neben der Ausstattung, der hochqualitativen Besetzung und der bezwingenden Bildgestaltung vor allem seine Brutalität. Wie dem Zuschauer hier ein unerbittliches, hyperbrutales Mittelalter hingeschmissen wird, das imponiert. Natürlich geht es hauptsächlich ums Kriegshandwerk, und da darf man allerhand Blutspritzereien erwarten, aber es werden auch kleine Diskurse und schauspielerische Glanzlichter von Leuten wie Paul Giamatti, Brian Cox, Derek Jacobi und Charles Dance gesetzt, die das Gottesgnadentum und ein rabiates Rechtssystem vorführen und kommentieren. Und welche Rolle Schweine bei einer Belagerung spielen, das hat man so auch noch nicht gesehen. Um all die Schrecken zu konterkarieren, muss &lt;i&gt;Ironclad &lt;/i&gt;auf eine etwas erzwungene Liebesgeschichte mit der allerdings wunderschönen Kate Mara zurückgreifen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein wirklich kraftvoller Klopper für Freunde der gepflegten historischen Schlachtplatte und der zahlreichen Kurosawa-Abkömmlinge. Das hier ist ein Film für euch (und mich).&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3579208675409294512?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3579208675409294512'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3579208675409294512'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/11/king-john-und-die-sieben-samurai.html' title='King John und die sieben Samurai: &quot;Ironclad&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-yFDsSEFTFEM/TrJJ6vpC7OI/AAAAAAAAM7w/vUQRmrmQUOk/s72-c/Ironclad_Cover_Blu-Ray.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-845530007746657822</id><published>2011-10-30T07:55:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:09:00.128+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Kolonialer Schrecken: "The Reptile"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-W5jSmumfuys/TqzzIkZ1jtI/AAAAAAAAM7o/dBf6YwXoogA/s1600/the+reptile.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-W5jSmumfuys/TqzzIkZ1jtI/AAAAAAAAM7o/dBf6YwXoogA/s200/the+reptile.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach dem mysteriösen Tod seines Bruders reisen Ex-Offizier Spalding und Gattin nach Cornwall, um im Cottage des Verblichenen zu wohnen. Bezüglich der näheren Todesumstände des Bruders trifft Spalding auf die obligatorische Mauer des Schweigens. Der Erste, der hier von einem mysteriösen Wesen getötet wurde, war er jedenfalls nicht. Auch beim verschlossenen Anthropologen Dr. Franklyn und dessen nervöser Tochter beißen die Spaldings auf Granit. Als Spalding dann aber selbst von dem grausigen Wesen angefallen und verletzt wird, lichtet sich so langsam der Nebel.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von 1966. Deutscher Titel: &lt;i&gt;Das schwarze Reptil&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Da gibt es kein Vertun: &lt;i&gt;The Reptile&lt;/i&gt; ist einer der größten kleinen Gruselfilme der Welt. Er handelt vom Schrecken des Kolonialzeitalters, als der biedere Viktorianer draußen in den entlegenen Ecken des Empire alle möglichen exotischen Unsagbarkeiten erkunden konnte – und sie unweigerlich mit nach Hause brachte, auch wenn er noch so schnell aus ihrem Einflussbereich zu fliehen trachtete. Die Tochter bezahlt für die Neugier des Vaters, vielleicht sogar für dessen Sünden der Lüsternheit. Dass man die genauen Zusammenhänge nie so ganz erfährt, ist eine der Stärken des Films und verpasst ihm ein mysteriöses Zentrum, um das er kreisen kann.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Motiv des zurückgekehrten Kolonialisten wird an insgesamt vier Figuren durchgespielt, alle sind irgendwie gezeichnet und nehmen unterschiedliche Positionen dazu ein: vom schlussendlichen „my home ist my castle“ bis hin zum buchstäblichen „gone native“. Der Film eignet sich dabei einen leichten &lt;i&gt;Heart of Darkness&lt;/i&gt;-Touch an und wird zwischenzeitlich unter den Händen eines Darstellers wie Noel Willman zu einer regelrechten Studie.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das sorgfältige Drehbuch, die hochtalentierte Regie von John Gilling, das gemächliche Tempo, die grundsoliden Darsteller, die zurückhaltende Musik sowie das Angedeutete, Ungesagte machen aus &lt;i&gt;The Reptile&lt;/i&gt; einen zeitlosen Höhepunkt des Horrorfilms.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Wort noch zum Darsteller des Wirts, Michael Ripper. Der Nebendarsteller ist das heimliche Gesicht der Hammer Film Productions und tritt in zahllosen Rollen auf, mal klein, mal groß, mal mit komödiantischem Einschlag, mal mit heiligem Ernst. Seine herzerwärmendste Rolle hat er in diesem Film: die des hilfsbereiten, loyalen Wirts Tom Bailey, der &lt;i&gt;The Reptile&lt;/i&gt; mit einer freundlichen, zupackenden Melancholie überzieht. Wunderbar.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-845530007746657822?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/845530007746657822'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/845530007746657822'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/kolonialer-schrecken-reptile.html' title='Kolonialer Schrecken: &quot;The Reptile&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-W5jSmumfuys/TqzzIkZ1jtI/AAAAAAAAM7o/dBf6YwXoogA/s72-c/the+reptile.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-744691318096603506</id><published>2011-10-29T09:08:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:09:19.176+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Racheengel: "Taste the Blood of Dracula"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-GYj3tHkeCxA/TqulETo9A6I/AAAAAAAAM7c/3wZArlKFo2U/s1600/TasteTheBloodOfDracula.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-GYj3tHkeCxA/TqulETo9A6I/AAAAAAAAM7c/3wZArlKFo2U/s200/TasteTheBloodOfDracula.jpg" width="144" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach außen hin und innerhalb der Familie sind die drei viktorianischen Gentleman gestrenge Stützen der Gesellschaft und der Moral, aber ihr „Wohlfahrtsengagement“ im East End erstreckt sich hauptsächlich auf wilde Puffbesuche. Als sie das langweilt, lassen sie sich mit dem verarmten, byronischen Lord Courtley ein und kaufen von einem windigen Händler für ein satanisches Ritual Draculas pulverisiertes Blut. Im letzten Moment kriegen sie die Flatter und erschlagen Courtley, aber das Ritual zur Wiederbelebung des Grafen ist bereits eingeleitet. Und der rächt nun den Tod seines Dieners zuerst an den properen Kindern der Gentlemen, um diese dann auf die Väter selbst zu hetzen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von 1969. Deutscher Titel: &lt;i&gt;Wie schmeckt das Blut von Dracula?&lt;/i&gt; bzw. &lt;i&gt;Das Blut von Dracula&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Fortsetzung von &lt;i&gt;Dracula Has Risen From the Grave&lt;/i&gt; beginnt genau dort, bei Draculas Pfählung durch das goldene Kruzifix. Ein englischer Händler (der genialische Roy Kinnear, der kleine Dicke aus den Richard-Lester-Filmen) wird Zeuge dessen, sammelt das pulverisierte Blut auf und bringt es in seine Heimat. Und da dürfen die hedonistischen, moralisch ziemlich verkommenen Herren es dann käuflich erwerben und nutzen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Taste the Blood of Dracula&lt;/i&gt; ist nach heutigen Maßstäben der vielleicht modernste Dracula-Film. Selten zuvor wurde der Herr Graf so deutlich als Racheengel eingesetzt, als phantastische, horrible Methode, innerfamiliäre Brüche bloßzulegen und mit blutiger Unbedingtheit zu bestrafen. Der Film scharwenzelt um Missbrauchs- und Inzest-Motive herum, dass es eine wahre Freude ist, und geißelt auf drollige Weise die moralische Verkommenheit der Honoratioren. Kein Mitleid mit denen. Dazu muss ein bisschen mehr nackte Haut her als früher. Und die vom Grafen unter Kontrolle gebrachten oder gebissenen Mädels scheinen mehr denn je einem expliziten Orgasmus entgegenzukeuchen. Kein verschämtes Vorschlagen des Capes mehr vor den Akt. Lee wirkt endgültig wie ein Sexmonster, muss aber ansonsten nicht viel an der Figur tun. Von den anderen Darstellern verlangt &lt;i&gt;Taste the Blood …&lt;/i&gt; hingegen einiges, vor allem von dem fiesen Familienvorstand Geoffrey Keen, der mit seiner moralischen Rigorosität Frau und Tochter systematisch zugrunde richtet. Der Film ist in diesen Szenen handfestes viktorianisches Gesellschaftsdrama.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Einige Unebenheiten sind einer früheren, womöglich besseren Drehbuchfassung zu verdanken, die noch durchschimmert. Lees Teilnahme war ursprünglich nicht geplant, und Hammers Wunderknabe Ralph Bates sollte als erschlagener Lord Courtley wieder auferstehen und die Rache selbst vollziehen. Der Übergang von Bates zu Lee verläuft dann auch etwas befremdlich, auch Draculas Rachedurst ist nicht ganz erklärlich. Am Ende kommt es zu einer annähernd psychedelischen Sequenz aus der Perspektive Draculas, als nämlich sein Stützpunkt, die verfallene Kirche, plötzlich wieder zu einem kompletten, aufgeräumten und vor allem gesegneten Gotteshaus wird und den Vampir unweigerlich umbringt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Taste the Blood of Dracula&lt;/i&gt; ist einer der hübschesten Dracula-Filme, echt sinister, und nimmt den viel schwächeren &lt;i&gt;Dracula A.D. 1972&lt;/i&gt; ebenso vorweg wie &lt;i&gt;Hellraiser&lt;/i&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-744691318096603506?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/744691318096603506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/744691318096603506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/racheengel-taste-blood-of-dracula.html' title='Racheengel: &quot;Taste the Blood of Dracula&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-GYj3tHkeCxA/TqulETo9A6I/AAAAAAAAM7c/3wZArlKFo2U/s72-c/TasteTheBloodOfDracula.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-6655751131602163099</id><published>2011-10-28T18:21:00.003+02:00</published><updated>2012-01-02T09:09:38.350+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agenten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thriller'/><title type='text'>Gedöns: "Unknown Identity" (Unknown)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-RdPjFnjPAxQ/TqrWQip7iSI/AAAAAAAAM7U/Ahmm77Va02A/s1600/unknown.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-RdPjFnjPAxQ/TqrWQip7iSI/AAAAAAAAM7U/Ahmm77Va02A/s200/unknown.jpg" width="158" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Muss man im Grunde gar nicht viel zu sagen. Ein annährend dreistes &lt;i&gt;Bourne-Identität&lt;/i&gt;-Plagiat. Okay, die Dinge werden etwas anders aufgezäumt, aber die Strukturelemente sind die gleichen. Film-Deutschland ist ganz stolz: eine Babelsberg-Co-Produktion, die Berlin adäquat für internationale Leinwände als urbanen Raum aufbereitet. Professionell gemacht, aber nach hinten raus bedenklich wackelig. Eigentlich ein verzichtbarer Film, gäbe es da nicht eine hübsche kleine Szene zwischen Bruno Ganz und Frank Langella, die sich als Gegner aus dem Kalten Krieg noch mal gegenüberstehen. Der Rest ist Gedöns, das vom Feuilleton übermäßig aufgeblasen wurde.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-6655751131602163099?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6655751131602163099'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6655751131602163099'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/gedons-unknown-identity-unknown.html' title='Gedöns: &quot;Unknown Identity&quot; (Unknown)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-RdPjFnjPAxQ/TqrWQip7iSI/AAAAAAAAM7U/Ahmm77Va02A/s72-c/unknown.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1761445080911871779</id><published>2011-10-27T09:52:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:09:57.393+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Liebesdrama, Selbstzerstörung: "The Gorgon"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-ekLZ4pGHfWA/TqkMylW87dI/AAAAAAAAM7I/auCWQ8wMDbA/s1600/thegorgon.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-ekLZ4pGHfWA/TqkMylW87dI/AAAAAAAAM7I/auCWQ8wMDbA/s200/thegorgon.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Frühes 20. Jahrhundert in Pseudo-Deutschland. Im Städtchen Vandorf gibt es seit Jahren ungeklärte Morde, über die sich die Bewohner jedoch ausschweigen. Als ein weiteres Mädchen stirbt und ihr Liebhaber sich aufknüpft, reisen dessen akademischer Vater und später auch der Bruder an, um die Sache aufzuklären. Sie stoßen auf den Mythos der Gorgone Megaera, deren Geist sich in dieser Gegend offenbar immer wieder Frauenkörper sucht, um darin zu hausen. Und in Vollmondnächten schlägt sie dann zu und verwandelt ihre Opfer in Stein. Aber Nervenarzt und Vivisekteur Dr. Namaroff setzt alles daran, dass die Neuankömmlinge nicht dahinter kommen, in welcher Gestalt Megaera tagsüber herumläuft.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von 1964. Deutscher Titel: &lt;i&gt;Die brennenden Augen von Schloss Bartimor&lt;/i&gt;. Ein Schloss Bartimor gibt es weit und breit nicht, nur ein Schloss Borski, in dem die Gorgone umgeht und sich versteckt. Es verwundert wenig, dass dieses Gemäuer gewisse Ähnlichkeiten mit Schloss Dracula aufweist. Immerhin befinden wir uns in einem Hammer-Film.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;The Gorgon&lt;/i&gt; ist ein gescheitertes Experiment. Die Hammer-Standards werden angewandt auf ein Ungeheuer, das nicht aus dem europäischen Volksaberglauben, der romantischen oder viktorianischen Literatur stammt, sondern aus der griechischen Mythologie. Es wirkt in dieser spätromantischen Städtchen-und-Schloss-Phantasie demzufolge reichlich deplaziert. Warum der düstere Geist des Wesens sich ausgerechnet hier aufhält, was ihn überhaupt motiviert, wird uns verschwiegen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als sehr gelungen darf man hingegen die Anspielungen auf die griechische Tragödie bezeichnen. In seiner Struktur und seiner Figurenkonstellation ergibt der Film dann tatsächlich auch Sinn und spult ein langsames, aber mitleidloses Liebesdrama ab, in dem die Figuren nach einer Erfüllung streben, die nur in Selbstzerstörung enden kann. Am reizvollsten erscheint Vivisekteur Dr. Namaroff, Peter Cushing im unterdrückt manischen Frankenstein-Modus, dessen sachten Zudringlichkeiten seine Assistentin ständig ausweicht, weswegen er mal eben über die Gesichter der toten Mädchen auf seinem Pathologietisch streicheln muss.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;The Gorgon&lt;/i&gt; ist ein Produkt von Terence Fisher und somit per se elegant und als psychologische Schauererzählung angelegt, nicht als Comic. Aber das alles fällt eben auch ein bisschen lahm aus und zerredet. Das Ungeheuer ist hauptsächlich grün, die Effekte sind billig, wobei Fisher sie bis zum Schluss größtenteils raushält. Christopher Lee darf den Typwechsel zum guten, etwas zauseligen Prof. Meister nicht richtig auskosten, weil er erst spät ins Spiel kommt. Dafür können wir die beste aller Hammer-Darstellerinnen, Barbara Shelley, in ihrer zweitgrößten Rolle bewundern.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1761445080911871779?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1761445080911871779'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1761445080911871779'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/liebesdrama-selbstzerstorung-gorgon.html' title='Liebesdrama, Selbstzerstörung: &quot;The Gorgon&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-ekLZ4pGHfWA/TqkMylW87dI/AAAAAAAAM7I/auCWQ8wMDbA/s72-c/thegorgon.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4669367124268794513</id><published>2011-10-18T15:23:00.006+02:00</published><updated>2012-01-02T09:10:25.429+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Zeitverzögerte Invasion: "Quatermass and the Pit"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-PPgwv4OIXK8/Tp19Gh1dq6I/AAAAAAAAMoc/_T4bAsUxIzI/s1600/quatermass3.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-PPgwv4OIXK8/Tp19Gh1dq6I/AAAAAAAAMoc/_T4bAsUxIzI/s200/quatermass3.jpg" width="118" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bei Bauarbeiten in der Londoner U-Bahn entdeckt man zuerst uralte Skelette einer früheren, unbekannten Menschengattung und dann ein verschüttetes Raumschiff, welches das Militär in seiner kriminellen Sorglosigkeit für eine verirrte deutsche V2 von annodazumal hält. Aber Quatermass, der auf das Militär zur Zeit ohnehin nicht gut zu sprechen ist, weiß es besser. Und als man im Innern des Raumschiffs seltsame Insektenwesen findet und das Vehikel damit beginnt, in Vibrationen zu verfallen und den menschlichen Verstand zu verändern, wird es erwartungsgemäß heikel …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Deutscher Titel: &lt;i&gt;Das grüne Blut der Dämonen&lt;/i&gt;. Der dritte Quatermass-Film, der zehn Jahre (1967) nach dem zweiten Teil entstand. Wiederum ist es die Kinoversion einer BBC-TV-Serie aus der Feder von Nigel Keane. Regie führte die damalige Allzweckwaffe der Hammer Productions, Roy Ward Baker. Es ist nun alles in Farbe und verfügt über einen neuen Hauptdarsteller. Andrew Keir, ein Jahr zuvor der Abt in &lt;i&gt;Dracula: Prince of Darkness&lt;/i&gt;, gibt den Quatermass. Die von ihm im Dracula-Film noch entleibte Barbara Shelley ist jetzt die Assistentin. Beide überzeugen auf ganzer Linie. Ich mag Frau Shelley wegen ihrer anfangs zurückhaltenden, ladyhaften Art und wie sie plötzlich als Vampirin oder von Aliens besessene Assistentin jegliche Kontrolle verliert. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auch dies ist ein billiger Film mit knuffigen Tricks, die auf dem Niveau der 50er verblieben sind. Außenaufnahmen gab es so ziemlich gar keine. Die Straßenzüge um den U-Bahn-Schauplatz sind offensichtlich Studio. Mindestens zwei Drittel der Filmdramaturgie sind der Recherche gewidmet, laut der die verborgene Absturzstelle des Raumschiffs durch die gesamte Historie als „unheimlich“, „unheilig“ und „böse“ beschrieben wurde. Und nun kommt die Wissenschaft dahinter, warum das so ist: Invasion mit einer Zeitverzögerung von fünf Millionen Jahren.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Plot ist wunderliche Prä-Astronautik, aber ziemlich spannend und regelrecht ambitioniert. Ein massiver Fall von Prä-&lt;i&gt;Akte X&lt;/i&gt;, und &lt;i&gt;The Tommyknockers&lt;/i&gt; hat sich ebenfalls ungeniert hier bedient. John Carpenter benannte den Schauplatz von &lt;i&gt;In the Mouth of Madness&lt;/i&gt; nach der fiktiven U-Bahn-Station, in der sich hier die Aliens tummeln: Hobbs End.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kritik geübt wird diesmal an der Selbstherrlichkeit des Militärs. Gleich zu Anfang hebt der zivile Forscher Quatermass an zu einem doch sehr deutlich friedensbewegten Sermon, und die ganze Zeit über muss er sich mit einem schnöseligen Colonel in Gestalt Julian Glovers herumärgern – der am Ende zur Strafe gebraten wird. Recht so.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein echter Invasions-Klassiker, dessen Plot kaum Reibungsverlusten unterlag.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4669367124268794513?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4669367124268794513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4669367124268794513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/zeitverzogerte-invasion-quatermass-and.html' title='Zeitverzögerte Invasion: &quot;Quatermass and the Pit&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-PPgwv4OIXK8/Tp19Gh1dq6I/AAAAAAAAMoc/_T4bAsUxIzI/s72-c/quatermass3.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4492747164567008221</id><published>2011-10-15T09:32:00.004+02:00</published><updated>2012-01-02T09:10:49.491+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Abschöpfen der Geldmittel: "Quatermass 2"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-8hBwxgaRHg0/Tpk2MkzSfZI/AAAAAAAAMhA/UH4WfXiPdN8/s1600/Quatermass2.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-8hBwxgaRHg0/Tpk2MkzSfZI/AAAAAAAAMhA/UH4WfXiPdN8/s200/Quatermass2.jpg" width="151" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu Anfang muss Quatermass befürchten, dass die Regierung ihm das Budget für seine Forschungseinrichtung streicht. Bald stellt er fest, dass es da einen Zusammenhang gibt mit einem neuen, heißen Geheimprojekt, das auf dem flachen Lande existiert, in das alle Geldmittel fließen und das sogar seine heißgeliebte Mondbasis, die bislang nur als Modell existiert, geklaut und 1:1 umgesetzt hat. In der Region gehen ständig Meteoritenschauer nieder, und in der angeblichen Fabrik für synthetische Nahrung verschwinden allerlei Würdenträger auf offiziellen Führungen, um danach als glühende Befürworter des Projekts wiederzukehren. Als Quatermass mit einem M.P. dort auf Besichtigungstour geht, endet das für den neugierigen Abgeordneten tödlich, während der Wissenschaftler vor den bewaffneten Schergen fliehen kann. Schließlich kommt er im Zuge eines Arbeiteraufstands erneut aufs Gelände und entdeckt, welche monströsen Kräfte hier wirklich operieren.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wieder ein ausgesprochen tougher Invasionsfilm, der einigen heutigen Nachfolgern geradewegs den Schneid abkauft. Quatermass hat zwar seine herrische Art nicht verloren, wurde vom Drehbuch aber menschlicher gemacht und agiert zudem weniger als skrupelloser Gelehrter denn als Actionheld. Gedreht wurde größtenteils auf dem weitläufigen Gelände einer Raffinerie, die ganz gut die technische Umsetzung eines von Aliens und Bodysnatchers gefertigten Habitats darstellt – wobei ausgerechnet Quatermass’ Mondbasis als Vorbild diente. Nur werden die Kuppeln nicht mit Sauerstoff gespeist, sondern mit Methan, denn die fremde Lebensform verträgt die irdische Atmosphäre nicht. Und genau da kann Quatermass ansetzen, indem er an ein paar Reglern dreht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am bemerkenswertesten ist die Übernahme des amerikanischen Bodysnatcher-Motivs und wie es umgedeutet wird. Die Bedrohung kommt auch hier von innen, ist aber offenkundig keine Unterwanderung des Staats durch den Kommunismus, sondern viel eher eine industriell-faschistoide Machtübernahme, die sich alle Staatsebenen zunutze macht, alle Geldmittel abschöpft und sich eine eigene, schießwütige Miliz mit Gasmasken leistet. Beim Kampf gegen die Invasoren ist der Staat völlig nutzlos, und der Showdown wird eingeleitet von Arbeitern, die das Gelände stürmen, weil die Arbeitsbedingungen sie zunehmend aufbringen und weil sie keinesfalls wussten, dass sie für Aliens arbeiteten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Quatermass 2&lt;/i&gt; nimmt einiges vorweg. &lt;i&gt;Akte X&lt;/i&gt; ebenso wie Romeros &lt;i&gt;Crazies&lt;/i&gt;, Carpenters &lt;i&gt;They Live!&lt;/i&gt; und moderne Ideen zur Asteroidenabwehr. Ein ausgesprochen robuster, hochspannender SF-Action/Horror-Hybrid mit ‚linkem’ Subtext.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4492747164567008221?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4492747164567008221'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4492747164567008221'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/abschopfen-der-geldmittel-quatermass-2.html' title='Abschöpfen der Geldmittel: &quot;Quatermass 2&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-8hBwxgaRHg0/Tpk2MkzSfZI/AAAAAAAAMhA/UH4WfXiPdN8/s72-c/Quatermass2.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4631129840133913082</id><published>2011-10-15T09:27:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:12:24.336+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Popkultur: "Captain Kronos - Vampire Hunter"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-_ta1nqb5zzE/TpkzC1fwcCI/AAAAAAAAMg4/kqgllirYZfk/s1600/kronos.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-_ta1nqb5zzE/TpkzC1fwcCI/AAAAAAAAMg4/kqgllirYZfk/s200/kronos.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf Bitte eines alten Kriegskameraden kommt Hauptmann Kronos zusammen mit seinem buckligen Begleiter Professor Grost angereist, um in der Gegend nach dem Rechten zu sehen. Ständig werden hier junge Frauen ihrer Lebenskraft beraubt und sterben als Greisinnen. Kronos und Grost sind Vampirjäger und kennen sich aus mit den verschiedenen Unterarten der Phantome. Diese hier saugen kein Blut, sondern Lebenskraft, und sie operieren im hellsten Tageslicht. Die Nachforschungen lenken die Aufmerksamkeit der Vampirkiller auf das Adelsgeschlecht der Durwards, dessen beiden Sprösslinge liebreizend jung sind …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Captain Cronos&lt;/i&gt; ist das große Unikum im Oeuvre der Hammer Productions. Bei &lt;i&gt;Dracula A.D. 1972&lt;/i&gt; hatten die Verantwortlichen gesehen, dass ein kalkuliertes Anbiedern an die Schwingungen der Epoche nicht ausreichte, um den eigenen Output zu modernisieren und in ein neues Zeitalter hinüberzuretten. Es reichte nicht, die althergebrachte Struktur mit dem bewährten Team Cushing/Lee einfach mit ein paar Hippies zu verzieren und Schlösser, Klöster, Wälder und Wiesen durch das gegenwärtige London zu ersetzen. Zusammen mit Drehbuchautor/Regisseur Brian Clemens wurde ein Experiment erdacht, das die Standards weitgehend auflöste und eine hippe postmoderne Verwirbelung anstrebte. Ein Experiment, dem allerdings nicht alle Beteiligten gleichermaßen zugeneigt waren. &lt;i&gt;Kronos&lt;/i&gt;, als Serie angedacht, scheiterte an den Kassen, und alle weiteren Pläne mit ihm wurden gestrichen. Im Nachhinein ist es schwer zu sagen, ob eine Serie um den neuartigen Vampirkiller den endgültigen Untergang der Hammer Productions hätte verhindern können.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Captain Kronos&lt;/i&gt; greift in die Vollen und gerät dabei fast ein bisschen überladen, ausschweifend und beliebig im Vermischen von Stilen und Symbolen. Der Film verrührt Superhelden-Skizze, Gothic, Hippietum, Italowestern, Eastern, Mantel-und-Degen, Proto-Splatter sowie alte Hammer-Standards zu einem entzückenden Gebräu und markiert den Punkt, an dem der Vampirfilm endgültig zu Popkultur wird. Und er weist natürlich weit voraus in die Epoche von &lt;i&gt;Buffy &lt;/i&gt;oder &lt;i&gt;Blade&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es gehört zum bizarren Odeur des Films, dass jemand wie Horst „Bastian“ Janson in die Titelrolle schlüpfte, aber er war damals eben, wie viele andere auch, ein junger gutaussehender Nebendarsteller mit Ambitionen und wurde überall in Europa vorstellig. Janson weist eine gewisse Ähnlichkeit mit dem jungen Clint Eastwood auf und gönnt sich während des Films eine Menge Zigarillos. Wie er sich gleich in der ersten Einstellung einen Stumpen zwischen die Zähne klemmt, ja, das ist Signal genug. Aber diese Zigarillos enthalten „ein chinesisches Kraut“, das den Helden des Abends am Feuer in einen Zustand der Entspannung versetzt. Kronos hat ebenfalls eine Neigung zu Meditation und Zen-Buddhismus (was allerdings eher aussieht wie Hyperventilation), und neben einem Säbel schwingt er auch ein Samuraischwert. Und natürlich trägt er die blonden Haare deutlich länger als Eastwood, verdächtig viel länger. Zu Anfang befreit er eine von Spießern an den Pranger gestellte Zigeunerin („Ich habe an einem Sonntag getanzt“) und geht mit ihr fortan der freien Liebe im Heu nach. Die Dame wird verkörpert von Caroline Munro, der mit imposantem Abstand allerschönsten Frau der Welt, die kurz zuvor in &lt;i&gt;Dracula A.D. 1972&lt;/i&gt; noch das wildeste der Hippiemädchen war.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Captain Kronos trägt auf der Satteldecke ein Monogramm aus „C“ und „K“, das an ein Superhelden-Logo erinnert. Er schleppt – Batman lässt grüßen – ein kurz angerissenes Trauma mit sich herum, das in seinem Fall mit Vampiren zu tun hat. In wissenschaftlicher Hinsicht verlässt er sich auf seinen Gefährten, den buckligen Professor Grost, den er, ganz Humanist, gegen Mobbing verteidigt. Am Ende tritt er mit „dem Schwert Gottes“ an gegen den besten Fechter seiner Zeit, nun ein Untoter, und wird kurzzeitig zu Errol Flynn. Der Fechtkampf tänzelt und hechtet durch eine feudale Halle und um insgesamt vier mesmeristisch eingefrorene Nebenfiguren herum.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der visuelle Stil des Films ist eklektizistischer als jeder andere Hammer-Output, so sehr, wie das niedrige Budget es eben zulässt. Es sind Kameraperspektiven und schöne Kniffe drin, die es bei Hammer so nie gab. Alles ist weniger plüschig und studio-mäßig, sondern harsch und naturalistisch. Nebelschwaden gibt es gar keine. Die Friedhofsszenen sind von Sergio Corbucci und &lt;i&gt;Django &lt;/i&gt;abgeschaut, der entzückende Saloon-Shootout mit den Banditen ebenso, nur dass es hier eine Schänke ist und Kronos die Dinge mit dem Katana regelt. Ganz wie im Django-Universum: endlos lange Vorbereitung, blitzartige Aktion, endlos langes Niedersinken der Gegner. Nachteil der Szene: Ein famoser, populärer Darsteller wie Ian Hendry tritt viel zu früh ab, aber auch das gehört zu den ironischen, augenzwinkernden  Momenten des Films.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Erzählstrategie ist ambitionierter, verzögerter, durchbricht ständig die Standardisierung und konfrontiert den Zuschauer auch schon mal mit Rätseln, die nicht im gleichen Atemzug aufgelöst werden. Es flirrt, ohne jedoch konkret psychedelisch zu werden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Vampire sind anders, bedrohlicher, rätselhafter als sonst und betonen sowohl das alte Motiv des Inzests wie auch das von der „Rache des Adels“ sehr deutlich. Eine Hammer-interne Referenz an das Geschlecht der Karnsteins (die ‚lesbische’ Carmilla-Trilogie) verknüpft den Film mit der eigenen Tradition. Und es gibt am Ende einen für Hammer-Verhältnisse ungewöhnlichen Twist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Captain Kronos&lt;/i&gt; ist ein ungemein verspielter kreativer Outburst, der etwas am kleinen Budget, dem Freilichtmuseum-Charme, an einigen vertanen Chancen und am manchmal drögen britischen Frühsiebziger-Tempo kränkelt, aber er reißt einen heute vielleicht noch mehr vom Hocker als damals.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4631129840133913082?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4631129840133913082'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4631129840133913082'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/popkultur-captain-kronos-vampire-hunter.html' title='Popkultur: &quot;Captain Kronos - Vampire Hunter&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-_ta1nqb5zzE/TpkzC1fwcCI/AAAAAAAAMg4/kqgllirYZfk/s72-c/kronos.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-6173102681307309447</id><published>2011-10-14T09:22:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:11:42.202+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Psycho'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Schizo-Killer: "Frankenstein Created Woman"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-TzB0WH37M18/TpfiRw9x0cI/AAAAAAAAMgw/nwCVC3ia4bs/s1600/frankenstein.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-TzB0WH37M18/TpfiRw9x0cI/AAAAAAAAMgw/nwCVC3ia4bs/s200/frankenstein.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der junge Hans, Gehilfe von Baron Frankenstein, liebt die nette, verkrüppelte Wirtstochter Christina. Die wiederum wird von drei fiesen Dandys gemobbt. Als die drei Arschlöcher den Wirt umbringen, lenken sie den Verdacht auf Hans, der angeklagt wird und auf der Guillotine landet. Christina geht daraufhin ins Wasser. Baron Frankenstein und sein etwas wirrer Kollege Hertz gelangen in den Besitz beider Leichen, und Frankenstein transformiert Hans’ Seele in Christinas Körper, wobei er den Körper der Behinderten zugleich optimiert. Nachdem in Christina Hans’ Psyche wiedererwacht ist, schickt er den Körper der Freundin auf Rachefeldzug gegen die drei Stutzer, die an allem schuld sind …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der vierte Frankenstein-Film der Hammer Productions (1966). Deutscher Titel: &lt;i&gt;Frankenstein schuf ein Weib&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das schwarzromantische Gruselmärchen könnte von E.T.A. Hoffmann geschrieben worden sein und wird aufgerüstet mit dem damals in der Gegend herumschwirrenden Schizo-Killer-Motiv aus Blochs/Hitchcocks &lt;i&gt;Psycho&lt;/i&gt;. Bemerkenswert ist die Umkehrung des bekannten Musters. Körperlich versehrt ist Christina in ihrem ersten Leben, im zweiten ist sie strahlend schön. Die Verdrehung ist vielmehr psychischer Natur, wobei Christinas Verstand so lange ‚tabula rasa’ bleibt, bis Frankenstein mit psychologischen Experimenten beginnt, um Hans mit seinem alten Dasein zu konfrontieren. Das Dingsymbol Guillotine ist im Film unübersehbar, der damit verbundene grauslige Akt der Enthauptung ebenso. Angespielt wird zudem auf Mesmerismus, auf die alchemistische Vorstellung von Seelenverschmelzung und den mystischen Hermaphroditen, nur dass das Zwitterwesen des Films wenig esoterisch gerät, sondern sehr handfest. Christina spricht manchmal mit Hans’ Stimme, wie weiland Norman Bates mit der seiner Mutter sprach, und hält dabei den abgetrennten Kopf des Geliebten in Händen oder hat ihn auf einen Bettpfosten gesteckt. In Frankensteins Haushalt gibt sie nach wie vor die liebe, unbedarfte Kreatur, draußen in der Welt ist sie die ‚belle dame sans merci’.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Frankenstein Created Woman&lt;/i&gt; ist ein drolliges, schön ausgestattetes Motivgewirr, stellenweise ein bisschen gaga, an anderen Stellen nahezu schockierend in seiner bunten, lichtdurchfluteten Atmosphäre, die nichtsdestotrotz purer Gothic ist.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-6173102681307309447?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6173102681307309447'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6173102681307309447'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/schizo-killer-frankenstein-created.html' title='Schizo-Killer: &quot;Frankenstein Created Woman&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-TzB0WH37M18/TpfiRw9x0cI/AAAAAAAAMgw/nwCVC3ia4bs/s72-c/frankenstein.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-813787138379091496</id><published>2011-10-12T22:56:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:12:06.587+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Pioniertat: "The Quatermass Xperiment"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-zKXFieYVZNo/TpX9ejQNx2I/AAAAAAAAMfE/OmReAyqk5nM/s1600/quatermass.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-zKXFieYVZNo/TpX9ejQNx2I/AAAAAAAAMfE/OmReAyqk5nM/s200/quatermass.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Quatermass ist Wissenschaftler in britischen Diensten und hat freie Hand, dem Land im Kalten Krieg einen Vorteil zu verschaffen. Als eine Rakete aus seiner Fertigung mit drei Astronauten an Bord abstürzt, sind zwei der Männer verschwunden und der dritte apathisch und nicht mehr er selbst. Carroon wird wissenschaftlich untersucht, aber bevor man sich einen Reim machen kann auf die Veränderungen, die mit ihm vorgehen, flieht er mithilfe seiner Ehefrau. Carroon hat sich draußen im All ein Wesen eingefangen, das anderen Lebewesen das Blut aussaugt oder sie ganz absorbiert. Dabei wächst es, häutet sich regelmäßig, vermehrt sich und wird bald zu einer ernsten Bedrohung für London. Quatermass, sein Team und die Behörden starten eine hitzige Suchaktion.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der deutsche Titel lautet&amp;nbsp;&lt;i&gt;Schock&lt;/i&gt;. Der Film wurde in früheren Synchronisationen unvorteilhaft verfremdet. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf einer sechsteiligen TV-Serie von Nigel Kneale beruhend, war &lt;i&gt;The Quatermass Xperiment&lt;/i&gt; von 1955 der erste durchschlagende Kinoerfolg von Hammer Films und motivierte die Produzenten dazu, fortan stärker auf die phantastische Karte zu setzen, auf Horror und SF. Die Echos, die der Film hervorrief, hallten durch das ganze Alien-Invasions-Genre bis hin zu Carpenter, Scott, &lt;i&gt;The X Files&lt;/i&gt; (man beachte das X) und offensichtlichen Plagiaten wie &lt;i&gt;The Astronaut’s Wife&lt;/i&gt;. Zugleich bedient sich &lt;i&gt;Quatermass &lt;/i&gt;bei zeitgenössischen amerikanischen Monster- und Invasionsfilmen und sogar bei einem gewissen populären Monster aus dem Universal-Stall der 30er.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Regisseur Val Guest hält den garstigen kleinen S/W-Film in einem quasi-dokumentarischen, typisch britischen Stil, bei dem Geschehnisse zum Teil indirekt über Bildschirme oder Film-im-Film vermittelt werden. Das führt zu einem weitgehenden Verzicht auf melodramatische Elemente, zur Betonung nüchterner Fakten, zu einer Illusion von Objektivität, dem detaillierten Darlegen der Abläufe und heftigem Realismus, der damals schockierend gewesen sein muss. Und mitten hinein in diese ‚Objektivität’ schneidet plötzlich eine brillante subjektive Kamera, die John Carpenter vorwegnimmt. Die wenigen gefühligen Passagen übernimmt Carroons Ehefrau, während Richard Wordsworth sich bei der Darstellung des gequälten Carroon an Boris Karloffs Ungeheuer orientiert und dabei Großartiges leistet. Der Mann hat das volle Mitleid des Publikums. Zumindest so lange, bis er kein Mann mehr ist, sondern eine bizarre Mischung aus Nacktschnecke und Riesenkrake, die überall Schleimspuren hinterlässt und mitten in eine Live-Übertragung aus Westminster Abbey platzt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von höchstem Interesse ist die Figur Quatermass selbst. Von Anfang an tritt er als kaltherziger Kotzbrocken auf, und jedwede Kritik in fachlicher wie menschlicher Hinsicht perlt an ihm ab. Nachdem klar ist, was er da mit seinem Weltraumexperiment auf die Erde geholt hat, fügt er sich in die Abläufe und regelt die Affäre kompetent. Aber am Ende steht eine skandalöse Verhaltensweise. Statt sich in die für die Epoche so typische Demut zu fügen und vor den Gefahren losgelassener Wissenschaft zu warnen, sagt er auf die Frage „Und was jetzt?“ allen Ernstes: „Jetzt starte ich die nächste Rakete.“ Spricht’s und marschiert in einer denkwürdigen Einstellung einsam eine Straße herunter, die aus Dunkelheit und scharf abgegrenzten Lichtinseln besteht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;The Quatermass Xperiment&lt;/i&gt; ist eine echte Pioniertat.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-813787138379091496?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/813787138379091496'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/813787138379091496'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/pioniertat-quatermass-xperiment.html' title='Pioniertat: &quot;The Quatermass Xperiment&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-zKXFieYVZNo/TpX9ejQNx2I/AAAAAAAAMfE/OmReAyqk5nM/s72-c/quatermass.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5375212063963478619</id><published>2011-10-12T18:26:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:12:49.942+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Die berühmte Gastfreundschaft: "Dracula - Prince of Darkness"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-e5oHSFwjvqk/TpW92tSQNkI/AAAAAAAAMe8/f9csWU9PIOs/s1600/dracula-prince-of-darkness-dvd.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-e5oHSFwjvqk/TpW92tSQNkI/AAAAAAAAMe8/f9csWU9PIOs/s200/dracula-prince-of-darkness-dvd.jpg" width="142" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Reisen bildet“, sagt der etwas leichtfertige Engländer Charles Kent und kann die dunklen Vorahnungen seiner Schwägerin Helen absolut nicht verstehen: „Wenn’s nach dir ginge, würden wir noch in England herumhocken.“ Ihre Bildungsreise führt die beiden miteinander verwandten Ehepaare unter anderem durch die Karpaten, und genau da warnt Abt Sandor sie ausdrücklich davor, auch nur in die Nähe der Burg zu kommen. „Wo ist hier eine Burg?“, fragt Charles’ Bruder Alan. „Auf der Karte ist keine verzeichnet.“&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Natürlich landen die vier auf eben dieser Burg. „Die Gastfreundschaft meines Herrn ist berühmt“, meint Diener Klove. „Wo ist denn Ihr Herr?“ – „Er ist tot.“Nun, die Gastfreundschaft drückt sich dann darin aus, dass Klove in der Nacht Alan schlachtet und mit seinem Blut Dracula aus der Asche wiedererstehen lässt. Der Graf verwandelt Helen in einen Vampir und macht sich an die zweite Dame, Diana, heran. Sie und Charles können nach einigem Hickhack zu Abt Sandor entkommen, aber die Vampire und Klove gehen in die Offensive und verschaffen sich Zutritt zum Kloster. Dracula hat nicht vor, Diana noch mal entkommen zu lassen …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aus dem Jahr 1966 und der zweite Dracula-Film der Hammer Productions. Weil acht Jahre zwischen diesem und dem ersten Film lagen, wird zu Beginn der Showdown des Vorläufers noch mal rekapituliert. Deutscher Titel: &lt;i&gt;Blut für Dracula&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich sah diesen Film 1979 mit zwölf und seitdem nie wieder. Ich weiß noch, dass ich sehr beunruhigt war damals. Ich bin nun wieder sehr beunruhigt, denn &lt;i&gt;Prince of Darkness&lt;/i&gt; ist auf seine elegante Weise enorm grauslig. Der zweitbeste Hammer-Dracula nach dem ersten Teil. Die herzlich simple Geschichte gereicht dem Film zum Vorteil, denn er kann sich skrupellos auf Spannung, drollige Zwischentöne und Action konzentrieren. Mit Francis Matthews, Charles Tingwell, Barbara Shelley, Philip Latham und Andrew Keir stehen zudem äußerst solide Darsteller zur Verfügung. Keir ist als robuster Abt Sandor eine Bank und weist rein gar nichts von jener Lächerlichkeit auf, die hysterische Klerikale in späteren Hammer-Filmen so oft an den Tag legen. Ähnlich verhält es sich mit Latham, der Klove eine bedrohliche Höflichkeit und Zweideutigkeit verleiht, die anderen Diener-Figuren der Hammer Productions meist völlig fehlt. Shelley gibt als animalische Vampirin eine kurze Meistervorstellung des Bösen. Matthews ist einer der glaubwürdigsten jungen Helden der Serie und nicht so ein Bürschchen wie viele seiner Nachfolger in der Rolle. Christopher Lee übernimmt einen aktiven Part, ist bösartig, stumm, dämonisch, herrisch. Die Kulissen und Bauten sind großartig, die Tricks weitestgehend brillant, die Kamerafahrten und -bewegungen subtil, die Bildgestaltung metaphorisch. Und der Mord an Alan ist für die damalige Zeit komplett schockierend und monströs.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu verdanken ist dieses prachtvolle, bleibende Stück Gruselnostalgie hauptsächlich Hammers Star-Regisseur Terence Fisher und Kameramann Michael Reed, die auf den Punkt genau arbeiten und keinerlei Redundanzen und Leerlauf zulassen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5375212063963478619?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5375212063963478619'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5375212063963478619'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/die-beruhmte-gastfreundschaft-dracula.html' title='Die berühmte Gastfreundschaft: &quot;Dracula - Prince of Darkness&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-e5oHSFwjvqk/TpW92tSQNkI/AAAAAAAAMe8/f9csWU9PIOs/s72-c/dracula-prince-of-darkness-dvd.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1348106792596287765</id><published>2011-10-11T12:27:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:13:10.144+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Burg vernagelt, Vampir auf Reisen: "Dracula Has Risen From the Grave"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-eXAX76PW69o/TpQTelf_bnI/AAAAAAAAMa8/5tBKH33PKws/s1600/Dracula+Has+Risen+From+The+Grave.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-eXAX76PW69o/TpQTelf_bnI/AAAAAAAAMa8/5tBKH33PKws/s200/Dracula+Has+Risen+From+The+Grave.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Irgendwie ist Monsignore Müller an seinen Problemen selbst schuld. Was muss er auch Draculas Burgtor mit einem Kruzifix vernageln, so dass der soeben aus dem Eis erweckte Graf nicht mehr hineinkommt? Also macht sich der Vampir einen schwachen Priester zu willen und folgt dem Monsignore ins romantische Städtchen Keinenberg. Dort versteckt er sich in der Kanalisation unter der Bäckerei und schleicht sich erst an die Schankmagd heran und dann an die Nichte des Monsignore, Maria, die er zu seiner Burg entführt, um sie in eine Untote zu verwandeln. Aber Paul, Marias Freund, will da noch ein Wörtchen mitreden, galoppelt hinterher und stellt den Grafen vor dem Burgtor.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Deutscher Titel: &lt;i&gt;Draculas Rückkehr&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Film von 1968 ist der dritte Christopher-Lee-Dracula und zieht einen mit seinem psychedelischen Blutbahnen-Vorspann sofort auf seine Seite. Dazu dräut James Bernards Soundtrack gar finsterlich. Und auch die Anfangspassagen geraten vorzüglich mit ihrem Geraune von düsterem Aberglauben und den bedrückten, ängstlichen Dörflern. Als die Sache sich nach Keinenberg verlagert, schlafft sie jedoch ab. Die romantisch verwinkelte Kulisse und die Szenen auf den Dächern sind zweifellos großartig, allerdings hält der Film sich arg lange auf mit dem Beziehungsgeplänkel zwischen Paul und Maria, wobei Paul eine Art Psychogramm verpasst bekommt als ambitionierter, etwas außenseiterischer Bäckergeselle und Atheist (!), der dem Alkohol mehr zuspricht, als gut für ihn wäre. Mit dem Onkel seiner Braut, dem Monsignore gerät er wegen seines Atheismus in Konflikt. Am Ende, nachdem er Dracula erledigt hat, erkennt er die Werthaftigkeit des Christentums an und schlägt rasch ein Kreuz. Maria ist das übliche unschuldige Blondchen und operiert meistens auf Autopilot. Die dralle Schankmagd Sina wirkt da schon lebendiger. Bemerkenswerterweise saugt Dracula sie nicht einfach nur aus, sondern macht sie zum Vampir – offenbar konnte er sich angesichts ihres Dekolletés nicht recht beherrschen –, und muss seinem Diener, dem Priester, auftragen: „Destroy her!“ So landet Sina dann im Backofen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie so oft erweist sich der Loyalitätskonflikt des Dieners als vitaler Bestandteil des Films. Der namenlose Priester muss Dinge tun, die seinen ureigenen Auffassungen krass widersprechen, und läuft deswegen den ganzen Film über herum, als lasteten Bleigewichte auf seinen Schultern.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit Dracula darf man diesmal auch Mitleid haben. Wie er da so in der Kanalisation herumsteht und von unfähigen Dienern abhängig ist, das ist kein schönes Bild. Die Reiseszenen mit der Beerdigungskutsche sind zwar schön manisch und rasant, aber der stolze Vampir wirkt doch ein bisschen verloren in der Landschaft. Und den Sarg hat er unterwegs auch klauen müssen, laut Aufschrift lag in ihm zuvor „Gisela Heinz 1885-1905“. Wenn das nicht die Talsohle der Vampirexistenz ist. Am Schluss läuft er dann wieder zur alten Form auf, zieht aber in einem der kürzesten Showdowns der Reihe den Kürzeren gegen Paul und wird dabei von eben jenem Kruzifix aufgespießt, das der Monsignore anfangs am Burgtor aufgestellt hatte. Hier fließen erstmals seit dem Filmbeginn wieder ein paar Hektoliter Hammer-Filmblut: eine der besten Vampirvernichtungsszenen der Horrorfilmgeschichte.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Dracula has Risen from the Grave&lt;/i&gt; erlaubt sich einige Widersprüche in punkto Vampirmythos. Dracula liegt im Eis, also im Wasser. Geht das überhaupt? Egal. Nach der Auferstehung spiegelt er sich in der Wasseroberfläche. Egal. Warum das Kruzifix am Burgtor ihn so schockt, ist auch nicht so ganz einsichtig. Wieso nimmt er nicht den Hintereingang oder kraxelt irgendwo eine Wand herauf? Das hat er in anderen Filmen ja auch gemacht. Egal. Außerdem muss neuerdings gebetet werden, während dem Vampir der Pflock durchs Herz getrieben wird. Das war früher auch nie so.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Film bietet ein gemischtes Vergnügen. Am Anfang und am Ende klassisch großartig, in der Mitte etwas zu banal. Aber wegen der schönen Kulissen, der tollen Ausstattung (original deutsche Bierschilder!) und allerhand deutscher Folklore aus dem Mund von Engländern („A schnaps bitte!“) eindeutig ein Gewinn.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1348106792596287765?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1348106792596287765'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1348106792596287765'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/burg-vernagelt-vampir-auf-reisen.html' title='Burg vernagelt, Vampir auf Reisen: &quot;Dracula Has Risen From the Grave&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-eXAX76PW69o/TpQTelf_bnI/AAAAAAAAMa8/5tBKH33PKws/s72-c/Dracula+Has+Risen+From+The+Grave.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7316583763490816521</id><published>2011-10-10T17:25:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:13:41.342+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Psycho'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Der Doktor hat eine Schwester: "Dr. Jekyll &amp; Schwester Hyde" (Dr. Jekyll &amp; Sister Hyde)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-bx3KxKZPsmw/TpMM_gHeYHI/AAAAAAAAMa4/SnAHDDYJMUQ/s1600/dr_jekyll_schwester_hyde.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-bx3KxKZPsmw/TpMM_gHeYHI/AAAAAAAAMa4/SnAHDDYJMUQ/s200/dr_jekyll_schwester_hyde.jpg" width="142" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dr. Jekyll forscht in Gaslicht-Atmosphäre am „Elixier des Lebens“ und benötigt dazu weibliche Hormone. Weil Frauen ja so schöne Haut haben und ihnen die Haare nicht ausfallen. Als der städtische Leichenbeschauer kein Material mehr liefern kann, wendet sich Jekyll an die Leichendiebe und Mörder Burke und Hare. Die aber werden bald vom Mob gelyncht, weswegen der Doktor im Stadtteil Whitechapel selbst die Klinge wetzen muss. Beim Selbstversuch mit dem Elixier verwandelt sich Jekyll in eine Frau – die sich den Nachbarn gegenüber als seine Schwester Mrs. Hyde („eine Witwe“) ausgibt. Während die nette Susan aus der Wohnung oben ganz vernarrt ist in den Doktor, begehrt ihr Bruder die rassige Mrs. Hyde. Bald schleicht Jekyll in Hydes unverdächtiger Gestalt zu seinen Morden, aber Mrs. Hyde gefällt das alles so gut, dass sie zur dominanten Person wird und Jekyll nicht mehr rauslassen will.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Angeschaut wurde die deutsche DVD in 4:3-Format, ohne Originaltonspur und mit mäßiger Bildqualität in den (dominierenden) Nacht- und Straßenszenen. FSK18, man glaubt es kaum.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach &lt;i&gt;The Two Faces of Dr. Jekyll&lt;/i&gt; (&lt;i&gt;Schlag 12 in London&lt;/i&gt;, 1960) ist dieser Film von 1971 erst die zweite Verwurstung des Jekyll/Hyde-Stoffs durch die Hammer Productions. Und diesmal geht es richtig ab. Nebelschwaden, klappernde Schritte auf Kopfsteinpflaster, durch die Gassen hallende Lieder und Drehorgeln (bei Nacht!), aufblitzende Klingen, blutspritzende Morde, gellende Schreie, ein blinder, allgegenwärtiger Zeuge mit verspiegelter Sonnenbrille, betrunkene Nutten und Schläger, ein leicht bis mittelschwer nekrophiler Leichenbeschauer, mittendrin das Laboratorium eines autistischen Wissenschaftlers und Sozialkrüppels, während oben im ersten Stock die allzu nette Susan gar nichts rafft und ihrem Bruder angesichts von Frau Hyde das Wasser im Mund zusammenläuft. Die Geschlechter oszillieren beeindruckend rasant, und die großzahnige, langfingrige und mit den höchsten Wangenknochen der westlichen Hemisphäre gesegnete Martine Beswick ist das ideale Raubtier, das Frauen ersticht und vor Männern lasziv das Korsett öffnet – um sie dann ebenfalls zu erstechen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf reichlich dreiste Art werden die historischen Leichendiebe Burke und Hare (Edinburgh, 1820er) ebenso wie Jack the Ripper in den dunklen Gaslicht-Kosmos eingeführt, und wir haben es mit dem einzigen Film der Welt zu tun, der die Ripper-Morde einem in eine Frau verwandelten Mad Scientist zuschreibt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Transgender-Idee ist ebenso sinnfällig wie großartig und bietet die Möglichkeit, ein bisschen plakative Homoerotik und etwas Brutalo-Feminismus (das Ausdrücken des Zigarillos!) anzubringen und zugleich eine Londoner Frühsiebziger-Gegenwart zu kommentieren, in der sich das Androgyne (oder wie man heute sagt: das Metrosexuelle) in Kunst- und Pop-Kreisen so langsam Bahn brach, das Bürgertum verwirrte und die Jugendlichen begeisterte. Wer ist nun was und will was sein?&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aber Jekylls dramatischer Kampf gegen sich selbst und die einmal erweckten Kräfte sind nicht nur ein poppiger Spaß, sondern auch Pubertätsmetapher, Coming-out-Notstand und Psycho-Tragödie. Der Film bemüht sich durchaus, das Transgender-Thema nicht nur effektvoll auszuschlachten, sondern ihm und denen, die es betrifft, gerecht zu werden. Natürlich ist es eine für den Horrorfilm typische Moral- und Strafgeschichte („Pfusche nicht an der Natur herum!“), aber Brian Clemens’ Drehbuch und Roy Ward Bakers Regieeinfälle schreiben sie durchweg als tragisches Faszinosum.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7316583763490816521?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7316583763490816521'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7316583763490816521'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/der-doktor-hat-eine-schwester-dr-jekyll.html' title='Der Doktor hat eine Schwester: &quot;Dr. Jekyll &amp; Schwester Hyde&quot; (Dr. Jekyll &amp; Sister Hyde)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-bx3KxKZPsmw/TpMM_gHeYHI/AAAAAAAAMa4/SnAHDDYJMUQ/s72-c/dr_jekyll_schwester_hyde.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-2671965663447262119</id><published>2011-10-10T10:26:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:13:59.397+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Zeitgeist! Brüste!: "Lust For A Vampire"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-YaXFn0fdNEo/TpKqvxNY4_I/AAAAAAAAMao/1kTB6zMAXg0/s1600/vampire+lovers.jpeg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-YaXFn0fdNEo/TpKqvxNY4_I/AAAAAAAAMao/1kTB6zMAXg0/s200/vampire+lovers.jpeg" width="130" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Steiermark, 1830. Den englischen Schriftsteller Lestrange verschlägt es ans Mädcheninternat im Schatten der verlassenen Burg Karnstein, wo er sich umgehend in den Neuzugang Mircalla Herritzen verliebt. Aber die junge Frau ist in Wirklichkeit Carmilla Karnstein, die von Gräfin und Graf (im ersten Film war er noch der namenlose „Man in Black“) mittels eines Blutrituals wieder auf die feine Gesellschaft losgelassen wird. Und während sie sich durch die Mädels des Internats schlabbert und dabei Spuren und neugierige Mitwisser beseitigt, gerät sie aufgrund der standhaften Liebesbeteuerungen Lestranges durchaus ins Wanken und verliebt sich in ihn, einen Menschen. Das können Graf und Gräfin, die Marionettenspieler im Hintergrund, aber nicht dulden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der deutsche Titel &lt;i&gt;Nur Vampire küssen blutig&lt;/i&gt; ist gar nicht so verkehrt, suggeriert er doch genau die Schmonzette, die &lt;i&gt;Lust For A Vampire&lt;/i&gt; ist. Der zweite Teil der Karnstein-Trilogie gerät aufwendiger als der erste und dynamischer, setzt ganz klar auf Softsex und löst das ein, was der erste Teil schon versprach, aber glücklicherweise nur zögerlich lieferte. Zu Anfang ahnt man Schlimmes, denn wenn eine Heerschar wohlgewachsener junger Internatsdamen in angeblich römischen Gewändern auf der Wiese dem Ausdruckstanz huldigt und die Herren daneben stehen und auf lange Beine und wogende Busen stieren, dann fühlt man sich doch tatsächlich angemessen vorbereitet auf einen Frühsiebziger-Sexfilm. Unmittelbar darauf, sozusagen als Bestätigung, halten die Mädels vor dem Zubettgehen in hoher Frequenz nackte Brüste und Schenkel in die Kamera, und ein bisschen gestreichelt und geknutscht wird auch.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann flutet aber kurzzeitig der Vampirfilm zurück, um bald darauf durch Schmonzes ersetzt zu werden, dessen absoluter Tiefpunkt eine Liebesszene zu kitschigen Schlagerklängen ist. Am Ende haben wir eine hysterische „Mob-stürmt-die-Burg-Sequenz“, die Kulissen und Einstellungen aus &lt;i&gt;Scars of Dracula&lt;/i&gt; zweitverwertet.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das dänische Model und TV-Sternchen Yutte Stensgaard als Carmilla hat Ingrid Pitts Darstellung aus dem ersten Film kaum etwas entgegenzusetzen und ist in erster Linie ein hübsch anzusehendes Nichts, ein reines erotisches Schmachtobjekt. Die Darstellung des „Grafen“, der zuvor noch der „Man in Black“ war, gerät zum Totalausfall. Schauspieler Mike Raven weist große Ähnlichkeit mit Christopher Lee auf, aber seine Interpretation ist nicht mal unfreiwillig komisch, sondern komplett daneben.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was man &lt;i&gt;Lust For A Vampire&lt;/i&gt; zugute halten kann, ist, dass er die Fremdsteuerung Carmillas noch stärker veranschaulicht als der erste Film und sie in tragische Liebesnöte bringt. Nutzt nur alles nichts, wenn es erzählerisch und darstellerisch derart versiebt wird.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Film aus der Niedergangsphase, in der die Hammer Productions sich mit dem Zeitgeist verbündeten und dabei nur belegten, wie anachronistisch sie damals schon waren.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-2671965663447262119?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2671965663447262119'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2671965663447262119'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/zeitgeist-bruste-lust-for-vampire.html' title='Zeitgeist! Brüste!: &quot;Lust For A Vampire&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-YaXFn0fdNEo/TpKqvxNY4_I/AAAAAAAAMao/1kTB6zMAXg0/s72-c/vampire+lovers.jpeg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3123404287176059513</id><published>2011-10-10T10:18:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:14:17.067+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Tragische Lesbe: "The Vampire Lovers"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-eZ_8y5N2YgE/TpKn22ZrHPI/AAAAAAAAMak/97AzqMjIo7Y/s1600/vampire+lovers.jpeg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-eZ_8y5N2YgE/TpKn22ZrHPI/AAAAAAAAMak/97AzqMjIo7Y/s200/vampire+lovers.jpeg" width="130" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unter verschiedenen Namen, die jeweils Anagramme voneinander sind, macht sich ein weiblicher Vampir aus dem Geschlecht der Karnsteins über die Höhere-Töchter-Population der Steiermark her. Zuerst ist die Tochter von General von Spielsdorf dran, danach Emma, rehäugige Tochter des hier weilenden Engländers Morton. Aber wackere Hausangestellte, der Doktor und hinzugerufene Vampirjäger durchschauen die Strategie der „besten Freundin“ und machen sich daran, das Wesen zu vernichten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als die Softsex-Welle über das Verbreitungsgebiet schwappte, konnten die Hammer Film Productions sich dem natürlich nicht entziehen, zumal die eigenen Stoffe ja schon immer eine erotische Komponente aufgewiesen hatten und die Kamerapositionen die Damen traditionell ins rechte Licht rückten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In Deutschland war man nicht recht auf Zack und gab dem Lesbendrama, das lose auf Le Fanus Novelle &lt;i&gt;Carmilla &lt;/i&gt;beruhte, den nichtssagenden Titel &lt;i&gt;Gruft der Vampire&lt;/i&gt;. Vielleicht auch gut so, denn &lt;i&gt;Vampire Lovers&lt;/i&gt; ist trotz der kalkulierten Nackedei-Einlagen in erster Linie Vampirfilm und zudem einer der besten im Hammer-Repertoire.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das liegt hauptsächlich daran, dass das Kammerspiel sich Zeit nimmt, die Strategie der Vampirin darzulegen und sie dabei als intelligentes, fühlendes Wesen zu umschreiben. Marcilla/Carmilla/Mircalla Karnstein ist eine Melancholikerin, die den Tod bringt und dennoch von ihm und seiner Ästhetik abgestoßen wird. Fräulein Karnstein liebt viel eher das Leben und die Liebe, und es ist ziemlich offensichtlich, dass sie ihre weiblichen Opfer schätzt, denn sie geht sehr zärtlich mit ihnen um. Ingrid Pitt verleiht der Figur eine ungeahnte Tiefe, und ihre poetische Ausdeutung hinterlässt wesentlich mehr Eindruck als die paar braven Nacktszenen, die den Film angeblich zum Skandal machten. Die gefährlich aussehende, katzenhafte Pitt zusammenzubringen mit der naiven, mädchenhaften Madeline Smith (als Emma Morton), die stets aussieht wie ein Reh im Scheinwerferlicht, ist ein schöner Besetzungscoup. Ein weiteres, mysteriöses Element stößt hinzu, denn es treten regelmäßig zwei Randfiguren auf, die Carmilla fremdsteuern und sie und ihr Tun überwachen. Die „Gräfin“ führt sie in die besseren Kreise ein, und der „Man in Black“ überwacht sie von seinem Rappen aus und befindet sich immer in Sichtweite. Carmilla ist also nicht Herrin ihrer selbst, sondern die Marionette sinistrer, vielleicht sogar politisch denkender Vampirmächte. Was&amp;nbsp;&lt;i&gt;The Vampire Lovers&lt;/i&gt;&amp;nbsp;nicht nur ein bisschen zusätzliche Tragik verleiht, sondern die Geschichte auch zu einer kleinen Gesellschaftsmetapher macht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Lyrische Gothic-Einstellungen mit einer verhüllten Vampirin, die beinahe durch die Nebel tanzt, sowie zwei drastische Enthauptungen halten den Zuschauer ebenso bei Laune. Francis Ford Coppola hat sich für sein eigenes &lt;i&gt;Dracula&lt;/i&gt;-Update hier ausgiebig bedient.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3123404287176059513?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3123404287176059513'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3123404287176059513'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/tragische-lesbe-vampire-lovers.html' title='Tragische Lesbe: &quot;The Vampire Lovers&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-eZ_8y5N2YgE/TpKn22ZrHPI/AAAAAAAAMak/97AzqMjIo7Y/s72-c/vampire+lovers.jpeg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3520800839076994743</id><published>2011-10-09T10:07:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:14:40.728+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Hippie-Poser: "Dracula A.D. 1972"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-b9yEnN3IA7I/TpFTVBd_G-I/AAAAAAAAMag/ivdNLrRMs3w/s1600/draculaAD1972.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-b9yEnN3IA7I/TpFTVBd_G-I/AAAAAAAAMag/ivdNLrRMs3w/s200/draculaAD1972.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1872 kam Lawrence van Helsing zu Tode, als er in London Dracula auslöschte. Ein Diener rettete den Ring und die Asche des Vampirs und begrub sie nicht weit entfernt von van Helsing. Genau hundert Jahre später will Dracula sich an den van Helsings rächen und beauftragt einen Nachkommen eben jenes damaligen Dieners mit der eigenen Wiedererweckung. Und Johnny Alucard (man lese den Namen rückwärts, schuhu), ein geckenhafter Pop-Prinz im Hippie-Stadtteil Chelsea, zieht seine ahnungslose Clique junger, leichtlebiger Hippie-Poser heran, um ihm und Dracula zu willen zu sein. Zu den jungen Leuten gehört auch Jessica van Helsing, Urenkelin von Lawrence und primäres Opfer Draculas. Aber sowohl die Polizei wie auch Jessicas besorgter Großvater, Okkultismusexperte Lorimar van Helsing, setzen sich auf Alucards und damit Draculas Spur.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Deutscher Titel: &lt;i&gt;Dracula jagt Mini-Mädchen&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Köstlich. Die Hammer Productions erweitern auf ausgesprochen durchsichtige Weise ihr Spektrum und machen plötzlich Gegenwartsfilme. Zu einem hitzigen, Lalo-Schifrin-artigen Großstadt-Soundtrack (Michael Vickers) mit kalkuliertem Hipness-Faktor schleicht der etwas hilflos wirkende Graf nun um die jungen Pop-Dinger herum. Die Serie ist in Swinging London gelandet, und man kann ihr dabei zusehen, wie sie sich selbst und ihre eigenen Anachronismen überdenkt. Das kann nur unterhaltsam in die Hose gehen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die „Mini-Mädchen“ aus dem deutschen Titel blieben den Dreharbeiten bedauerlicherweise fern, aber es gibt zu Beginn immerhin Hotpants und Bauchfrei zu bestaunen. Besonders die anfängliche Party ist grobschlächtige Bürgerschreck-Satire unter Rockmusik-Beschallung, mit der das junge Publikum gelockt werden soll. Im langjährigen Hammer-Fan stauen sich hingegen kurzzeitig die Säfte, weil er glaubt, Dracula sei nun endgültig zu Satire verkommen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dann ändert sich aber der Tonfall, und es wird ernst. Peter Cushing warnt seine Enkelin, dass man mit dem Okkulten nicht spielt. Die will aber nicht hören. Bah, altes Zeug, bestenfalls geeignet zur Zerstreuung einer hedonistischen Jugend auf der Suche nach dem nächsten Kick. Aber Obacht! Jessica ist noch nicht gänzlich verloren. Sie säuft nicht, kifft nicht, vögelt nicht, sondern knutscht bloß mit ihrem Freund in dessen bemaltem Citroen Dyane, einem Pseudo-2CV. Geschnäbelt wird in der Waschstraße, denn anderswo geht es offenbar nicht. Johnny Alucard möchte das ändern. Er ist der byronische Extremist und Schwarzromantiker in Rüschenhemd und mit Stutzer-Hut. Die Schwarze Messe, in der er Dracula erweckt, ist aufgrund Christopher Neames engagiertem Schauspiel, der psychedelischen Musikuntermalung und vor allem wegen Caroline Munros Dekolleté der absolute Bringer. Der Rest des Films besteht aus kriminalistischen Ermittlungen, gebleckten Fangzähnen über Rollkragenpullis, einer sklapstickhaften Vampir-Selbstvernichtung in der Badewanne und Stephanie Beachams Brüsten. Und natürlich dem obligatorischen Endkampf zwischen dämonischem Eros (Lee) und hagerer Askese (Cushing), der in der ebenso obligatorischen Pfählung und ekligen Desintegration des Vampirgrafen mittels althergebrachter Überblendungstricks endet. Stephanie Beacham bleibt Jungfrau in Unschuldsweiß, denn der Graf ist tot, Alucard ist tot, und ihr Freund ist auch tot.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein großartiges Zeitdokument, dessen Blutfaktor sich ziemlich in Grenzen hält, hatte &lt;i&gt;Scars of Dracula&lt;/i&gt; doch kurz zuvor bewiesen, dass mehr Gemetzel nicht gleichbedeutend ist mit mehr Einnahmen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3520800839076994743?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3520800839076994743'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3520800839076994743'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/hippie-poser-dracula-ad-1972.html' title='Hippie-Poser: &quot;Dracula A.D. 1972&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-b9yEnN3IA7I/TpFTVBd_G-I/AAAAAAAAMag/ivdNLrRMs3w/s72-c/draculaAD1972.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3545358270081059900</id><published>2011-10-09T09:52:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:15:03.699+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Ratlos: "Scars of Dracula"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-PvvhbqtrbnM/TpFRBBsG3AI/AAAAAAAAMac/gbnrXhn6d-0/s1600/scars-of-dracula-dvd.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-PvvhbqtrbnM/TpFRBBsG3AI/AAAAAAAAMac/gbnrXhn6d-0/s200/scars-of-dracula-dvd.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;19. Jahrhundert, irgendwo in Pseudo-Österreich. Auf der Flucht vor dem Gesetz verschlägt es den Hallodri Paul ins Vampirland, wo er verschollen geht. Sein Bruder Simon und dessen Freundin Sarah sehen nach dem Rechten, landen unter mürrischen Dörflern und schließlich im Schloss des Grafen Dracula. Der ist nach der Feuersbrunst, welche die Dörfler in seinem Gemäuer angerichtet haben, dankbar für das frische Blut. Als unerwarteter Gegner für den sinistren Grafen erweist sich aber sein eigener Diener Clove, der sich in die holde Sarah verguckt hat und sie vor dem Zugriff des Vampirs retten will.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Deutscher Titel: &lt;i&gt;Dracula – Nächte des Entsetzens&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit &lt;i&gt;Scars of Dracula&lt;/i&gt; von 1970 sinkt der Stern von Hammers Dracula-Serie. Der Film wirkt ratlos und steif. Die Effekte und Hintergründe sind billig, es gibt allerhand Kontinuitätsprobleme sowie ungünstige Veränderungen des Tonfalls, der von komödiantisch-burlesk über altbacken-gruselig bis bizarr reicht. Christopher Lee hat mehr Auftritte als in den anderen Filmen, schaut aber meistens verwirrt drein. Die Story wurde lieblos und willkürlich zusammengeschnürt und kommt alles andere als folgerichtig daher. Allein schon die Art, wie es Paul zu Anfang in Draculas Herrschaftsbereich trägt, ist an Einfallslosigkeit kaum zu überbieten. Am reizvollsten erweist sich indes das Geschehen um Diener Clove, der zwischen der Loyalität zu seinem sadistischen Herrn und dem fast zärtlichen Anhimmeln der blonden Sarah (bzw. ihres Foto-Porträts, in dessen Besitz er geriet) schwankt und beim Zuschauer ein gewisses Quentchen Mitleid weckt. Selbstverständlich segelt er am Ende schreiend über die Zinnen, denn trauen kann man ihm nun mal nicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Produktion weiß offenbar selbst um all die Schwächen und geht in die Offensive mit Sex und Gewalt. Nun ja, der Sex hält sich in engen Grenzen. In einer boulevardartigen „Flüchtender Liebhaber“-Sequenz gibt es etwas nackte Haut, ein bisschen weibliche Brust und allerhand Hintern zu sehen, ansonsten haben wir es aber nur wieder mit den handelsüblichen Hammer-Dekolletées zu tun, mit lustvoll dargebotenen Hälsen und einmal mit der expliziten Aufforderung einer Dame an den Galan: „Love me! Love me!“ Das tut der Galan, aber wir bekommen es nicht mit, sondern sehen die beiden erst wieder am Morgen danach.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was jedoch sehr wohl auffällt an&lt;i&gt; Scars of Dracula&lt;/i&gt;, ist die Überbetonung des Gewaltfaktors. Der Film firmiert bei manchen gar unter der Bezeichnung Splatter. Ein Blutbad an Frauen in einer Kirche, eine Leiche am Fleischerhaken, ein heftiges, explizites Erstechen, ein angedeutetes Zerstückeln, das Zerfleischen eines Gesichts, Folter mit glühender Klinge, langsames Verbrennen und ein paar weitere ausgewiesene Sadismen. Ja, hier geht es durchaus robust zu, und es waren die Maskenbildner, die am meisten zu tun hatten. Andere Mitglieder des Filmteams ließen derweil etwas zu oft die Beine baumeln.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Scars of Dracula&lt;/i&gt; war ein Misserfolg und beendete die klassische Dracula-Serie, die in Schauerkulissen des 19. Jahrhunderts spielte.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3545358270081059900?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3545358270081059900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3545358270081059900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/ratlos-scars-of-dracula.html' title='Ratlos: &quot;Scars of Dracula&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-PvvhbqtrbnM/TpFRBBsG3AI/AAAAAAAAMac/gbnrXhn6d-0/s72-c/scars-of-dracula-dvd.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-6276801901746144501</id><published>2011-10-07T19:38:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:15:36.967+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>Alles nur geklaut: "Planet der Vampire" (Terrore nello spazio)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Nfghk7zOX40/To83RYWU5zI/AAAAAAAAMaY/MTrPYgH9_4o/s1600/planet-der-vampire.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-Nfghk7zOX40/To83RYWU5zI/AAAAAAAAMaY/MTrPYgH9_4o/s200/planet-der-vampire.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Raumschiffe „Argos“ und „Galliot“ landen auf dem unwirtlichen Planeten Aura, weil ein Funksignal sie dorthin gerufen hat. Kaum angekommen, gehen die Crewmitglieder aufeinander los, und viele sterben. Die Überlebenden sehen sich bald konfrontiert mit den Einheimischen und dem Grund des Funksignals: Die Geistwesen übernehmen menschliche Körper, auch tote, und wollen die Raumschiffe dazu benutzen, ihre Welt zu verlassen und den Heimatplaneten der Raumfahrer anzusteuern und zu unterjochen. Und ganz am Ende wartet noch eine kleine Überraschung … har, har!&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hört sich nach einer &lt;i&gt;Star Trek&lt;/i&gt;-Folge an, ist aber Mario Bavas legendärer SF/Horror-Hybrid von 1965. Viele bezeichnen &lt;i&gt;Planet der Vampire&lt;/i&gt; als direkte Inspirationsquelle von &lt;i&gt;Alien&lt;/i&gt;. Ridley Scott und Autor Dan O’Bannon behaupteten steif und fest, den Film damals nicht auf dem Radar gehabt zu haben. Angesichts der frappanten Ähnlichkeiten zwischen den Werken kann man den Aussagen der beiden jedoch kaum Glauben schenken.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es beginnt schon mit der ersten langen Einstellung und Kamerafahrt: ruhige, professionelle Geschäftigkeit an Bord der „Argos“. Keine Hektik, keine Hysterie. Leute in Raumfahrerkleidung gehen ihrem Job nach und vermitteln durch die Dialoge dem Zuschauer die Lage. Dann geht es hinab zum öden Planeten Aura. Die Landung und wie das Raumschiff dort dann zwischen Felsen und Nebel herumsteht, ist nichts anderes als &lt;i&gt;Alien&lt;/i&gt;. Es geht weiter mit den unheimlichen Windgeräuschen und der ‚Sichtweite gleich null’. Eine Einstellung, die das Raumschiff von unten zeigt, ist dem havarierten Alien-Schiff im Scott-Film zum Verwechseln ähnlich. Der Antrieb hat gelitten, und die Ankömmlinge sind gestrandet, bis der Ingenieur das geregelt hat. Wird Tage dauern. Die Ausstiegsluke der „Argos“ sieht aus wie ein Muttermund, der Rüssel, der sie zur Planetenoberfläche absenkt, wie ein Pimmel. Zwei Raumfahrer finden bei ihren Erkundungen allen Ernstes ein Alien-Schiff mit monströs großen, skelettierten Besatzungsmitgliedern, die hier „schon sehr lange“ liegen. Der Korridor in die Kommandozentrale des Fremdschiffs ist ein stilisierter Geburtskanal mit muskelartigen Rundstreben. Und letztlich ist auch die Motivation der Schurken in etwa dieselbe: Sie wollen hier weg und brauchen dafür Wirtskörper. Dabei nehmen sie auch beschädigte oder tote, weswegen die internationale Synchro-Fassung aus ihnen Vampire gemacht hat. Hätten genauso gut Zombies sein können.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Scott und O’Bannon haben diesen Film also nicht gekannt. Von wegen! &lt;i&gt;Alien &lt;/i&gt;ist in mancherlei Hinsicht ein Plagiat von &lt;i&gt;Planet der Vampire&lt;/i&gt;, vierzehn Jahre später, hochbudgetiert und selbstverständlich von einem begnadeten Team geschaffen. Mag sein, dass die Großproduktion Bavas etwas tapsigen Billigfilm veredelt und auf eine völlig andere Ebene hebt, aber so irre originär ist sie eben nicht gewesen, die Großproduktion. Von &lt;i&gt;Terrore nello spazio&lt;/i&gt; bis zu &lt;i&gt;Im Weltall hört dich niemand schreien&lt;/i&gt; ist es nicht sehr weit. Die sexuelle Metaphorik steckt schon bei Bava drin, ebenso gewisse Design-Ideen wie das kathedralenhafte Raumschiffinnere (wobei bedauerlicherweise manchmal die Kulissen wackeln), kleine Gore-Effekte, ein veritabler, wenn auch etwas lahmer Action-Plot um die Ausdünnung der Mannschaft sowie eine offenkundige Gothic-Komponente, die aus dem Schiff und dem Planeten die SF-Variante eines Geisterschlosses macht, um das die Nebel gar schaurig wallen. &lt;i&gt;Alien &lt;/i&gt;zerstreut diese Assoziation an Gruselfilm-Traditionen noch stärker, macht die Gänge noch enger und dunkler und geht alles sowieso viel geschickter und physischer an, aber als filmhistorische Anekdote ist &lt;i&gt;Planet der Vampire&lt;/i&gt; alle Achtung wert.&lt;br /&gt;Die Ausleuchtung ist großartig, Bavas berühmte Farbdramaturgie allerdings verlockt einen heutzutage durchaus zum Schmunzeln: Es ist mitunter doch etwas arg poppig geraten, dieses scharf abgegrenzte Grün und Rot auf den Oberflächen. Und die Weltall- und Raumschifftricks sind selbst für das Jahr 1965 kläglich. Die Modelle wirken komplett tot. Die Schlusseinstellung allerdings gerät unerwartet gewaltig.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-6276801901746144501?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6276801901746144501'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6276801901746144501'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/alles-nur-geklaut-planet-der-vampire.html' title='Alles nur geklaut: &quot;Planet der Vampire&quot; (Terrore nello spazio)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Nfghk7zOX40/To83RYWU5zI/AAAAAAAAMaY/MTrPYgH9_4o/s72-c/planet-der-vampire.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-6484815504985131251</id><published>2011-10-07T11:21:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:16:03.437+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Schwarzromantisches Gothic-Kontinuum: "Die Stunde, wenn Dracula kommt" (La maschera del demonio)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-Xj8rrrpZQlw/To7DPv9VPBI/AAAAAAAAMZY/xFVXZ_A7Jc4/s1600/maschera.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-Xj8rrrpZQlw/To7DPv9VPBI/AAAAAAAAMZY/xFVXZ_A7Jc4/s200/maschera.jpg" width="136" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zwei Gelehrte erwecken in der Gruft des Geschlechts der Wajda unabsichtlich die Hexe Asa wieder zum Leben, die vor 200 Jahren auf dem Scheiterhaufen endete. Und Asa und ihr untoter Kompagnon beginnen sogleich damit, sich an ihren von akuter Melancholie befallenen heutigen Nachfahren zu rächen. Asa soll in Gestalt der jungen Katja wieder auf die Welt losgelassen werden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mario Bavas Horror-Schlüsselwerk von 1960. Mehr Gothic geht nicht. Alles, was danach kam, kann nur noch Abklatsch sein. Es ist auch schwer vorstellbar, in 85 Minuten mehr klassische Phantastik-Motive ineinander zu drehen. Zugleich wird eine Ästhetik entwickelt, vielleicht auch nur unterbewusst ausgeschwitzt, die punktgenau den deutschen Stummfilm, die Universal-Epen und die zeitgenössischen Hammer-Produktionen verknüpft und zudem in eine unbehagliche Gore- und Splatter-Zukunft verweist. Das scharf konturierte Schwarzweiß von &lt;i&gt;La maschera del demonio&lt;/i&gt; ist das Pfund, mit dem der Film wuchert. Der Regisseur, von Hause aus eigentlich Bildender Künstler, wurde später für seine Farbdramaturgien berühmt und beeinflusste den italienischen Horrorfilm wie kein anderer, hier jedoch muss er sich noch aus Kostengründen bescheiden mit dem Monochromen, und er holt alles, wirklich alles, heraus aus Bildkomposition, Räumlichkeit, Kontrast und der seltsam grotesk und überzeichnet wirkenden Darstellerin Barbara Steele. Er erschafft ein in sich abgeschlossenes, extrem stilisiertes, schwarzromantisches Gothic-Kontinuum voller Melancholie, epochaler Untergangssehnsucht, psychoanalytischer Symbolhaftigkeit und Horror-Action, die eklektizistische „summa scientia“ eines ganzen B-Genres, die aber nicht als l’art pour l’art verharrt, sondern mit ihrer Robustheit und Grausamkeit auch vorausdeutet. Und dabei Recht behält.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Fest für den Sehnerv. Der „Dracula“-Quatsch, den einem deutscher Titel und deutsche Synchro aus Marketing-Gründen damals unterjubelten, kommt im Original gar nicht vor.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-6484815504985131251?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6484815504985131251'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6484815504985131251'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/schwarzromantisches-gothic-kontinuum.html' title='Schwarzromantisches Gothic-Kontinuum: &quot;Die Stunde, wenn Dracula kommt&quot; (La maschera del demonio)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-Xj8rrrpZQlw/To7DPv9VPBI/AAAAAAAAMZY/xFVXZ_A7Jc4/s72-c/maschera.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5244760581020288184</id><published>2011-10-06T08:51:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:16:21.195+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><title type='text'>Spiegelverkehrt: "Journey to the Far Side of the Sun"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-P7gP4P_ruKg/To1OzGZS4LI/AAAAAAAAMZU/zioAajWVSKw/s1600/journey.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-P7gP4P_ruKg/To1OzGZS4LI/AAAAAAAAMZU/zioAajWVSKw/s200/journey.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die europäische Weltraum-Agentur EUROSEC hat mittels einer Sonnensonde eine bedeutende Entdeckung gemacht: Es gibt einen bisher unbekannten Planeten, der exakt auf der Erdumlaufbahn läuft, aber stets von der Sonne verdeckt war. Einen bemannten Flug dorthin will erst niemand finanzieren, als dann aber ein Spion enttarnt und das Geheimnis nicht mehr geheim ist, rüsten EUROSEC und NASA eine Mission aus. Der amerikanische Astronaut Ross und der britische Wissenschaftler Kane fliegen mit dem Schiff „Phoenix“ und dem Landeshuttle „Dove“ zur fremden Welt. Dort angekommen, endet die Landung in einem Crash. Aber wie kommt es, dass die Leute, die die Havaristen nun bergen und befragen, exakt dieselben Leute sind wie die, die sie auf die Mission geschickt haben? Und weshalb glauben die anderen, die beiden Astronauten hätten auf halber Strecke gewendet und seien zurückgekommen? Ross entwickelt da eine Theorie, nachdem er festgestellt hat, dass hier alles spiegelverkehrt ist …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine kleine SF-Anekdote, mehr ist dieser seinerzeit recht erfolgreiche Film von 1969 heute nicht mehr. Ursprünglich lautete sein Titel &lt;i&gt;Doppelgänger&lt;/i&gt;, im deutschen TV lief er ganz profan als &lt;i&gt;Unfall im Weltraum&lt;/i&gt;. Verantwortlich dafür war Gerry Anderson, britische Ikone des SF-Fernsehens und bis dahin hauptsächlich aufgetreten als Schöpfer der Puppenserie &lt;i&gt;Thunderbirds&lt;/i&gt;. Nach diesem Kinofilm folgten noch die Serienklassiker &lt;i&gt;U.F.O.&lt;/i&gt; und &lt;i&gt;Space: 1999&lt;/i&gt; (&lt;i&gt;Mondbasis Alpha 1&lt;/i&gt;).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Journey to the Far Side of the Sun&lt;/i&gt; ist Kurzgeschichten-Stoff, der damals schon veraltet wirkte. Das Motiv der spiegelverkehrten Zwillingswelten trägt nicht sehr weit und wird ohnehin nur als reine Idee ausgewertet, nicht als philosophischer Diskurs oder irritierendes Spiel. Da gibt es Folgen der originalen &lt;i&gt;Star Trek&lt;/i&gt;-Serie, die ambitionierter sind. Die Filmemacher wissen das und erweitern ihr Projekt um einen klitzekleinen Spionageplot mit Gaststar Herbert Lom, um futuristisches Spätsechziger-Design, eine unerwartet lange Vorbereitungs- und Trainingsphase der Mission, minimalistische Charakterskizzen und ein bisschen Love Interest mit Loni von Friedl (damals die Ehefrau von Götz George). Kommt einem vor, als hätte man es mit einer komprimierten TV-Serie zu tun. In der Mitte nimmt die Sache dann langsam Fahrt auf, und man registriert, worum es hier wirklich geht: um entzückende, sorgfältig gefilmte Modell-Trickaufnahmen im &lt;i&gt;Thunderbirds&lt;/i&gt;- und &lt;i&gt;U.F.O.&lt;/i&gt;-Stil, um coolen Technobabble und um eine Nachbereitung der majestätischen &lt;i&gt;2001&lt;/i&gt;-Weltraumästhetik mit schmalerem Budget. Tatsächlich sind die stillen Weltallszenen das Beste an &lt;i&gt;Journey …&lt;/i&gt;, und sogar Kubricks psychedelische Kaleidoskope finden Verwendung, wenn irgendwie „Innenwelt“ oder „Bewusstseinsstrom“ signalisiert werden soll. Das ist hübsch anzusehen, wirkt aber recht kalkuliert. Am Ende, als die Technik versagt und Astronaut Ross zum zweiten Mal tragisch crasht, hauen die Tricktechniker die ganzen schönen Modelle kaputt und legen die EUROSEC-Basis in schwelende Trümmer. Sehr hübsch.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Naiver Kokolores, unentschieden, zerfasernd und steif, aber sehr charmant vor allem als kostengünstige Zukunftsprojektion der Spätsechziger.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5244760581020288184?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5244760581020288184'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5244760581020288184'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/spiegelverkehrt-journey-to-far-side-of.html' title='Spiegelverkehrt: &quot;Journey to the Far Side of the Sun&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-P7gP4P_ruKg/To1OzGZS4LI/AAAAAAAAMZU/zioAajWVSKw/s72-c/journey.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1763206204601498993</id><published>2011-10-05T09:43:00.002+02:00</published><updated>2012-01-02T09:16:44.479+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Schakalgebell: "The Awakening"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-cato04L5rWg/TowJLwZhNLI/AAAAAAAAMX8/aqHiP_lB5KA/s1600/awakening.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-cato04L5rWg/TowJLwZhNLI/AAAAAAAAMX8/aqHiP_lB5KA/s200/awakening.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ägyptologe Corbeck entdeckt in der Wüste das Grab einer mysteriösen verdammten Königin und buddelt trotz einschlägiger Warnungen weiter. In dem Moment, in dem er in die Grabkammer eindringt, gebiert seine Frau in Kairo unter Schmerzen ein totes Kind, und als Corbeck den Sarkophag öffnet, hebt das Kind zu atmen an. Achtzehn Jahre später drängt es die in Kairo ausgestellte Mumie der Königin Kara danach, den Reinkarnationsprozess in Corbecks Tochter Margaret zu vollenden und wieder Unheil über die Welt zu bringen. Corbeck, von Kara ebenso besessen wie von Margaret, ist bereit, das dafür vorgesehene Ritual durchzuführen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Film von 1980, deutscher Titel &lt;i&gt;Das Erwachen der Sphinx&lt;/i&gt;, in Deutschland nicht auf DVD erschienen. Nach dem Roman &lt;i&gt;The Jewel of the Seven Stars&lt;/i&gt; von Bram Stoker.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Einerseits handelt es sich bei &lt;i&gt;The Awakening&lt;/i&gt; um den Versuch, das Mumien-Genre elegant und ohne herumstaksende Mullbinden zu, ähem, reanimieren, andererseits ist der Film recht deutlich eine Variante der &lt;i&gt;Omen-&lt;/i&gt;Filme. Kennzeichen 1: Solide Darsteller, die ihre beste Zeit hinter sich haben, ackern sich durch kompetent gemachte, aufwendige moderne Horrorfilme mit Okkult-Thematik. Kennzeichen 2: Es gibt Prophezeiungen und Astronomen, die sie bestätigen. Kennzeichen 3: Das Böse hält sich alle Störenfriede, die seinen Weg zur Weltherrschaft gefährden könnten, durch blutige Freak Accidents vom Hals. Kennzeichen 4: Es kommen Schakale vor.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;The Awakening&lt;/i&gt; erreicht nicht die schauerliche Intensität von &lt;i&gt;Das Omen&lt;/i&gt;, hat dafür aber andere Vorzüge. Zum Beispiel eine weitaus melodramatischere, beinahe romantische Vorgehensweise, die der Sache mehr Ruhe, Tiefe, Subtext, Atmosphäre und manchmal fast Glaubwürdigkeit verleiht. Stellenweise haben wir es sogar mit lupenreiner Phantastik zu tun und werden subtil in ein Spannungsfeld zwischen Wahn und Magie überführt, das auch die Schauspieler fordert. Einen bleibenden Eindruck hinterlässt dabei die junge Stephanie Zimbalist als Margaret/Kara. Wenn sie auf der Szene ist, verblassen die Stars Charlton Heston und Susannah York regelrecht. Erstaunlich, dass aus Frau Zimbalist nicht was Größeres wurde und sie TV und Theater bevorzugte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Problem des Films hingegen ist das Anreißen von spannenden, vor allem zwischenmenschlichen Themenkomplexen, die dann aber gar nicht mehr oder nur sehr gedämpft wiederkehren. Warum zu Anfang die ziemlich ausführliche Dreiecksgeschichte zwischen Corbeck, seiner Frau und seiner Assistentin, wenn die Gattin gleich darauf abhaut und so gut wie keine Rolle mehr spielt? Wurden hier Fäden im Beziehungsgeflecht gekappt, Szenen gekürzt? Warum das hochinteressante Spiel mit dem Inzest zwischen Corbeck und Margaret, das die verbotene Beziehung zwischen Kara und ihrem Pharaonenvater widerspiegelt, wenn es laut Drehbuch bei einer einzigen irritierenden, folgenlosen Annäherung zu bleiben hat? Sieht aus, als wäre das mal schärfer, manischer angedacht gewesen und dann abgemildert worden, mit lediglich einem starken Hinweis auf die Ursprungsfassung. Es gibt noch mehr solche Sequenzen, die unaufgelöst bleiben und dem Film eine ziemliche Unwucht verleihen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Viel Atmosphäre und Lokalkolorit, aufwendige Bildgestaltung mit klassischen Kamera- und Beleuchtungstricks statt F/X, allerhand schauriges Schakalgebell, gutes Schauspiel, blutige „Unfälle“, leider aber nicht ganz rund: &lt;i&gt;The Awakening&lt;/i&gt; ist eine Neuentdeckung allemal wert.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1763206204601498993?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1763206204601498993'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1763206204601498993'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/schakalgebell-awakening.html' title='Schakalgebell: &quot;The Awakening&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-cato04L5rWg/TowJLwZhNLI/AAAAAAAAMX8/aqHiP_lB5KA/s72-c/awakening.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7916055874663964408</id><published>2011-10-03T18:31:00.002+02:00</published><updated>2012-01-02T09:17:08.423+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Standardsituationen: "The Crazies"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-GKvDuRGjYiY/Toniu3h8DqI/AAAAAAAAMVs/bME0FMQTuzg/s1600/crazies.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-GKvDuRGjYiY/Toniu3h8DqI/AAAAAAAAMVs/bME0FMQTuzg/s200/crazies.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sehen wir den Tatsachen ins Auge: Manche Filmzuschauer sind nicht sehr helle oder zumindest schlecht informiert. Sie wissen nicht, dass es sich bei &lt;i&gt;The Crazies&lt;/i&gt; um ein Remake handelt, und kritisieren, dass der Film ihnen Dinge auftischt, die sie schon unzählige Male gesehen haben. Sie wissen nicht, dass es sich bei Romeros Original von 1973 um einen der ersten „Outbreak“-Filme gehandelt hat, der ziemlich überdeutlich Vietnam ins eigene Land holte und das Militär nicht etwa zu Entlaubungs-, sondern zu Ausrottungsmaßnahmen antreten ließ. Sie wissen nicht, dass dieser Film originell und brisant war.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir befinden uns heute wieder in so einer Lage, diverse Vietnam haben sich zugetragen. Das Militär hat sich allerhand Schweinereien erlaubt, gedeckt von der eigenen Regierung. Insofern ist das Remake verständlich. Andererseits: Es gibt heutzutage von so ziemlich allem Remakes, und diesem hier nun politische Ambitionen zu unterstellen, erscheint da erstmal fragwürdig.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tatsächlich hat es diese Ambitionen auch nur am Rande. Es verschiebt den aggressiven, mitunter doch recht holprig-amateurhaft vorgetragenen Underground-Tenor des Originals mit Hilfe einer professionellen, teils inspirierten Machart in Richtung Survival-Thema. Flucht, Hetzjagd, Verstecken, Kämpfen, Opfern etc. pp. Dabei kommt es zu einer ganzen Reihe wohlbekannter Standardsituationen und ein, zwei Ideen-Wiederholungen zu viel. Vielleicht haben die o.e. Zuschauer irgendwo doch recht: &lt;i&gt;Crazies &lt;/i&gt;ist nur ein weiterer Film unter vielen, denen man ihre Ungemütlichkeit und Brisanz ausgetrieben hat, einfach, indem man sie nutzbar machte für unsere Zeit. Subversiv ist daran gar nichts mehr. Ungerecht ist das trotzdem, denn das Remake weiß spannend zu unterhalten, kommt bedächtig und mit extrem effektivem Soundtrack daher, wird zwischendurch auch mal richtig garstig. Aber irgendwie bleibt nicht viel davon übrig, wenn der Abspann durch ist.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7916055874663964408?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7916055874663964408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7916055874663964408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/standardsituationen-crazies.html' title='Standardsituationen: &quot;The Crazies&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-GKvDuRGjYiY/Toniu3h8DqI/AAAAAAAAMVs/bME0FMQTuzg/s72-c/crazies.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1593208036279702791</id><published>2011-10-03T17:01:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:17:39.838+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Okkultismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><title type='text'>In den Fängen der Satanssekte: "The Devil Rides Out"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-BGekbFMRU8c/TonNFFM_DlI/AAAAAAAAMVo/GF7hh0y59Rk/s1600/The+Devil+Rides+Out+dvd.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-BGekbFMRU8c/TonNFFM_DlI/AAAAAAAAMVo/GF7hh0y59Rk/s200/The+Devil+Rides+Out+dvd.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;England, 1930er Jahre. Die Fliegerveteranen Duc de Richleau und Rex van Ryn kümmern sich um Simon, Sohn eines verstorbenen Kameraden. Bei einem Besuch müssen sie feststellen, dass Simon in die Fänge der Satanssekte des bösen Hohepriesters Mocata geraten ist. Richleau, selbst Experte auf dem Gebiet der Magie, entführt Simon und die junge Tanith aus dem Satanszirkel und versteckt sie auf dem Landsitz von Verwandten. Aber Mocata will die beiden unbedingt zurückhaben und startet in der Nacht schwarzmagische Attacken und belagert die Helden in ihrem magischen Kreis …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eigentlich schon Anfang der 60er geplant, wurde der Film bis 1968 verschoben, weil man bei den Hammer Film Productions zu viele Zensureingriffe wegen des Satanismus-Themas befürchtete. Es sollte der Beginn einer Reihe um den Duc de Richleau werden, einem übersinnlichen Detektiv aus der Feder des unermüdlichen Dennis Wheatley. Christopher Lee übernahm ungewohnterweise den Part des gottesfürchtigen Mesmeristen Richleau, während Charles Gray den sinistren Mocata gab. Der Film wurde in deutscher Fassung 1990 erstmals vom ZDF gezeigt. Es gibt eine deutsche DVD, angeschaut wurde die englische, die zwar keine nennenswerten Extras aufweist, dafür aber ein exzellentes Bild.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;The Devil Rides Out&lt;/i&gt; steht, ähnlich wie die späteren &lt;i&gt;Dracula A.D. 1972&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;Captain Kronos&lt;/i&gt;, für eine gewisse kommerzielle Experimentierfreude des Hammer Studios. Wenn die Innovation beim Publikum nicht ankam, wurde sie eben wieder fallengelassen. In den Kanon überführt wurden diese Filme natürlich trotzdem.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu viel darf man freilich nicht verlangen. Während Roman Polanski im selben Jahr den Satanismus heftig modernisierte und als eine bedrohliche innergesellschaftliche Kraft umschrieb, verlässt sich &lt;i&gt;The Devil Rides Out&lt;/i&gt; auf den Okkultismus einer vergangenen Epoche, die behagliche Atmosphäre britischer Landsitze und auf allwissende Autoritätsfiguren, die im Kampf gegen das Böse die Initiative ergreifen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Devil …&lt;/i&gt; ist natürlich mächtig gealtert, dennoch umschleicht er einen des Öfteren gar gruselig. Die ungewohnt seriöse Beschäftigung sowohl der Romanvorlage wie auch des Drehbuchs (Richard Matheson) mit dem Satanismus-Thema, die 30er Jahre als non-viktorianischer Hintergrund sowie Christopher Lees hochanständige Interpretation des Duc machen den Film schon zu einem Unikum, aber es sind die Kleinigkeiten, die den nostalgisch gestimmten Filmfan vor Freude in die Händchen patschen lassen. Bei der Darstellung der dämonischen Mächte hat man sich einiges einfallen lassen – und dann mit einem lachhaft niedrigen Budget versucht, es so gut wie möglich umzusetzen. Da erscheint aus den Dampfdüsen zuerst ein böse lächelnder Dschinn, der wirklich beunruhigt. Danach bekommt man es mit einem phänomenalen Baphomet zu tun, schließlich wird eine Riesenspinne aktiv und letztendlich sogar der Todesengel, eine Art Knochenritter auf geflügeltem Terror-Ross. Das alles hat offenkundige psychedelische Qualitäten und eine flirrende Atmosphäre in Quietschbunt. Dazwischen gibt es ein paar zünftige Schwarze Messen mit Ritualdolchen und Blutopfern, lila Kultistengewänder, Sinnestäuschungen, ein, zwei röhrende Verfolgungsjagden in Oldtimern durch die englische Heide, jede Menge okkulte Fachterminologie und Beschwörungsformeln und natürlich das ironische Geplänkel kultivierter Gentlemen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wunderbarer vergessener Film.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1593208036279702791?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1593208036279702791'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1593208036279702791'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/in-den-fangen-der-satanssekte-devil.html' title='In den Fängen der Satanssekte: &quot;The Devil Rides Out&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-BGekbFMRU8c/TonNFFM_DlI/AAAAAAAAMVo/GF7hh0y59Rk/s72-c/The+Devil+Rides+Out+dvd.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-2636172869052070016</id><published>2011-10-03T08:58:00.003+02:00</published><updated>2012-01-02T09:18:12.787+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apokalypse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Psycho'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Erinnerungslücken: "The Last Seven"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-4w8x25seNeY/Tolcbyx5qNI/AAAAAAAAMVk/Tr2tuss_L6w/s1600/The-Last-Seven.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-4w8x25seNeY/Tolcbyx5qNI/AAAAAAAAMVk/Tr2tuss_L6w/s200/The-Last-Seven.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Mann erwacht ohne Erinnerung im menschenleeren London, stromert verwirrt durch die entvölkerte Stadt, bis er schließlich auf sechs andere stößt, denen es genauso geht. Nach und nach kehren bei einzelnen Gruppenmitgliedern die Erinnerungen zurück, und sie müssen feststellen, dass es keinesfalls der Zufall war, der sie hier versammelt hat, sondern eine strafende Schicksalsmacht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Den Film kann man nicht umfassender paraphrasieren, ohne die Pointe zu verraten. So viel muss erlaubt sein: Es handelt sich um eine Zwischenwelt-Querstrich-Fegefeuer-Geschichte, die die Figuren durch ein gemeinsames Erlebnis in der Vergangenheit aneinander kettet, um sie nun, nicht mehr ganz in irdischen Gefilden, einer höheren Gerechtigkeit zuzuführen. Schnitter Tod ist anwesend, und er versteht keinen Spaß, aber nicht alle Figuren sind in der Vergangenheit schuldig geworden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im ersten Drittel erinnert das angenehm an &lt;i&gt;Quiet Earth&lt;/i&gt;, bevor bei allen Beteiligten ein Hagel aus Erinnerungsbrocken einsetzt, der Dynamik in die leere Kulisse, das bis dahin etwas ratlos scheinende Drehbuch und das mittelmäßige Schauspiel bringt. Apokalypse? Ja, aber eine eher persönliche Gruppen-Apokalypse, wenn man so will. Der Schauplatz ist Metapher,  die modernisierte Splatterkreuzung aus Reaper und Justitia, die sich einen nach dem anderen holt, tut das jedoch sehr handfest.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die wild zusammengepuzzelte Rekonstruktion der Erinnerung nimmt etwas überhand und streckt die Sache ziemlich in die Länge, erreicht aber durchaus den Effekt, dass man zwingend dranbleiben muss, um die Auflösung zu erfahren – auch auf die Gefahr hin, dass sie hirnrissig ausfällt. Einige Details erweisen sich tatsächlich als Humbug, aber im Prinzip hat man Ende die hübsche Idee eines mystischen Strafgerichts vorliegen. Allerdings erst, nachdem man den Showdown, der als hysterisches Kammerspiel und schwächste Phase des Films organisiert ist, überstanden hat.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kleiner synkretistischer Genrefilm mit britischem Charme. Ein bisschen grobschlächtig, hat aber seine Existenzberechtigung.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-2636172869052070016?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2636172869052070016'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2636172869052070016'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/10/erinnerungslucken-last-seven.html' title='Erinnerungslücken: &quot;The Last Seven&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-4w8x25seNeY/Tolcbyx5qNI/AAAAAAAAMVk/Tr2tuss_L6w/s72-c/The-Last-Seven.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3261878871354586889</id><published>2011-09-23T09:14:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:18:44.883+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Technokraten des Schicksals: "Der Plan" (The Adjustment Bureau)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-YEcZTnqXC84/TnwxD5nMewI/AAAAAAAAMQE/lf7vgujsgyw/s1600/der-plan.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-YEcZTnqXC84/TnwxD5nMewI/AAAAAAAAMQE/lf7vgujsgyw/s200/der-plan.jpg" width="147" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Da staunt der junge Kongresskandidat David nicht schlecht, als er durch Zufall die Herren vom mysteriösen „Planbüro“ dabei erwischt, wie sie sehr handfest in seinem Leben herumpfuschen. Diese offensichtlich nicht ganz irdischen Männer mit Hut wollen unbedingt verhindern, dass er die liebreizende Tänzerin Elise wiedertrifft, denn sie würde die Pläne gefährden, die das Büro mit dem talentierten jungen Politiker hat. Aber die Liebe ist stärker als der Schicksalsplan der angeblichen Wohltäter.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist wahrscheinlich das erste Mal, dass eine Geschichte von Philip K. Dick primär zu einem Liebesfilm genutzt wird. Heraus kommt ein angenehm altmodischer, romantischer Verschwörungsthriller, in dem abstrakte Begriffe wie Schicksal und Determinismus aufgefasst werden als etwas, das einem Schaltplan verdächtig ähnelt und über dessen ordnungsgemäße Umsetzung Bürokraten und Technokraten wachen. Eine Höhere-Mächte-Satire also, die man deswegen auch nicht so richtig ernst nehmen kann.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das alles bleibt natürlich ein paar Nummern kleiner als bei Hirn- und Warnehmungsverdrehern wie &lt;i&gt;Matrix &lt;/i&gt;oder &lt;i&gt;Inception &lt;/i&gt;und gerät im Prinzip sogar recht einfach, sobald man das Prinzip begriffen hat. Die bürokratischen „Engel mit Hüten“, die dem mysteriösen, schaltplanerstellenden „Vorsitzenden“ zuarbeiten, operieren mit Wirklichkeitstricks, die man als Quantenmagie bezeichnen könnte und die mehrere drollige Verfolgungsjagden zu Fuß nach sich ziehen, bei denen Türen an ganz andere Orte führen als gedacht. Die dominante Langsamkeit des Films löst sich gegen Ende in einer solch hibbeligen Verfolgungsjagd auf, die nahezu kafkaeske Züge annimmt, deren Ausgang aber wenig überrascht. Immerhin ist das ein Liebesfilm.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein wenig krankt &lt;i&gt;Der Plan&lt;/i&gt; an seiner offenkundigen Konstruiertheit, aber will man ihm das vorwerfen, wo er doch genau davon handelt? Etwas schwieriger wird es beim zentralen Liebespaar David/Elise, denn sie bleiben eine Behauptung und rühren einen zu keinem Moment an. Das liegt unter anderem auch daran, dass sie laut veralteten Plänen des „Vorsitzenden“ früher mal als Liebespaar vorgesehen waren, ehe ein aktualisierter Plan dies wieder neutralisierte. Ihre gegenseitige Anziehung speist sich aus den Echos der früheren Pläne und sabotiert sozusagen den aktuellen. Ein älterer Determinismus macht also die derzeitigen Schicksalsbemühungen des Büros zunichte und ist doch nichts anderes als technokratisch arrangierte Liebe. Unter dieser Prämisse geht die Romanze etwas verloren, obwohl Drehbuch und Darsteller sich redlich bemühen, das irgendwie echt wirken zu lassen. Es ist und bleibt jedoch ein Spiel mit Figuren, dessen Ausgang so klar ist wie Kloßbrühe.    &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3261878871354586889?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3261878871354586889'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3261878871354586889'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/09/technokraten-des-schicksals-der-plan.html' title='Technokraten des Schicksals: &quot;Der Plan&quot; (The Adjustment Bureau)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-YEcZTnqXC84/TnwxD5nMewI/AAAAAAAAMQE/lf7vgujsgyw/s72-c/der-plan.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-8342721019267871741</id><published>2011-09-13T21:54:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:19:13.720+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fantasy'/><title type='text'>Heftroman-Cover: "Der letzte Tempelritter" (Season of the Witch)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-PwBs1XfnUxU/Tm-08iBNktI/AAAAAAAAK3A/UoUH4Lu1EwA/s1600/der-letzte-tempelritter-blu-ray.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-PwBs1XfnUxU/Tm-08iBNktI/AAAAAAAAK3A/UoUH4Lu1EwA/s200/der-letzte-tempelritter-blu-ray.jpg" width="160" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;14. Jahrhundert, Europa und die Pest und so weiter. Zwei Ex-Kreuzritter sollen ein der Hexerei verdächtiges Mädchen zu einem abgelegenen Kloster bringen, werden von dämonischen Mächten verfolgt und finden am Ende heraus, dass sie es mit etwas Schlimmerem zu tun haben als nur einer Hexe …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein vom ersten Moment an hanebüchener Quatsch, in dem gleich zu Anfang in Rekordtempo Kreuzzugsschlachten gefochten werden, die es niemals gab, die Ästhetik der eines Heftroman-Covers gleicht, die Steiermark eine „Küstenregion“ besitzt, mittendrin ein düsterer Wald namens „Wormwood“ existiert, Pestsymptome aussehen wie Lepra, die Ritter komplett beknackte Namen tragen, so häufig die Schwerter ziehen, wie Robert Mitchum sich früher Zigaretten angesteckt hat, Zombie-Mönche kopfüber die Scriptoriums-Kuppel hochkrabbeln und die inneren Konflikte der Figuren so glaubwürdig sind wie eine Kuh mit Psychotherapeuten-Diplom. Und entgegen des deutschen Titels wird in diesem Film weder der letzte noch der vorletzte noch sonst irgendein Tempelritter gesichtet. Vielleicht ist &lt;i&gt;Season of the Witch&lt;/i&gt; der heruntergewirtschaftete Rumpf eines ehedem ambitionierteren Projekts, vielleicht war er aber auch von Beginn an so gedacht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es gibt ein, zwei Signale, wie das zu rezipieren ist. Als altmodische Horrorfantasy nämlich, die neben Ron Perlmans kernigen Macho-Einzeilern aus den 80ern ein paar alte Hammer-Studio-Standards aus den 60ern (inklusive Sounddesign) reanimiert und am Ende sogar ein bisschen nach Ray Harryhausen duftet. Das mittlere Drittel kann am ehesten überzeugen, denn es schafft eine behagliche Hexenwald-Atmosphäre inklusive wallender Nebel, heulender Wölfe, Kutschenverfolgungsjagden und knarziger Hängebrücken-Überquerung. Über den animierten Dämon am Schluss möchte man lachen, aber dafür erinnert er zu sehr an Harryhausens sympathische Monstergeschöpfe, und über die lacht man ja auch nicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Komplett überflüssiger Knalltütenfilm, aber wenn man die Blu-ray schon mal da hat …&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-8342721019267871741?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8342721019267871741'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8342721019267871741'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/09/heftroman-cover-der-letzte-tempelritter.html' title='Heftroman-Cover: &quot;Der letzte Tempelritter&quot; (Season of the Witch)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-PwBs1XfnUxU/Tm-08iBNktI/AAAAAAAAK3A/UoUH4Lu1EwA/s72-c/der-letzte-tempelritter-blu-ray.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7444743778041334495</id><published>2011-09-09T09:35:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:19:31.721+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><title type='text'>Genius loci: "Djinn"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-yYyjaK3lIpE/TmnA7n_6waI/AAAAAAAAKk4/yL6APQ-0hqA/s1600/djinn.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-yYyjaK3lIpE/TmnA7n_6waI/AAAAAAAAKk4/yL6APQ-0hqA/s200/djinn.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Algerien, 1960. Frankreich führt seinen letzten Kolonialkrieg. Patrouille 214 soll in der Wüste ein abgestürztes Flugzeug mit brisantem Material an Bord auffinden. Kaum sind die Soldaten am Absturzort angekommen, müssen sie sich einer Rebellengruppe erwehren. In einem mysteriösen Dorf voller Alter, Frauen und Kinder finden sie Zuflucht. Der Rekrut Michel, ein sensibler Hobbyfilmer, sieht zuerst schattenhafte Gruselgestalten durch die Nacht schleichen und muss dann miterleben, wie die Kameraden nacheinander ausrasten. Die Hexe des Dorfs weiß ziemlich genau, was hier vorgeht, denn sie hat das alles in ihren Visionen gesehen ...&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wieder mal die Erwartungshaltung. &lt;i&gt;Djinn&lt;/i&gt;, Regiedebüt des Ehepaars Sandra und Hugues Martin, wird beworben als krachlederner Military-Horrorfilm, ist aber in Wirklichkeit ein souveränes, phantastisch unterfüttertes Militärdrama mit Psycho-Verwirrung und blutiger Action, Öko-Touch und einer deutlichen Kolonialkritik, wie man sie aus Frankreich in den letzten Jahren des Öfteren vorgeführt bekam. Ein erfreulicher kleiner Querschläger und sehr viel besser und runder als der ähnlich geartete &lt;i&gt;Operation Desert&lt;/i&gt;.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das meditative Wüstenpanorama, die mystisch-visionären Momente, die Geistergeschichten-Zutaten und sogar die geheimnisvoll schleichenden „Dämonen“ erzeugen einen halluzinatorischen Genius loci und eine schwebende Langsamkeit, die von den hektisch agierenden und zunehmend durchknallenden Soldaten, den bis in die letzte Wüstenei getragenen politischen Konflikten und nicht zuletzt von hallenden Schüssen systematisch zersiebt werden. Ein eigenwilliger Rhythmus, den das Autorenfilmer-Ehepaar da wählt, manchmal etwas grobmotorisch und fragwürdig, dann wieder verblüffend virtuos, vor allem in den Sequenzen, in denen es um Visionen/Träume oder das Anschleichen der „Monster“ geht. Letztere agieren keinesfalls als reißende Bestien, sondern benutzen psychische Tricks, bei denen sich der Verstand der Menschen drastisch verwirrt und sie sich die Dinge selbst antun. „Die Djinns werden euch niemals ziehen lassen“, sagt die Hexe wissend. Dennoch scheitert die Mission der Wüstenwesen tragisch. Die großartige Schlusspointe stellt klar, dass sie besser Erfolg gehabt hätten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Darf man gesehen haben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7444743778041334495?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7444743778041334495'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7444743778041334495'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/09/genius-loci-djinn.html' title='Genius loci: &quot;Djinn&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-yYyjaK3lIpE/TmnA7n_6waI/AAAAAAAAKk4/yL6APQ-0hqA/s72-c/djinn.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5717149672645544444</id><published>2011-09-04T09:47:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:19:51.808+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><title type='text'>Aliens in Afghanistan: "Operation Desert" (The Objective)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-eORPUVXx3DA/TmMsOpETzOI/AAAAAAAAKho/04n_6Hlg9Wk/s1600/objective.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-eORPUVXx3DA/TmMsOpETzOI/AAAAAAAAKho/04n_6Hlg9Wk/s200/objective.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2001, kurz vor dem Einmarsch der Amerikaner in Afghanistan, treiben sich bereits Spezialkommandos dort herum. Eines wird beauftragt, dem CIA-Agenten Keynes dabei zu helfen, eine mysteriöse nukleare Strahlungsquelle irgendwo im Nirgendwo ausfindig zu machen. Tatsächlich stecken nicht etwa Nuklearterroristen dahinter, sondern etwas viel Seltsameres. Und die Soldaten müssen erkennen, dass sie von der CIA nicht als Kundschafter hierher geschickt wurden, sondern als Probanden …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein kostengünstig hergestellter Film von Daniel Myrick, dem Co-Schöpfer von &lt;i&gt;Blair Witch&lt;/i&gt;, und es gibt unübersehbare Parallelen. Eine Gruppe von Menschen wird weitab von irgendwas und abgeschnitten von allem mit einer schier unverständlichen, alles andere als freundlichen Macht konfrontiert. Die spektakulärsten &lt;i&gt;Blair Witch&lt;/i&gt;-Zutaten, die streng subjektive, dilettantisch geführte Handkamera und der abrupte Schnitt, werden hier ersetzt durch eine professionellere Bildgestaltung, die nichtsdestotrotz dokumentarisch und authentisch wirken soll. Die Special-Forces-Typen sehen jedenfalls ziemlich genau so aus wie die Gestalten aus den Nachrichtenbildern der damaligen Zeit. Die wirklich unheimlichen Dinge zeigt der Film oft nur durch Spezialkameras und Nachtsichtgeräte und vermittelt sie sozusagen aus einem Bereich, der den normalen Sinneswahrnehmungen verschlossen bleibt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Angesichts der Tatsache, dass die Handlung vor dem eigentlichen Afghanistan-Einmarsch spielt, springt einen die symbolische Botschaft von &lt;i&gt;The Objective&lt;/i&gt; natürlich an als nachträgliche Warnung vor einem Land, das man nicht versteht und in dem durch die Historie hindurch immer wieder seltsame Dinge vor sich gingen und auch die militärischen Vorgänger regelmäßig scheiterten.&lt;br /&gt;Der Film hat hauptsächlich zwei Probleme, ein formales und ein inhaltliches. Das Drehbuch macht aus CIA-Agent Keynes einen kleinen &lt;i&gt;Apocalypse Now&lt;/i&gt;-Protagonisten und lässt ihn aus dem Off ständig geheimnisvolle Dinge raunen, die auf Teufel komm raus tiefgründig sein sollen, letztlich aber einer drehbuchtechnischen Verlegenheit entspringen und wichtigtuerisch wirken.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das inhaltliche Problem ist die unbedingte Rätselhaftigkeit des Geschehens, denn der Film liefert natürlich keine Aufklärung, sondern bietet bloß Spekulationen. Manches wirkt übersinnlich und magisch, anderes scheint auf einer fremden Alien-Technologie zu basieren. Zeit und Raum verwirren sich, die verwischt wahrnehmbaren, auf dem Kopf stehenden Pyramiden könnten Raumschiffe oder Dimensionstore sein, deren Bewohner/Besitzer ihr Territorium verteidigen. Jedenfalls spielt das alles reichlich verschwommen mit Prä-Astronautik herum. Den Machern hat es sichtlich Spaß bereitet, ein paar einschlägige Phänomene zusammenzuschütten, aber am Schluss ziehen sie uns eine lange Nase und sich selbst aus der Drehbuch-Affäre. Der Schlusseffekt, offenbar als Pointe gedacht, ist auch nur wieder genau das: ein Effekt, nichts sonst.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;The Objective&lt;/i&gt; vergeigt einiges, indem es zu lustvoll in Rätseln schwelgt, macht in Sachen Spannung und Mysterium aber durchaus einiges richtig. Man bleibt dran, obwohl man schnell ahnt, dass man am Ende so viel wissen wird wie vorher.               &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5717149672645544444?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5717149672645544444'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5717149672645544444'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/09/aliens-in-afghanistan-operation-desert.html' title='Aliens in Afghanistan: &quot;Operation Desert&quot; (The Objective)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-eORPUVXx3DA/TmMsOpETzOI/AAAAAAAAKho/04n_6Hlg9Wk/s72-c/objective.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5638119927405961129</id><published>2011-08-26T13:18:00.002+02:00</published><updated>2012-01-02T09:20:11.993+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Schlammrobben: "Helden von Hill 60" (Beneath Hill 60)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-wDEWFaBXU_A/TleADkoEw4I/AAAAAAAAKfk/Nh1CiwFhhIs/s1600/helden-von-hill-60.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-wDEWFaBXU_A/TleADkoEw4I/AAAAAAAAKfk/Nh1CiwFhhIs/s200/helden-von-hill-60.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Geschichte einer australischen Mineur-Einheit, die 1917 in Flandern eine monströse Sprengung unter dem von Deutschen gehaltenen Hügel 60 vorbereitet, während ein cleverer deutscher Horchposten ihr auf die Schliche zu kommen droht. Hintergrund sind die Schlacht von Messines und die größte menschengemachte, nicht-nukleare Detonation aller Zeiten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Australischer Kriegsfilm von 2010, der einen guten Ruf genießt. Völlig zu Recht. Statt auf das große Panorama des Sterbens im flandrischen Schlamm setzt Jeremy Sims’ Film auf eine gezielte Verengung der Perspektive und auf die klaustrophobischen Momente unter der Erde. Als faszinierend und lehrreich erweisen sich dabei vor allem die Ähnlichkeiten des Tunnelkriegs mit dem U-Boot-Krieg. Tricksen und täuschen, genaue Berechnungen und Timing, dreckiges Sterben.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Beneath Hill 60&lt;/i&gt; zeigt Männer bei der Arbeit, keine Helden, wie der deutsche Titel es zu wissen glaubt. Sie rödeln unter widrigsten Bedingungen und mit improvisiertem Material und erreichen dabei eine hohe Präzision. Der Film wird dabei jedoch nie zu technokratisch. Verhindert wird das durch quasi-dokumentarische Nähe, ein brillantes, furchteinflößendes Sounddesign, poetische Brechungen, vor allem aber durch ein sehr begabtes Drehbuch (David Roach), das in zwei Stunden das komplette emotionale Universum einiger einfacher Schlammrobber und Schachtkriecher auffaltet und starkes Interesse sowohl am Tun wie auch am Empfinden dieser Männer erzeugt. Dass hier ausgezeichnete Schauspieler aus Down Under am Werk sind, versteht sich von selbst. Hugo Weaving wollte die Rolle des zentralen Offiziers Oliver Woodward übernehmen, musste aber wegen klaustrophobischer Attacken absagen. Der unbekannte Brendan Cowell lässt diesen Verlust locker vergessen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Beneath Hill 60&lt;/i&gt; ist authentisch, wie es authentischer kaum sein könnte, und hält über 120 Minuten Spannung und Anteilnahme aufrecht. Kein patriotisches Getue, keine nationale Nachbereitung vergangener Großtaten, weit entfernt von jedem Pathos und aufdringlicher Heldenverehrung, sehr wohl aber mit einem wichtigen sentimentalen Kern im Zentrum und allerhand Galgenhumor. Um als Großwerk über den Ersten Weltkrieg durchzugehen, ist die Perspektive, wie gesagt, zu verengt und das Thema zu speziell. Aber es wird schwer fallen, im Kriegsfilm-Genre eine ähnlich aufmerksame, qualitätsvolle Special-Interest-Arbeit zu finden.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5638119927405961129?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5638119927405961129'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5638119927405961129'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/08/schlammrobben-helden-von-hill-60.html' title='Schlammrobben: &quot;Helden von Hill 60&quot; (Beneath Hill 60)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-wDEWFaBXU_A/TleADkoEw4I/AAAAAAAAKfk/Nh1CiwFhhIs/s72-c/helden-von-hill-60.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-9119794089148315911</id><published>2011-08-17T10:27:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:20:36.745+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Okkultismus'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Da lacht das Katholikenherz: "The Rite"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-dm7ftWaKR2k/Tkt6xI-j8UI/AAAAAAAAKXI/NMoxPvAUiU4/s1600/the-rite.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-dm7ftWaKR2k/Tkt6xI-j8UI/AAAAAAAAKXI/NMoxPvAUiU4/s200/the-rite.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der zweifelnde amerikanische Priesterseminarist Michael Kovak wird nach Rom zu einem Exorzistenlehrgang beordert und gerät an den robusten Exorzisten Lucas. Der kann Kovaks Glaubenszweifel letztlich auch nicht ausräumen, aber da schnappt sich eine böse Wesenheit den Exorzisten selbst, und der unerfahrene Kovak muss den Mentor vor dem Höllenwesen erretten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Da lacht das alte, ledrige Katholikenherz. Ein Exorzistenfilm, der es ruhig, diskursig, fast seriös angehen lässt. Im Grunde zieht &lt;i&gt;The Rite&lt;/i&gt; ein signifikantes Einzelelement aus&lt;i&gt; Der Exorzist&lt;/i&gt; heran und tritt es zwei Stunden breit: die persönliche Beziehung zwischen Priester und Dämon. Das katholische Weltbild sieht eine wissenschaftlich nicht beweisbare, externe böse Macht vor, an die es zu glauben gilt. Die Darbietung wirkt aufgrund der starken Koppelung des Geschehens an die jungpriesterliche Biographie jedoch eher so, als sei der Dämon ein Ausfluss der eigenen Psyche, eine teils innen stattfindende, teils nach außen getretene Zusammenballung aller üblen oder verwirrenden Erinnerungen und verdrängter Traumata. Ein dunkler Spiegel sozusagen. In letzter Konsequenz bedeutet Glaube so viel wie die Akzeptanz des eigenen Ichs als einer zwischen den alternierenden Kräften hin- und hergerissenen Macht, welche die fiesen Dinge zu akzeptieren lernt, um sie damit zu überwinden. Exorzismus als verschärfte Psychotherapie. Die Abhängigkeit von &lt;i&gt;Der Exorzist&lt;/i&gt; ist nicht nur inhaltlich offensichtlich, sondern auch auf der visuellen Ebene.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Leider vertraut der Film während der Schlusskonfrontation seinem eigenen Drehbuch zu wenig und setzt, buchstäblich auf Teufel komm raus, auf Vereindeutigung der Ambiguität, indem er zu starke Maskeneffekte und Sounddesigns auffährt. Stiller wäre es effektiver gewesen. Andererseits will der Zuschauer endlich auch mal Horror sehen und nicht bloß mit Diskursen abgespeist werden, weswegen der Film merkwürdig zerbricht und sich ungünstig zwischen echter emotionaler Beteiligung und handelsüblichem „Weiche!“-Mummenschanz platziert. Es bleiben einige spannende Dialoge, ansprechende symbolische Handhabe und ein paar wirklich beunruhigende Sequenzen, in denen man der Natur des Bösen nahe kommt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-9119794089148315911?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/9119794089148315911'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/9119794089148315911'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/08/da-lacht-das-katholikenherz-rite.html' title='Da lacht das Katholikenherz: &quot;The Rite&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-dm7ftWaKR2k/Tkt6xI-j8UI/AAAAAAAAKXI/NMoxPvAUiU4/s72-c/the-rite.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-715233260018189504</id><published>2011-08-03T09:51:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:21:04.061+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apokalypse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Psycho'/><title type='text'>Licht an, Licht aus: "Die Herrschaft der Schatten" (Vanishing on 7th Street)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-lgTnRNIHX4E/Tjj9IaOMyOI/AAAAAAAAJqk/1DzEFbeApmQ/s1600/die_herrschaft_der_schatten.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-lgTnRNIHX4E/Tjj9IaOMyOI/AAAAAAAAJqk/1DzEFbeApmQ/s200/die_herrschaft_der_schatten.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach einem unheimlichen Stromausfall sind plötzlich alle Menschen verschwunden, nur die Kleidung liegt noch da. Einige wenige bleiben übrig. Aber auch sie werden von mysteriösen Schatten bedroht, die sich großflächig über Wandflächen, Häuserfassaden, ganze Straßenzüge ausbreiten oder menschliche Silhouetten aufweisen und diejenigen in den wenigen verbliebenen Lichtinsel belauern. Also immer schön batteriebetriebenes Licht bei sich tragen, um die Schatten fernzuhalten. Vier Menschen treffen sich in einer notstrombetriebenen Kneipe und diskutieren ihre Chancen aus …&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kommt daher wie die Albtraumversion der gloriosen fundamentalchristlichen Entrückungsphantasien. Das „Vanishing“ als dunkle, gruselige, bedrohliche Erfahrung ohne Sinn und ohne Erklärung. Ziemlich eindeutig eine Gegenrede zu dem fundamentalistischen Erlösungsquatsch. Der Film verwirft innerhalb kürzester Zeit so viele potentielle Erklärungen auf einmal, dass schnell klar wird: Hier soll man gar keine geboten kriegen, das endet sowieso alles völlig offen. Wir sollen verstört entlassen werden, jeglicher weltanschaulichen Sicherheit beraubt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Strukturell ist das eine Belagerungssituation wie von Carpenters Gnaden, vermischt mit Postapokalypse-Elementen aus &lt;i&gt;I Am Legend&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Quiet Earth&lt;/i&gt; oder &lt;i&gt;28 Days Later&lt;/i&gt;. Das Dunkelheit-Motiv erinnert auch an Robert Harmons kleines Juwel &lt;i&gt;They&lt;/i&gt;. Das Schlussbild ist ironischer Western. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Brad Anderson ist aufgefallen durch bemerkenswerte Filme aus dem Horror-Grenzgebiet, hat sich mit dem (überschätzten) &lt;i&gt;The Maschinist&lt;/i&gt; einen Namen gemacht und sich mit &lt;i&gt;Transsiberian &lt;/i&gt;unlängst mal am hitchcockianischen Thriller versucht. Sein bester Film ist aber im Grunde der sehr konzentrierte und teils wirklich unheimliche &lt;i&gt;Session 9&lt;/i&gt;. Mit &lt;i&gt;Die Herrschaft der Schatten&lt;/i&gt; kehrt er nun zum Gruselsujet zurück, zeigt uns zu Anfang erstmal, was eine Harke ist, schlafft aber dann auf dramatische Weise ab. Der Film könnte einige enorm gruselige Sequenzen und Schattenanballungen aufweisen, wenn das alles nicht so eklatant vage wäre. Dann auch noch vage visionsartige Schübe in ein ohnehin schon vages Konstrukt zu schachteln, erhöht den Spannungsfaktor nicht gerade. Die Lichtdramaturgie, die solch ein Plot erfordert, müsste viel irrer sein und nicht so träge funktional. Licht aus, Licht an, ein paar schöne Ideen da und dort, aber nicht derart überwältigend, dass man als Zuschauer hier mitgehen möchte. Die Lichtdramaturgie im Höhlenfilm &lt;i&gt;The Descen&lt;/i&gt;t zum Beispiel ist zehnmal besser. Das Drehbuch lässt Figurenfragmente fragmentarisches Zeug reden und erzeugt kaum eine Bindung an irgendwen, auch weil sie sich allesamt zu irrational und sprunghaft verhalten und meistens sowieso nur „James!“ rufen. Die Dramaturgie ist vorhersehbar und verführt einen des Öfteren mal zum Vorspulen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aus Hayden Christensen wird auch hier kein guter Schauspieler, John Leguizamo wirkt vom Drehbuch unterfordert. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir Zuschauer wanken nach diesem Film nicht verstört von dannen, sondern frustriert. Großer Fehler. Schade, aber das ist ein verzichtbares Filmchen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-715233260018189504?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/715233260018189504'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/715233260018189504'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/08/licht-licht-aus-die-herrschaft-der.html' title='Licht an, Licht aus: &quot;Die Herrschaft der Schatten&quot; (Vanishing on 7th Street)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-lgTnRNIHX4E/Tjj9IaOMyOI/AAAAAAAAJqk/1DzEFbeApmQ/s72-c/die_herrschaft_der_schatten.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5697232467701655291</id><published>2011-07-27T11:51:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:21:42.515+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Liebe'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gegenwart'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Musik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Rekonstruktionsprozess: "Crazy Heart"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-btkAeWXPpIg/Ti_fGh61HiI/AAAAAAAAJoE/CtApwWhpcys/s1600/crazy+heart.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-btkAeWXPpIg/Ti_fGh61HiI/AAAAAAAAJoE/CtApwWhpcys/s200/crazy+heart.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Geschichte des versoffenen Country-Sängers Bad Blake, Endfünfziger, der sich durch die Liebe zu einer deutlich jüngeren Frau bessert. Dennoch lässt sie ihn sitzen, aber gerade diese Erfahrung macht unseren Helden am Ende wieder stark und stabil. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Film wie ein Country-Song, ein bisschen geschönt vielleicht durch die Hollywood-Brille und die bekannte Hollywood-Struktur des Gefallenen, der seinen Stolz wiederentdeckt. Wirkt wie ein Independent-Film, ist aber letzten Endes doch Hollywood. Jeff Bridges kommt rüber wie ein auf realistisches Maß zurechtgestutzter „Dude“, den jemand zum alternden Country-Wrack umgeschrieben hat.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Crazy Heart&lt;/i&gt; ist trotz seiner abgetakelten, verschwitzten, kotzenden Hauptfigur ein extrem schöner, herzerwärmender Film. Dafür sorgen melancholische Country-Musik, ein ruhiger, völlig unaufgeregter Erzählfluss, leiser Humor, das selbstverständliche, nahezu lakonische Darbieten menschlicher Werte sowie der Verzicht auf irgendwelche Forciertheiten, die die Geschichte auf Teufel komm raus dramatisch oder tragisch machen wollen. Bad Blake ist das sympathische Zentrum, und die Tatsache, dass die junge Mutter ihn wegen seiner Verfehlungen schließlich doch hängen lässt, ist unfair, denn sie wusste genau, worauf sie sich bei ihm einließ. Dieses Verhalten ist feige und hat mit Liebe nicht viel zu tun. Erstaunlicherweise wirft das den Helden nicht wieder aus der Bahn, sondern stärkt ihn, so dass er die Kurve kriegt. In unzähligen Country-Songs wird genau so ein Rekonstruktionsprozess besungen. Kongenial, freundlich, schauspielerisch ganz weit oben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5697232467701655291?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5697232467701655291'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5697232467701655291'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/07/rekonstruktionsprozess-crazy-heart.html' title='Rekonstruktionsprozess: &quot;Crazy Heart&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-btkAeWXPpIg/Ti_fGh61HiI/AAAAAAAAJoE/CtApwWhpcys/s72-c/crazy+heart.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-6018490118533222506</id><published>2011-07-22T09:44:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:22:12.016+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gegenwart'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Jenseits und Diesseits: "Hereafter"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-TLzLQrYCmlU/TikooVRcXcI/AAAAAAAAJkw/eZeDs8o9Vio/s1600/hereafter.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-TLzLQrYCmlU/TikooVRcXcI/AAAAAAAAJkw/eZeDs8o9Vio/s200/hereafter.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die drei Episoden des Films handeln von Menschen, die mit dem Tod und dem Jenseits konfrontiert werden. Medium George Lonegan hat die Schnauze voll von seiner Gabe, den Toten zu lauschen, und sehnt sich nach einem normalen Leben. Die französische TV-Journalistin Marie kommt beim Thailand-Tsunami 2004 fast ums Leben und hat eine verstörende Nahtod-Erfahrung, die sie fortan beschäftigt und sie tiefgründiger macht, als ihr Metier es ihr zugestehen kann. Der junge, in prekären Verhältnissen lebende Marcus verliert in London seinen dominanten Zwillingsbruder und die eine Hälfte seiner Existenz, um sich danach auf eine ziellose Suche nach einer Kommunikationsmöglichkeit mit dem Toten zu machen. Das Schicksal führt alle drei Figuren am Ende zusammen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nun, eine vage Enttäuschung macht sich schon breit angesichts von &lt;i&gt;Hereafter&lt;/i&gt;. Das mag daran liegen, dass Clint Eastwood kein Phantastiker ist, der sein Publikum auf die Probe stellt, sondern ein poetischer Dokumentarist, der allerhand Bekanntes zum Thema „Nahtod und Jenseits“ zusammenfasst und paraphrasiert. Nicht umsonst taucht zwischendurch eine von Marthe Keller verkörperte Figur auf, die stark an Elisabeth Kübler-Ross, die nüchterne Dokumentaristin von Sterben und Nahtod, erinnert. Der Film sackt immer dann etwas durch, wenn er sich zu gedrängt und thesenhaft an der Faktentradition entlang bewegt, von „brillanten Wissenschaftlern“ spricht, die „im Verborgenen“ arbeiten müssen, weil die Öffentlichkeit ihr Forschungsthema für Spinnerei hält. Oder wenn sich das Drehbuch zu stakkatohaft an Scharlatanen abarbeitet, die einem hingeworfen werden wie in der Nummernrevue einer Freakshow. Und die phantastisch anmutende Schicksalhaftigkeit des schlussendlichen Zusammentreffens der Figuren kommt in einer derart nüchternen Handhabe auch nicht recht rüber und wirkt stattdessen seltsam konstruiert. Wenn &lt;i&gt;Hereafter &lt;/i&gt;seine Figuren jedoch auf großzügig ausgemessenem Raum agieren lässt, gebremst zumeist, gebeugt von dräuenden Fragen, wird er großartig und unverschämt sensibel. Lonegans Begegnung mit der Bekanntschaft aus dem Kochkurs etwa ist ein erzählerisches Meisterstück. Die Trauer und Melancholie des jungen Marcus nehmen einen mit, und die strukturellen Tricks – wie etwa die Überleitung der Lonegan-Episoden zu den Londoner Marcus-Episoden mithilfe eines Dickens-Hörbuchs – sind brillant. Und ich muss ganz ehrlich konstatieren: Ich mag Matt Damon und das, was er regelmäßig leistet. Hier ist er ganz obenauf.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Allenthalben war zu lesen, &lt;i&gt;Hereafter &lt;/i&gt;wolle keine letzten Wahrheiten verkünden, sondern den Zuschauer angesichts des dargebotenen Materials selbst urteilen lassen. Dem ist nicht zuzustimmen, denn Eastwood und Drehbuchautor Peter Morgan werten und manipulieren sehr wohl. Und das ist gut so. Sie verachten die Oberflächlichen und die Schwindler, ihre Sympathien gelten dafür den Tiefgründigen, die aus Trauer und Leid heraus eine Neugier entwickeln, die fast manische Züge annimmt. Und diese Neugier wird belohnt durch Einblicke. Zu Anfang könnte man auch den gramgebeugten Lonegan für einen gewieften Manipulator halten, einen, der die Menschen liest, und nicht so sehr die Toten, und ihnen das mitteilt, was sie mutmaßlich hören wollen. Aber bei Lonegans Kontaktaufnahmen werden immer diese Jenseitsschübe dazwischen geschnitten, die klarstellen, dass er wirklich etwas wahrnimmt. Und sein letztes „Reading“ mit dem kleinen Marcus belegt, dass seine Gabe echt ist, dass er tatsächlich den Toten lauscht. Marcus’ Baseballkappen-Episode in der Londoner U-Bahn belegt zudem ziemlich eindeutig, dass die Toten ins Diesseits hinein wirken und Einfluss nehmen, „beschützen“, wenn man so will. Trotz eines Abwägens der Argumente und des Vorbringens der üblichen Pro- und Contra-Meinungen steht &lt;i&gt;Hereafter &lt;/i&gt;eindeutig auf der Jenseits-Seite. Schön an ihm ist, dass er daraus keine schwärmerischen Versprechungen des kommenden Idylls ableitet, sondern ein handfestes Gegenmittel für die bleierne Daseinsschwere anbietet und ein romantisches Kontinuum überzeitlicher, schicksalhafter Liebe erzeugt. Leben, darum geht es.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Hereafter &lt;/i&gt;ist eine gewinnbringende Erfahrung, die stille, angemessene, poetische Studie eines heiklen Themenkomplexes, an dem sich die buchstäblichen Geister scheiden.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-6018490118533222506?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6018490118533222506'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6018490118533222506'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/07/jenseits-und-diesseits-hereafter.html' title='Jenseits und Diesseits: &quot;Hereafter&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-TLzLQrYCmlU/TikooVRcXcI/AAAAAAAAJkw/eZeDs8o9Vio/s72-c/hereafter.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5164133263377716594</id><published>2011-07-16T09:23:00.002+02:00</published><updated>2012-01-02T09:23:24.266+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agenten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thriller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Polit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Heldenverehrung: "Fair Game"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-YTmqpqe1RG8/TiE7rZcfr4I/AAAAAAAAIzk/bTFV9dM5gDg/s1600/29507953Z.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-YTmqpqe1RG8/TiE7rZcfr4I/AAAAAAAAIzk/bTFV9dM5gDg/s200/29507953Z.jpg" width="146" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Ehepaar Valerie Plame / Joe Wilson – sie CIA-Agentin, er Ex-Botschafter und Berater – sind beide involviert in das Auffinden von irakischen Massenvernichtungswaffen im Vorfeld des Irak-Krieges. Während Wilson einen angeblichen Uran-Deal im Niger als Falschmeldung entlarvt, kann auch Plames Abteilung keine wirklichen Beweise für Saddams Nuklearprogramm heranschaffen. Die Bush-Regierung, vor allem das Büro des Vizepräsidenten, drehen das alles dennoch so, dass es einen Kriegsgrund gibt. Als auf den Uran-Deal mit dem Niger verwiesen wird, platzt Joe Wilson der Kragen und er geht an die Presse. Aus Rache enttarnt die Regierung Valerie Plame in aller Öffentlichkeit und sabotiert damit nicht nur brisante CIA-Aktivitäten, sondern stellt das Paar in den Mittelpunkt einer hysterisch-patriotischen Hexenjagd, bis sogar die Ehe der beiden auf Messers Schneide steht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Produkt des liberalen Hollywood, das droht, vor demokratischer Selbstgefälligkeit vornüber zu fallen und dabei hässliche Geräusche zu machen. Es fehlt nur noch, dass Joe Wilsons pathetische Rede am Ende mit einer flatternden Stars’n’ Stripes unterlegt wird. Und der Mann ist hier immerhin der kritische Geist, der Widerständler. &lt;i&gt;Fair Game&lt;/i&gt; ist patriotisch wie nur was und appelliert an Zivilcourage und demokratische Wachsamkeit gegen diktatorische Tendenzen im eigenen Land. Dieses eigene Land ist natürlich der historische Hort aller Freiheit – der wohlbekannte amerikanische Zentrismus, der sich zu purer Arroganz aufgebläht hat. Nur sind Wilson und Plame keine normalen Bürger, sondern waren lange Jahre Stützen des Systems. Das wird nie hinterfragt. Kein Wort über ihre Beteiligung an nicht ganz sauberen Aktionen während der vorangegangenen zwei Jahrzehnte. Die Tatsache, dass Wilson „unter Clinton“ diente, reicht offenbar schon, ihn moralisch zu adeln. Und Plames regelmäßige Erpressungen von Kontaktleuten gehen auch okay, solange sie nur einer behaupteten Freiheit dienen. Wilson und Plame müssen zwar einen emotionalen Parcours bewältigen und sehen dabei nicht nur astrein aus, aber so richtig angepackt werden sie von diesem Film auch nie. Regelrecht erschütternd ist die Naivität der Figuren, die als kritische Geister etabliert werden sollen, aber offenbar völlig staatshörig sind. Als Wilson von den Lügengeschichten erfährt, stammelt er nahezu fassungslos: „Aber … aber … das ist doch der Präsident der Vereinigten Staaten, das Weiße Haus!“ Als hätte es kein Watergate gegeben und keine Siebziger. Hollywood wirft nur wieder seine ältesten Kamellen unters Publikum: Der Einzelne, hier ein Paar, das die Werte der Nation gegen fiese Typen verteidigen muss.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Film ist so lange okay, wie er die Arbeit der CIA zeigt. Die Hexenjagd einer manipulierten Öffentlichkeit gegen die beiden wackeren Wahrheitsfinder kann an manchen Stellen ebenfalls überzeugen mit der Darbietung eines Paranoia-Klimas, das an die Kommunistenhatz der Fünfziger erinnert. Aber die langwierige und auch ziemlich langweilige Abarbeitung an liberalen Tugenden ist pure Manipulation, fragwürdige Heldenverehrung und reiner Hollywood-Selbstzweck. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sehr, sehr mittelmäßig.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5164133263377716594?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5164133263377716594'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5164133263377716594'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/07/heldenverehrung-fair-game.html' title='Heldenverehrung: &quot;Fair Game&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-YTmqpqe1RG8/TiE7rZcfr4I/AAAAAAAAIzk/bTFV9dM5gDg/s72-c/29507953Z.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7740308461443365830</id><published>2011-07-06T09:29:00.003+02:00</published><updated>2012-01-02T09:23:04.332+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agenten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thriller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Polit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Rachephantasie: "Der Ghostwriter" (The Ghost Writer)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-iTDL_DottDU/ThQOA2fQ2PI/AAAAAAAAIdM/33kcrkD7QJM/s1600/der_ghostwritertest.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-iTDL_DottDU/ThQOA2fQ2PI/AAAAAAAAIdM/33kcrkD7QJM/s200/der_ghostwritertest.jpg" width="158" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach dem mysteriösen Tod des Ghostwriters soll ein Ersatzschreiber die Memoiren des umstrittenen britischen Ex-Premiers Adam Lang verfassen. Der Neue stößt auf allerhand Ungereimtheiten auf den Korridoren der Macht und auf eine alte Seilschaft, welche die britische Regierung in einem völlig neuen Licht dastehen lässt. Und es gibt einige, die die Aufdeckung dessen verhindern wollen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Autor der Romanvorlage, Robert Harris, möchte es John le Carré nachtun, stapelt aber grobe Klötze, statt filigrane Kartenhäuser zu bauen. Sein Roman &lt;i&gt;Ghost &lt;/i&gt;erhielt viel Aufmerksamkeit als angeblicher Tony-Blair-Schlüsselroman, ist letzten Endes aber doch nur eine zwar kompetente, aber auch recht durchsichtige, satirische Rachephantasie. Dass ein westlicher Premier wegen „Kriegsverbrechen“ (das Ausliefern einiger Terrorverdächtiger an die Folterknechte der CIA) vor das Haager Tribunal gezerrt wird, wo er neben afrikanischen und serbischen Schlächtern einquartiert würde, ist eine solche Phantasie. Leider muss man hier Adam Langs Verteidigungsargumenten zustimmen: Da gibt es einen nicht unerheblichen qualitativen Unterschied.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Viel wichtiger – und auch origineller – ist die andere Phantasie des Romans. Das britische Unbehagen angesichts einer Regierung, die außenpolitisch „Verwandtschaft“ mit den USA suggeriert und sich dann verhält wie ein reines Marionettensystem, ist Jahrzehnte alt, vor allem in linken Kreisen. Im Jahr 1986 beschallte der Song „51st State“ von New Model Army, der das auf den Punkt bringt, die Indie-Discos Europas. Spätestens seit Tony Blairs rückhaltloser Unterstützung des amerikanischen Lügengeflechts, das den Irakkrieg verursachte, ist dieses britische Unbehagen im Mainstream und dem Bürgertum angekommen. Und Robert Harris fütterte es mit seiner &lt;i&gt;Ghost&lt;/i&gt;-Phantasie, indem er eine ungeheuerliche Erklärung dafür lieferte und dabei absichtlich, und vielleicht auch ein bisschen satirisch, an den Paranoia-Thriller der Siebziger anschloss.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Roman Polanski scheint sich für den Eklat gar nicht so sehr zu interessieren. Ihm geht es um die Psychologie des Personals und die Ausdeutung derselben mittels der Bildgestaltung. Er lässt weit über zwei Stunden Figuren geistreich miteinander reden und interagieren, und die äußerlich spannendste Sequenz ist die, als der Held im Rückspiegel bemerkt, wie ein Auto vom Straßenrand ausschert und zur Verfolgung ansetzt. Die Bilder sind regelrecht streng komponiert, elegant, geordnet, gezähmt, dramatische Musikuntermalung entfällt größtenteils. Das Personal scheint geometrisch angeordnet, aber die Geometrie dahinter muss erst durchschaut werden. Die Darsteller sind famos. Was Tom Wilkinson aus einem einzigen längeren Auftritt herausholt, imponiert. Ebenso Olivia Williams als Premiersgattin. Man gibt sich diesem eleganten Polit-Thriller anfangs freudig hin, bemerkt aber irgendwann, dass man manipuliert wird, und geht in die kritische Distanz. Jedoch scheint das beinahe Polanskis Absicht gewesen zu sein: den Zuschauer von diesem Milieu auf Abstand zu halten und es als Parallelgesellschaft zu entlarven.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Der Ghostwriter&lt;/i&gt; ist dann imposant, wenn man seine politischen Hintergründe und Botschaften nicht allzu ernst nimmt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7740308461443365830?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7740308461443365830'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7740308461443365830'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/07/rachephantasie-der-ghostwriter-ghost.html' title='Rachephantasie: &quot;Der Ghostwriter&quot; (The Ghost Writer)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-iTDL_DottDU/ThQOA2fQ2PI/AAAAAAAAIdM/33kcrkD7QJM/s72-c/der_ghostwritertest.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-611573114749279552</id><published>2011-07-04T11:17:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:23:49.526+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Befehlsempfänger: "Breaker Morant"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-ktzDTVgan5M/ThGDu2-ppEI/AAAAAAAAIRs/VMX8zzRzn-0/s1600/breakermorant.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-ktzDTVgan5M/ThGDu2-ppEI/AAAAAAAAIRs/VMX8zzRzn-0/s200/breakermorant.jpg" width="143" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Burenkrieg, 1901. Um der Partisanentaktik der Buren etwas entgegenzusetzen, greift das britische Empire auf australische Sondereinheiten zurück, welche die Feinde im Hinterland jagen. Nach dem grässlichen Tod seines Vorgesetzten wird der zuvor eher ausgleichende Leutnant Morant, ein australischer Hobbydichter und Pferdenarr, zum gnadenlosen Rächer. Er verfolgt mit seinen Männern flüchtige Buren, tötet einige im Kampf und lässt einen Überlebenden ohne jeglichen Prozess hinrichten. Dem folgen weitere Gefangene und auch ein deutscher Missionar, den Morant für einen Spion hält und aus dem Hinterhalt abknallen lässt. Letzteres verursacht diplomatische Verwicklungen mit Deutschland, und das britische Oberkommando will beweisen, dass es seine Truppe im Griff hat. Morant und zwei seiner Untergebenen werden wegen mehrfachen Mordes und Kriegsverbrechen angeklagt, und der Ausgang dieses Militärtribunals steht von Anfang an fest. Da kann sich der tapfere Verteidiger noch so sehr ins Zeug legen und betonen, dass die standrechtliche Erschießung Gefangener nicht nur „Gewohnheitsrecht“ unter den Briten sei, sondern sogar auf Befehlen des Oberkommandos beruhe. Nur leider wurden diese Befehle nie schriftlich fixiert, sondern nur in vertraulichen Unterredungen ausgegeben …&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bruce Beresfords Film von 1979 beruht auf einem Theaterstück, und dieses wiederum auf dem realen Fall des Leutnant Harry „Breaker“ Morant und seiner australischen Sondereinheit, den Bushveldt Carbineers. In heimischen Gefilden ist &lt;i&gt;Breaker Morant&lt;/i&gt; unter seinem deutschen Titel &lt;i&gt;Der Fall des Lieutnant Morant&lt;/i&gt; nie auf DVD erschienen, und die Qualität der englischen Silberscheibe ist auf dem Niveau eines abgenudelten VHS-Bandes. Immerhin wirbt sie großspurig mit „Widescreen“.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Verwandt ist der Film mit Kubricks frühem &lt;i&gt;Paths of Glory&lt;/i&gt; (&lt;i&gt;Wege zum Ruhm&lt;/i&gt;) und Lumets &lt;i&gt;The Hill&lt;/i&gt; (&lt;i&gt;Ein Haufen toller Hunde&lt;/i&gt;). Ein Militärdrama, das die theaterhafte, dialoglastige Aura der Gerichts- und Knastszenen durch elegante Rückblenden und eruptive Action durchbricht. Die Gesamtanmutung des Films ist ungemein authentisch, hart, verzwickt, galgenhumorig und zugleich poetisch. Die drei Delinquenten sind Sündenböcke, die das Oberkommando unter dem legendären Lord Kitchener heranzieht, um zu vertuschen, dass die Armee Ihrer Majestät mit der neuartigen Qualität dieses Krieges nicht klarkommt und daher zu barbarischen Methoden greift. Dabei entschuldigt der Film keinesfalls das Verhalten der Angeklagten und trachtet nicht danach, den kleinen Landser vor den Verbrechen der Oberen in Schutz zu nehmen. Morant war Befehlsempfänger, aber er konnte sich den brisanten Erschießungen verweigern. Was er auch bis zum Tod seines verwandtschaftlich verbundenen Vorgesetzten tat. Danach wird der Zuschauer Zeuge einer Selbstaufgabe, einer Entwicklung hin zu Hass und Gnadenlosigkeit und fatalem „Gewohnheitsrecht des Krieges“, einem männerbündischen Einvernehmen, das in Verbrechen mündet. Während des Tribunals hat Morant offenbar wieder zu sich selbst gefunden, denn er schlüpft erneut in die Rolle des desillusionierten Dichters und trinkfesten Zynikers. Das Schlussplädoyer des Verteidigers gehört zum Besten, was je über den Krieg und das, was er aus Menschen macht, gesagt wurde. Es fällt nicht auf fruchtbaren Boden bei den befangenen Richtern. Die sind eher peinlich berührt ob so viel Ehrlichkeit.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Breaker Morant &lt;/i&gt;hat bis in die kleinsten Rollen erstklassige Darsteller zu bieten, bei denen jede Gesichtszuckung und jeder Akzent sitzt. Natürlich wäre da primär Edward Woodward als Morant zu nennen, aber Jack Thompson als engagierter Verteidiger spielt sie alle an die Wand. Die Dialoge spritzen, wie sie es eigentlich nur auf dem Theater können. Dennoch ist &lt;i&gt;Breaker Morant&lt;/i&gt; mit seinen naturalistischen, durchkomponierten Bildern auch ein visuelles Erlebnis.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Herausragend zeitlos.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-611573114749279552?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/611573114749279552'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/611573114749279552'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/07/befehlsempfanger.html' title='Befehlsempfänger: &quot;Breaker Morant&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-ktzDTVgan5M/ThGDu2-ppEI/AAAAAAAAIRs/VMX8zzRzn-0/s72-c/breakermorant.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4995444378139046872</id><published>2011-06-29T08:45:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:24:07.134+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fantasy'/><title type='text'>Postkarten-Mittelalter: "Der Tag des Falken" (Ladyhawke)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-F564EPZtpmY/TgrHXsabw0I/AAAAAAAAGjM/6D7cPVORaVg/s1600/tag+des+falken.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-F564EPZtpmY/TgrHXsabw0I/AAAAAAAAGjM/6D7cPVORaVg/s200/tag+des+falken.jpg" width="146" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Tagsüber ist der geschasste Rittersmann Navarre ein Mann, nachts ein Wolf. Seine Geliebte Isabeau begleitet ihn am Tag als Falke, des Nachts ist sie eine Frau. So können die Liebenden nie zusammenkommen, und genau das ist die Absicht hinter dem Fluch, den der eifersüchtige Bischof über die beiden verhängt hat. Während Navarre nach Rache strebt, wollen der Dieb Maus und der Mönch Imperius ihn züglen und davon überzeugen, die einzige Gelegenheit zum Brechen des Fluchs zu nutzen – eine anstehende Sonnenfinsternis. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine mittelalterliche französische Sage bildet die Grundlage dieses romantischen Fantasy-Films von 1985, mit dem man heute nicht mehr recht froh wird. Ein Nachzügler des Früh-Achtziger Fantasy-Booms. Allzweckwaffe Richard Donner hat ihn allzu routiniert in Italien abgedreht, der italienische Kameramann legt gesteigerten Wert auf die Schönheit seiner Heimat und lässt sie nach Postkarten-Mittelalter aussehen. Zwischendurch kommen einige fantasygerechte Kitscheinstellungen zum Tragen. Tatsächlich sind es die romantischen Elemente, die Tragik der Liebenden, die die Geschichte auszeichnen. Wenn Dieb Maus tagsüber zum Gefährten des Mannes und nachts zu dem der Frau wird und beide durch ihn miteinander kommunizieren (wobei Maus immer wieder schwülstige Dinge hinzuerfindet), dann hat das eine ironische, tragikomische Originalität. Rutger Hauer und Michelle Pfeiffer sind ein schönes Paar, ihre Tiergestalten prächtig und die tierischen Darsteller brillant trainiert und visuell inszeniert.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wenn man auf die offenkundigen Schwächen des Films hinweist, kommt man sich beinahe wie ein Miesmacher vor. &lt;i&gt;Der Tag des Falken&lt;/i&gt; ist zu lang und beginnt irgendwann zu langweilen. Die ganze tragische Situation ist aufgrund einer lediglich referierten Vorgeschichte bloße Behauptung. Ein Volk scheint in diesem Szenario gar nicht zu existieren, denn es sind bloß unser kleines Helden-Trüppchen, steif herumstehende Ordensritter und ein Haufen Klerikaler auf der Szene. Das alles wirkt sehr artifiziell und oberflächlich. Eher ein Design als ein Schauplatz oder eine Geschichte. Das könnte jedoch auch zu tun haben mit dem Legendencharakter der Erzählung. Dafür sind die Dialoge dann allerdings zu flapsig, und die Ausstattung ist zu poppig. Die Bösewichte haben die Präsenz von zum Trocknen aufgehängten Bettlaken. Der Showdown mit ihnen ist demzufolge ziemlich wurscht – und auch noch träge und pathetisch inszeniert. Die Schwerter sind aus Alu, die Rüstungen lächerlich, vor allem die Disco-Helme. Die Kämpfe sind banal bis ungelenk. Matthew Broderick geht einem zu Anfang mit seinem Ferris-Bueller-Modus ziemlich auf den Senkel, eignet sich dann aber angesichts der Liebestragik eine Art Demut an und wird ruhiger und sympathischer. Der Keyboard-Soundtrack aus dem Technokraten-Büro von Alan Parsons ist eine absolute Katastrophe und animiert einen schon beim Vorspann, die Pausentaste zu drücken und sich das mit dem Anschauen des Films noch mal zu überlegen. Könnte man nicht doch besser Zehennägel schneiden gehen oder die Küchenzeile sauber machen? &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Der Tag des Falken&lt;/i&gt; ist trotz der Zeitlosigkeit seiner Geschichte heftig gealtert. Ein Remake nach heutigen narrativen und visuellen Standards könnte reizvoll sein.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4995444378139046872?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4995444378139046872'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4995444378139046872'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/06/postkarten-mittelalter-der-tag-des.html' title='Postkarten-Mittelalter: &quot;Der Tag des Falken&quot; (Ladyhawke)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-F564EPZtpmY/TgrHXsabw0I/AAAAAAAAGjM/6D7cPVORaVg/s72-c/tag+des+falken.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5323107205036817596</id><published>2011-06-28T08:52:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:24:40.259+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Monumental'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Ärger im Diplomatenviertel: "55 Tage in Peking" (55 Days at Peking)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-BIP6bC6SqS8/Tgl4yg36XII/AAAAAAAAGi0/5IWnoCO9LOM/s1600/peking.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-BIP6bC6SqS8/Tgl4yg36XII/AAAAAAAAGi0/5IWnoCO9LOM/s200/peking.jpg" width="139" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Film über den Boxeraufstand. Im Jahr 1900 werden die diplomatischen Vertretungen der Kolonialmächte in Peking vom Aufstand der Boxer-Bewegung bedroht, die chinesische Regierung spielt ein falsches Spiel, Entsatz bleibt vorerst aus. Während der 55 Tage Belagerung werden die Vertreter der Kolonialmächte auf sich selbst zurückgeworfen und müssen sich zusammenraufen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von diesem Film aus dem Jahr 1963 und der Produktion von Samuel Bronston (&lt;i&gt;El Cid&lt;/i&gt;) besonders akribische Historiendarbietung zu erwarten, wäre genau so naiv, wie das in Spanien errichtete Kulissen-China für echt zu halten. Zu Anfang, während des Einmarschs der US-Marines in Peking, gibt Charlton Heston seinen Leuten einen Einführungskurs. Er gibt den Soldaten die Übersetzungen von „Ja“ und „Nein“ an die Hand und weist darauf hin, dass man auch hier bezahlen muss, wenn man etwas haben will. Mehr braucht man offenbar nicht zu wissen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Immerhin kommen die Probleme des Landes mit den Kolonialmächten zur Sprache, denn es wird immer mal wieder in die Schaltzentrale der kaiserlichen Macht geschnitten. Leider werden diese Szenen jedoch dominiert von Kulissenprotz, von einer notorisch ratlosen Kaiserin, von Leo Genn (der stolze Petronius aus &lt;i&gt;Quo vadis?&lt;/i&gt;) als China-General im unvorteilhaften Fummel sowie dem schlangengleichen Bösewicht Prinz Tuan. Allein diese klauengleichen Finger! Alle drei werden von westlichen Darstellern verkörpert. Dazu gibt es platte chinesische Allerweltsweisheiten am laufenden Band. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nein, die Helden sind ganz klar die Kolonialisten. Die Amerikaner veredeln sich selbst, indem sie behaupten, hier gar keine territorialen Ansprüche zu besitzen. (Warum sind sie dann da?) Die britische Brudernation tritt auf in Gestalt des edlen, zupackenden Diplomaten und Ex-Soldaten David Niven, dem man sowieso nie etwas übel nehmen kann. Er ist schließlich Gentleman. Die Japaner wirken unerwartet tapfer, die Franzosen werden u.a. verkörpert von dem jungen, forschen Philippe Leroy, die Deutschen von dem erstaunlich sympathischen Walter Gotell (später General Gogol in den James-Bond-Filmen). Es kommt während der Belagerung zu Brüchen, zu unschönen Erkenntnissen, zum Hinterfragen des eigenen Tuns. Die Menschenmassen, die die Boxer aufs Diplomatenviertel loslassen, erlauben jedoch keine allzu eingehendere Beschäftigung mit den Selbstzweifeln. Es muss verteidigt werden, bis die Schwarte kracht. Ava Gardner als abgehalfterte russische Gräfin, die offenbar mit jedem vermögenderen Kerl und Ordensträger in die Kiste springt und sich während des Films unglaubwürdigerweise zum Engel der Verwundeten wandelt (ehe sie selbst engelsgleich den Abgang macht), ist eine allzu offensichtliche melodramatische Zutat, die den Film eher hemmt als ihm zu nutzen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Kampfszenen sind prächtig und aufwendig. Das spanische Kulissen-China wird mächtig kaputt gemacht. Der Soundtrack von Dimitri Tiomkin bietet symphonisch umflorte Militärmärsche und Nationalhymnen auf, Charlton Heston zeigt viel Gebiss, David Niven flattert hier und da schon mal die „stiff upper lip“.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;55 Tage in Peking&lt;/i&gt; laviert, packt nicht, weiß nur mit wenigen Figuren etwas anzufangen und bleibt einem egal. Und fragwürdig ist die Sicht der Kolonialmächte und die vereinfachende Gut-Böse-Aufspaltung natürlich auch, obwohl sie sich phasenweise um Ambivalenzen bemüht. Es ist das Requiem des Monumentalfilms. Nicht sehr viel später meldete sich New Hollywood zu Wort und entzog dieser Art Film die Existenzgrundlage.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dem Film Rassismus und Geschichtsfälschung vorzuwerfen, läuft jedoch ins Leere. Natürlich sind auch Historienfilme Kinder jener Epoche, in der sie entstanden, und bedienen sich in der Vergangenheit, um dem Publikum aktuelle Botschaften unterzujubeln. &lt;i&gt;55 Tage in Peking&lt;/i&gt; ist eine UNO-Paraphrase. Die Drehbuchautoren fanden in der Pekinger Situation von 1900 einen Mikrokosmos, in dem zerstrittene, disharmonierende Nationen zusammenstehen mussten, um eine gemeinsame Bedrohung abzuwehren. „Vielleicht wird das zum Vorbild werden“, meint Heston am Schluss. Die Chinesen sind hier mehr oder weniger zufällig der Feind. Das mit dem Zeitalter des Kolonialismus zu verknüpfen, erscheint jedoch, gelinde gesagt, fragwürdig. Wer sich des schamlosen, ja widerlichen Umgangs der europäischen Kolonialmächte mit den auszubeutenden Territorien vergewissern möchte, sollte sich John Milius’ gut zehn Jahre später entstandenen &lt;i&gt;Der Wind und der Löwe&lt;/i&gt; anschauen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5323107205036817596?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5323107205036817596'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5323107205036817596'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/06/arger-im-diplomatenviertel-55-tage-in.html' title='Ärger im Diplomatenviertel: &quot;55 Tage in Peking&quot; (55 Days at Peking)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-BIP6bC6SqS8/Tgl4yg36XII/AAAAAAAAGi0/5IWnoCO9LOM/s72-c/peking.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1887640738736381360</id><published>2011-06-27T08:28:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:25:10.272+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gegenwart'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Psycho'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Wecke das Böse in dir: "Black Swan"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-IBAXyPsRmy8/TggiNKIsCgI/AAAAAAAAGiw/YqKD9FGSLps/s1600/swan.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-IBAXyPsRmy8/TggiNKIsCgI/AAAAAAAAGiw/YqKD9FGSLps/s200/swan.jpg" width="154" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Problem der werdenden Primaballerina Nina Sayers ist, dass ihre dominante Mutter sie auf einer vorpubertären Altersstufe quasi festgebunden hat – ganz offenbar, um damit eigene Versäumnisse und Fehler zu kompensieren, aber womöglich auch aus einem perfiden Rachegefühl heraus. Die Mutter musste nämlich nach Ninas Geburt die eigene Ballett-Karriere aufgeben. Ein Blick in Ninas rosa Plüschtierzimmer genügt, um den Charakter der jungen Dame zu ermitteln. Nina strebt nach absoluter Perfektion, ist aber emotional und erotisch völlig unterdeterminiert. Aus diesem Grund ist die Tänzerin nicht in der Lage, die Pole zu vereinen, die &lt;i&gt;Schwanensee &lt;/i&gt;fordert: Nina hat den weißen Schwan („liebes Mädchen“) perfekt drauf, scheitert aber in den Augen ihres mephistophelischen Choreographen an der Darstellung des bösen, verführerischen schwarzen Schwans. Über der Unfähigkeit, diese Kluft zu überbrücken, zerbricht Nina Sayers und wird schizo. Tatsächlich zerbricht sie angesichts der Erkenntnis, kein echter Charakter zu sein, kein echtes Leben zu leben, keine Mitte zu haben.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nina Sayers ist wie Stephen Kings Carrie, der durch eine herrische Mutter allerhand Selbstverständlichkeiten des Lebens vorenthalten wurden und die beim Zusammenprall mit den Erfordernissen mächtig zerbröselt. Carrie ist jedoch eher ein von außen betrachteter Charakter, bei Nina Sayers geht es erst nach innen und von da nach außen. Und dieses Außen nimmt dann die verstörenden Züge einer Schizo-Weltsicht an, die die langsame Metamorphose zum schwarzen Schwan illustriert: Wecke das Böse in dir. Werde! &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diese Geschichte ist im Grunde recht simpel und einleuchtend. Das passt durchaus zum märchenhaft simplen und doch tückischen psychologischen Inhalt von &lt;i&gt;Schwanensee&lt;/i&gt;. Dennoch wird man das Gefühl nicht los, dass sich hier etwas, das von Anfang an ziemlich offensichtlich ist, furchtbar aufgeblasen über fast zwei Stunden schleppt und eine Selbstverständlichkeit nach der anderen abarbeitet. L’art pour l’art. Originell ist das im Prinzip dennoch, denn diese Art von Ballett-Horror-Fantasy gab es einfach noch nicht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Darren Aronofsky motzt das Psycho-Märchen auf mit einer hochflexiblen Ganz-nah-dran-Bildgestaltung (ähnlich wie in &lt;i&gt;The Wrestler&lt;/i&gt;), Emotions- und Schizo-Pornographie, die extremistische Schauspieler verlangt, natürlich viel Musik, allerhand Horror-Mottenkiste sowie anfangs noch entzückend unauffälligen Effekten, die später rauschhaft und phantastisch werden. Warum diese spezielle Aufführung des Stücks aber so neuartig und radikal sein soll, dass der Choreograph dazu das Ensemble malträtiert und drangsaliert, bleibt unklar, denn die Aufführung sieht am Ende eigentlich ziemlich konservativ aus – abgesehen natürlich von Nina Sayers perfektem schwarzen Schwan, dessen Metamorphose sich allerdings bloß in der verrauschten Psyche abspielt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Überbewerteter Film, der zu dick aufträgt, aber ansehen muss man sich das.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1887640738736381360?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1887640738736381360'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1887640738736381360'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/06/wecke-das-bose-in-dir-black-swan.html' title='Wecke das Böse in dir: &quot;Black Swan&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-IBAXyPsRmy8/TggiNKIsCgI/AAAAAAAAGiw/YqKD9FGSLps/s72-c/swan.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5163536020289879318</id><published>2011-06-19T12:36:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:25:43.069+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><title type='text'>Auf Seelenfang: "Devil"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-tklHV2MFKGs/Tf3P780xk_I/AAAAAAAAGQ4/FX8ClE8CF-w/s1600/devil.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/-tklHV2MFKGs/Tf3P780xk_I/AAAAAAAAGQ4/FX8ClE8CF-w/s200/devil.jpg" width="160" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Fünf Menschen bleiben im Fahrstuhl eines Bürogebäudes stecken, und die Hinweise häufen sich, dass es hier nicht mit rechten Dingen zugeht. Während der Sicherheitsdienst und ein Polizist versuchen, die Lage zu klären, geht im Fahrstuhl auf engstem Raum ganz offensichtlich niemand anders als der Teufel um – zumindest wenn man dem katholischen Hispano-Wachmann und seiner Geschichte von der teuflischen Seelenfang-Strategie glauben darf.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;Devil &lt;/i&gt;beruht auf einer Idee von M. Night Shyamalan, aber Drehbuch und Regie des schlanken 75-Minüters besorgten andere. Der Film ist die visuelle Umsetzung einer Novelle, ein mit enormer Dichte gearbeitetes Scharwenzeln um das „unerhörte Ereignis“. Selbiges tritt erst gegen Ende ein, wenn herauskommt, dass der scheinbar zufällig anwesende Polizist auf eine schicksalhafte Weise in das Geschehen involviert ist. Auf sein Trauma wird jedoch im Vorfeld so oft hingewiesen, dass der Zuschauer diese Verwicklung bereits ahnt – wenn auch nicht bis ins letzte Detail.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu der Dichte des Films trägt neben einem unheimlichen, vielleicht ein bisschen zu aufdringlichen Soundtrack vor allem die phänomenale Kameraarbeit (niemand Geringerer als Tak Fujimoto) bei, die unter anderem eine der sinnfälligsten visuellen Prolog-Epilog-Strukturen zu bieten hat, die mir jemals untergekommen ist. Vor allem der Prolog ist in seiner simplen Effizienz überragend. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Idee ist ebenso offensichtlich und einleuchtend: Das hier ist die modernisierte, hochtechnisierte Variante einer alten Teufelslegende. Dennoch schlägt &lt;i&gt;Devil &lt;/i&gt;in all seiner Hektik ein, zwei Haken zu viel und raunt aus dem Off zu mysteriös und fragmentarisch herum, um als Erzählung endgültig zu überzeugen. Spannend und gruselig ist es dennoch, und auch ein bisschen spirituell. Lohnt sich.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5163536020289879318?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5163536020289879318'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5163536020289879318'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/06/auf-seelenfang-devil.html' title='Auf Seelenfang: &quot;Devil&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-tklHV2MFKGs/Tf3P780xk_I/AAAAAAAAGQ4/FX8ClE8CF-w/s72-c/devil.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-375082735240471834</id><published>2011-06-16T09:41:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:26:08.200+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apokalypse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Wohlstandsgrenze: "Monsters"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-M_jYk2wxy5I/TfmykN4opoI/AAAAAAAAF1c/hO07bogSL2A/s1600/monsters-blu-ray.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-M_jYk2wxy5I/TfmykN4opoI/AAAAAAAAF1c/hO07bogSL2A/s200/monsters-blu-ray.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;An der Grenze zwischen Mexiko und den USA ist eine Weltraumsonde abgestürzt und hat fremde Lebensformen mitgebracht, die zu riesenhaften Landkraken heranwachsen. Die Wesen werden als Gefahr eingestuft, die US Air Force bombardiert sie, eine „Infizierte Zone“ wird eingerichtet. Ein Fotograf soll die Tochter seines Chefs sicher von Mexiko in die USA bringen, und die beiden müssen mitten durch die Infizierte Zone.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit minimalem Budget gedrehter Alien-Invasionsfilm als Globalisierungsmetapher und zugleich schüchterne Romanze zweier Globetrotter. Wenn es irgendwo auf der Erde eine handfestere Grenzziehung zwischen Erster und Zweiter Welt gibt, dann zwischen den USA und Mexiko. Kein Wunder also, dass dieser Landstrich im Film als Infizierte Zone herhalten muss. Statt die fremden Krakendinger, die im Grunde harmlos sind, zu erforschen und eine Koexistenz anzustreben, hat das Militär die Macht übernommen und setzt Hellfire-Raketen ein. Also, wer sind hier bitteschön die Monster? Das Wunder des Lebens, missverstanden als Bedrohung.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu Anfang summt ein Soldat den „Walkürenritt“ und spielt damit an auf &lt;i&gt;Apocalypse Now&lt;/i&gt;. Tatsächlich benutzt &lt;i&gt;Monsters &lt;/i&gt;die zugrunde liegende Struktur von Joseph Conrads&lt;i&gt; Heart of Darkness&lt;/i&gt;, dem Vorbild von &lt;i&gt;Apocalypse Now&lt;/i&gt;, und bedient sich auch bei Bildern aus Coppolas Meisterstück. Anklänge an Ian McDonalds Roman &lt;i&gt;Chaga &lt;/i&gt;finden sich auch. Die Beiläufigkeit, mit der die Bilder Informationen vermitteln und Leerstellen füllen (oder schaffen), erinnert an Filme von Alejandro Inarritu und Guillermo Arriaga (&lt;i&gt;Babel&lt;/i&gt;), nicht zufällig Mexikaner. Es geht mitten hinein in eine Zone, in der das Fremdartige haust und in der man gezwungen wird, sich so neu zu sortieren, dass man sich selbst begegnet. Hier lässt auch der &lt;i&gt;Stalker &lt;/i&gt;grüßen. Die beiden fragmentarisch ausgeleuchteten Helden geben immer mehr von sich preis, rücken angesichts der gemeinsamen Erfahrung näher zusammen und bleiben doch bis kurz vor Schluss in angemessener Distanz zueinander. Wir werden Zeuge von so etwas Gewöhnlichen wie einem Kennenlernen inmitten eines metaphorischen Szenarios. Nicht mehr, nicht weniger.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die dunklen, mitunter spektakulären Vorbilder des Films liefern nur Ansatzpunkte und werden nicht einfach für die eigenen Zwecke ausgebeutet. Das Herz dieser zeichenhaft zusammengewürfelten Finsternis ist recht vage, offenbart sich in Eindrücken und Atmosphären, und besonders finster ist es eigentlich auch nicht. Dschungelschleichpfade, Zivilisationsreste, eine Inka-Pyramide im Sternenschein, leuchtende Baumpilze, die Alien-Eier sind. Und dann ein US-Grenzgebiet, das evakuiertes Krisengebiet ist und die beeindruckenden Sperranlagen der Infizierten Zone verspottet. Die Aliens sind längst auch jenseits der Wohlstandsgrenze. Und was tun sie da? Herumstreifen und sich bestenfalls wehren, wenn jemand ihnen an die Tentakel will. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es gibt in &lt;i&gt;Monsters &lt;/i&gt;kaum Action, keine nennenswerte äußere Spannung, keinen Horror, die Monster machen sich generell rar, und der buchstäbliche Höhepunkt des Films zeigt zwei biolumineszierende Riesenkraken bei der Kopulation. Womit sie natürlich das Nähe-Distanz-Verhalten unseres Heldenpärchens kommentieren und vielleicht auch ein bisschen vorausdeuten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Film mit dem handfest wirkenden Titel stößt all jene Nerds vor den Kopf, die eine weitere Variante des üblichen Invasionsgeknalles erwarten und sich in Vorfreude auf F/X, Explosionen und zerplatzende Körper die Händchen reiben. Aber statt zünftigen Haudraufs gibt es ein irritierendes Driften durch assoziative Motivkomplexe und zwei leicht neurotische, im Grunde aber völlig normale Durchschnittstypen, die sich das ein oder andere mitzuteilen haben. Mal was anderes.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-375082735240471834?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/375082735240471834'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/375082735240471834'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/06/wohlstandsgrenze-monsters.html' title='Wohlstandsgrenze: &quot;Monsters&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-M_jYk2wxy5I/TfmykN4opoI/AAAAAAAAF1c/hO07bogSL2A/s72-c/monsters-blu-ray.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3410900141643018057</id><published>2011-06-11T10:19:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:26:39.783+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Verdünnte Perfektion: "Der Flug des Phoenix" (Flight of the Phoenix)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-WQu-a4lqWm4/TfMiQTLtPoI/AAAAAAAAFts/tzgWNMTqz4w/s1600/phoenix.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/-WQu-a4lqWm4/TfMiQTLtPoI/AAAAAAAAFts/tzgWNMTqz4w/s200/phoenix.jpg" t8="true" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Flugzeug einer Ölgesellschaft stürzt über der Wüste ab, und die Überlebenden stehen bald vor der Wahl, entweder zu verdursten oder dem Vorschlag des scheinbar verrückten Ingenieurs zu folgen und aus den Trümmern des Flugzeugs ein neues zu bauen, um damit die nächste Siedlung zu erreichen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Robert Aldrichs Original von 1965 ist klug, großartig, perfekt. Erstmals bewusst und in voller Länge habe ich es damals gesehen, lange her, am Abend eines heißen Sommertages. Die Wüstenhitze, die der Film abstrahlt, konnte so wenigstens ein bisschen nachvollzogen werden. Mit einem Unterschied: Die Havarierten hatten damals keine eiskalte Flasche Coca Cola neben sich stehen, so wie ich. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Neben der ganzen Reduktion, der Havarierten-Dramatik, der Metapher über Gemeinschaftssinn, der das Individuum einbindet und ihm trotzdem Raum lässt, der erzwungenen Nationenzusammenführung zwanzig Jahre nach dem Krieg, dem unglaublichen Ensemble und der totalen Beherrschung der Mittel gibt es eine besonders reizvolle Zutat: der unsichere, ambivalente Umgang Hollywoods mit dem „neuen“ Deutschen, der kein Nazi mehr ist, aber doch noch einen ziemlich eindeutigen Schatten wirft. Hardy Krüger verkörpert den Ingenieur Heinrich Dorfmann, einen kaltherzigen, besserwisserischen Technokraten, einen "Rechenschieber", perfekt in den Machbarkeitsstudien, aber zur Menschenführung völlig ungeeignet. Eine Art „Homo faber“ auf Speed. Natürlich kollidiert er mit der ebenso sentimentalen wie burschikosen Art der Mithavarierten. Zumal zwanzig Jahre nach Kriegsende noch gewisse Ressentiments mitschwingen. Hardy Krüger steht für beunruhigende Perfektion und Effektivität, die ganz selbstverständlich einhergeht mit Schinderei, und symbolisiert eine rätselhafte Nation, die zwischen den furchteinflößend perfekt ausgeführten Verbrechen von gestern und der robusten Wirtschaftsmacht von morgen oszilliert. Weder von dem einen noch von dem anderen ist explizit die Rede, aber dennoch ist das durch die Besetzung Hardy Krügers, seinen Akzent, seine Blondheit, seine Disziplin jederzeit klar. Er weist in die Richtung solcher Typen wie Wernher von Braun, verdienstvoll, aber verstrickt. Genial, aber unheimlich. Es ist das Verdienst des Drehbuchs und Hardy Krügers, dass aus dieser Ausgangssituation kein Abziehbild wurde, sondern Subtext. So zeitlos &lt;em&gt;Der Flug des Phoenix&lt;/em&gt; zu sein scheint, er entwickelt seine Zugkraft eigentlich nur im Kontext seiner Epoche.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Remake von 2004 interessierte mich nie. Einen perfekten Film kann man nicht optimieren, höchstens verdünnen. Gestern kam das Remake im Fernsehen. Also doch mal anschauen. Natürlich tritt das ein, was zu befürchten war. Im Grunde ist es eine uninspirierte 1:1-Kopie des Originals, mit einigen dem Zeitgeist und der Spannungssteigerung geschuldeten, nicht immer plausiblen Neuerungen. Unsinniger Musikeinsatz, hanebüchene Sprünge, mehr Action-Gedöns, angerissene Hintergründe, die niemand braucht, ein seelenloses Ensemble. Es ist nun auch eine Frau mit an Bord, was aber nicht weiter auffällt, weil Miranda Otto mehr Kerl ist als die meisten Kerle. Oder als Frau nicht recht ausgearbeitet wurde. Dennis Quaid ist als Pilot Towns deutlich burschikoser als James Stewart und grinst wie immer, der loyale Richard Attenborough wird durch den schwarzen Darsteller Tyrese Gibson ersetzt. Giovanni Ribisi bekommt eine Hardy-Krüger-Gedächtnis-Frisur verpasst und übernimmt den unangenehmen Part. Er hört nun auf den Namen Elliott und ist kein Deutscher mehr. Er wird zum wasserstoffblonden Psycho-Freak, einem herrischen Genie am Rande des Irreseins. Zwei reizvolle Neuerungen betreffen direkt ihn und belegen dabei im Grunde nur, wie großartig das Original war, dass es auf diese Dinge verzichtet hat. Da wäre die Szene, in der Ribisi einen verletzten Banditen mit einem Kopfschuss hinrichtet, um den Kerl los zu sein. Hätte man Hardy Krüger 1965 das tun lassen, wäre die schöne Ambivalenz des Deutschen futsch gewesen, dann hätte es eine eindeutige SS-Assoziation und damit eine Denunziation der Figur gegeben. Und ganz am Schluss des Remakes dokumentiert eine leicht ironische Presse- und Coverschau, was aus den Überlebenden wird: Auf einem Zeitschriftencover ist Ribisi vor einer US-Flagge zu sehen, darunter die Schlagzeile „NASA’s New Hope?“ Die Macher des Remakes nehmen also bewusst Schwingungen des Originals auf und überführen sie ins Explizite. Sie ergeben nur vierzig Jahre später und gar sechzig Jahre nach dem Krieg keinen richtigen Sinn mehr.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3410900141643018057?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3410900141643018057'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3410900141643018057'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/06/verdunnte-perfektion-der-flug-des.html' title='Verdünnte Perfektion: &quot;Der Flug des Phoenix&quot; (Flight of the Phoenix)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-WQu-a4lqWm4/TfMiQTLtPoI/AAAAAAAAFts/tzgWNMTqz4w/s72-c/phoenix.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1270444009862341485</id><published>2011-06-10T09:15:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:27:19.076+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><title type='text'>Berliner Hipness: "Wir sind die Nacht"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-oMGiDI0oV7E/TfHEJ1xc8hI/AAAAAAAAFro/8q3u7PZRVRM/s1600/wir+sind+die+nacht.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="180" src="http://2.bp.blogspot.com/-oMGiDI0oV7E/TfHEJ1xc8hI/AAAAAAAAFro/8q3u7PZRVRM/s200/wir+sind+die+nacht.jpg" t8="true" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Herumtreiberin Lena gerät im nächtlichen Berlin an weibliche Vampire und verwandelt sich vom Wrack in eine berauschende (und berauschte) Schönheit. Bald aber muss sie feststellen, dass die jahrhundertealte Vampirchefin Luise ein strenges Regime in ihrer Frauengruppe führt und keine Abweichlerinnen duldet.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dennis Gansels Film krankt an dem, was auch schon &lt;em&gt;Die Welle&lt;/em&gt; negativ auffallen ließ: einer penetranten Hipness, die sich an dem berauscht, was sie zu kritisieren trachtet. Die Moralgeschichte zündet daher nicht. Allerdings ist das Thema von &lt;em&gt;Wir sind die Nacht&lt;/em&gt;, Hedonismus und Jugendwahn, weniger verfänglich als die Nazi-Parabel der &lt;em&gt;Welle&lt;/em&gt;. Die Vampirstory ist simpel, knirscht des Öfteren im logischen Gebälk und steckt voll skrupelloser, schicker Oberflächlichkeit, zu der die Elektrobeats tuckern. Die Berliner Nacht als Areal der schickestmöglichen Selbstaufgabe. Gähn. Bedient wird sich bei Anne Rice bzw. Neil Jordan, bei Coppola und Kathryn Bigelow, Robert Harmon sogar&amp;nbsp;und &lt;em&gt;Sex and the City&lt;/em&gt;. Es schlummern eine ganze Reihe bemerkenswerter Ideen im Hintergrund, deren Vertiefung aber dem Berliner Hipness-Faktor zum Opfer fällt. Enttäuschung macht sich breit, da man von einem teuren deutschen Vampirfilm etwas mehr „Tradition“ erwartet hätte. Immerhin wird dem mit der melancholischen Vampirin Charlotte, die als Schauspielerin im ersten Stummfilm-&lt;em&gt;Mabuse&lt;/em&gt; auftrat, in gewissem Maße Rechnung getragen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In &lt;em&gt;Wir sind die Nacht&lt;/em&gt; stehen sich gegenüber: ausgesuchte Schauplätze, die in einem deutschen Film noch nie zu sehen waren, Darstellerinnen mit Erfahrung in Entblößungs-Extremismus, schöne Beobachtungen am Rande, metaphorische Bildideen, entzückender Blutrausch, weitausholende Ausstattungs-Eleganz – bis ins Detail vorhersehbare Abläufe, angerissene und somit nur behauptete Themen, allzu offensichtliche Zitate, redundante Partyszenen, flunderflaches Personal, brachiale Zufälle und ein angeberischer „Das können wir schon lange“-Gestus. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unterhaltsam, aber hohl. &lt;em&gt;Das Phantom&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Napola&lt;/em&gt; bleiben Gansels beste, weil stimmigsten Filme.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1270444009862341485?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1270444009862341485'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1270444009862341485'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/06/berliner-hipness-wir-sind-die-nacht.html' title='Berliner Hipness: &quot;Wir sind die Nacht&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-oMGiDI0oV7E/TfHEJ1xc8hI/AAAAAAAAFro/8q3u7PZRVRM/s72-c/wir+sind+die+nacht.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3158538435780235693</id><published>2011-06-02T09:16:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:27:59.162+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gegenwart'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Surreal'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Mutter Natur: "Hierro"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-1iY4Fbm7ojo/Tec3byJX2sI/AAAAAAAAFHY/IlpoKxsdq40/s1600/Hierro.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/-1iY4Fbm7ojo/Tec3byJX2sI/AAAAAAAAFHY/IlpoKxsdq40/s200/Hierro.jpg" t8="true" width="165" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die alleinerziehende Maria will mit ihrem Sohn Diego Urlaub auf der Kanarieninsel Hierro machen. Während der Fährüberfahrt verschwindet der Junge spurlos. Maria muss zurück nach Hause, gerät psychisch ins Taumeln und wird einige Zeit später wieder zurück nach Hierro gerufen, weil man dort eine Jungenleiche gefunden hat. Die Mutter erkennt in der Leiche ihren Diego aber nicht wieder, stattdessen glaubt sie ihn lebendig am Strand zu sehen. Sie folgt seinen Spuren, um den vermeintlichen Kindsraub aufzuklären. Aber kann sie ihrer Wahrnehmung tatsächlich trauen?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der etwas andere phantastische Film. Die Geschichte ist außergewöhnlich originell und so noch nie vorgekommen. Vermittelt wird sie radikal aus der Perspektive der psychisch angeschlagenen Protagonistin (sehr stark: Elena Anaya), weswegen sich beim Zuschauer bald Zweifel einstellen, ob hier alles mit rechten Dingen zugeht. Neben Frau Anaya gibt es noch einen Hauptdarsteller, die Insel Hierro nämlich. Die junge Mutter bewegt sich durch urtümliche Vulkanlandschaften, in denen der Mensch wirkt wie ein abgeklemmtes und absterbendes Körperteil. Das Leben auf Hierro scheint dem Verfall preisgegeben und ist an Schäbigkeit kaum zu überbieten. Nicht gerade eine Tourismuswerbung. Aus dem Kontrast zwischen überwältigender Natur und kranker Zivilisation holt der Film einiges heraus und koppelt die Verwirrung seiner Heldin an symbolische, hypnotische Naturbilder und -erlebnisse, bis das alles eine quasi-mystische, visionäre Atmosphäre atmet. Die Mutter strebt instinktiv nach einem Einssein mit der Natur, um den Ort und das Geschehen verstehen zu können, aber ihr Verstand operiert noch auf einer anderen Ebene. Dargeboten wird diese Diskrepanz in wunderbaren Bildkompositionen und den beeindruckendsten surrealen Traumsequenzen, die seit langem zu sehen waren. Der Film zwingt den diffusen Zwischenzustand seiner Heldin in die Bilder hinein, statt den Zuschauer zu bequatschen. Brilliant.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Mitte hängt &lt;i&gt;Hierro &lt;/i&gt;etwas durch, aber der Schluss – das, was sich nach dem Moment der Erkenntnis abspielt – gehört zum Schönsten und Tröstlichsten, das je in einem phantastischen Film zu sehen war. Typisch spanisch eben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3158538435780235693?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3158538435780235693'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3158538435780235693'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/06/mutter-natur-hierro.html' title='Mutter Natur: &quot;Hierro&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-1iY4Fbm7ojo/Tec3byJX2sI/AAAAAAAAFHY/IlpoKxsdq40/s72-c/Hierro.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7533975099699682754</id><published>2011-05-21T08:27:00.002+02:00</published><updated>2012-01-02T09:28:33.623+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='F/X'/><title type='text'>Invasion der Gehirnamputierer: "Skyline"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-sbgXgHrh8sU/TddZnDww2zI/AAAAAAAAFCg/ZV5wO_RgNWA/s1600/skyline.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" j8="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-sbgXgHrh8sU/TddZnDww2zI/AAAAAAAAFCg/ZV5wO_RgNWA/s200/skyline.jpg" width="157" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Erde wird von Aliens erobert, deren riesenhafte Schiffe und Drohnen die Menschen mit einem Licht locken und sie sich dann wie Staubsauger einverleiben. In L.A. versucht derweil eine Gruppe Überlebender der ersten Welle herauszufinden, ob sie im Penthouse im 20. Stock sicherer sind als auf der Straße. Sind sie nicht. Auf der Straße ist es aber noch übler.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Film ohne eine einzige eigene Idee. &lt;em&gt;Cloverfield&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Krieg der Welten&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Independence Day&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Matrix&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Godzilla&lt;/em&gt;. Man suche sich etwas aus – und wird es garantiert hier wiederfinden. Und der, hüstel, Plot wäre vermutlich schon in den 30ern von einem 16jährigen Pulp-Redakteur wegen erwiesenen Blödsinns abgelehnt worden. Jawohl, die Aliens amputieren Gehirne und Rückenmark der eingesaugten Menschen, um sie – ja, was eigentlich? Zu fressen? Sich selbst einzusetzen? Sieht nach Letzterem aus und erinnert uns an bizarren Mumpitz der Prä-Goldenen-Ära. Würde einen nicht wundern, wenn Kaiser Ming vom Planeten Mongo sich am Ende als Drahtzieher erweisen würde. Wenn zum Schluss der Held, bzw. sein Gehirn, den kruden Alien-Körper übernimmt, in den man es gesteckt hat, und seine schwangere Freundin gegen heranschleichende Bio-Maschinen verteidigt, erinnert er nicht zufällig an den Barbarenhelden Krotos aus Comic-Serie 78-Strich-2. Das ist aber dann auch so ziemlich der einzige Subtext, den der Film aufzuweisen hat. Er ist platt wie eine Flunder.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dennoch sprechen einige Dinge für &lt;em&gt;Skyline&lt;/em&gt;. Zum einen wäre da eine nicht unerhebliche Spannung, die teilweise der vom &lt;em&gt;Krieg der Welten&lt;/em&gt;-Beginn nahe kommt. Zum anderen dröhnt und ballert der Film sich wunderhübsch durch die Gegend und bietet einiges an Spektakel. Gerüchten zufolge soll er nur 10 Mio. Dollar gekostet haben, was Konkurrenzprodukte, die zwanzig Mal so teuer waren, in Verlegenheit bringt. Wo ist eigentlich deren Budget geblieben, wenn man mit solchen Hollywood-Portokassen-Summen schon einen derart hübschen Effektzauber generieren kann? Weiterhin erweisen sich jenseits all der CGIs die Strause-Brüder auf dem Regieposten und ihr Kameramann als talentierte Gestalter, die hübsche Bildideen ausfindig machen und umsetzen. Und das Sounddesign ist was für Audio-Fetischisten und dazu geeignet, ganze Wohnblocks zu beschallen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Erstaunlich reueloses Vergnügen mit dem üblichen Blech, aber eben auch einigem an Nervenkitzel.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7533975099699682754?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7533975099699682754'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7533975099699682754'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/05/invasion-der-gehirnamputierer-skyline.html' title='Invasion der Gehirnamputierer: &quot;Skyline&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-sbgXgHrh8sU/TddZnDww2zI/AAAAAAAAFCg/ZV5wO_RgNWA/s72-c/skyline.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-545107052096753737</id><published>2011-05-10T09:12:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:28:58.721+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Zwölfte Klasse: "Lebanon"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-dMyEgQq9_20/Tcjj0Mp3VjI/AAAAAAAAEo4/Q6ntaB_hDqY/s1600/lebanon.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" j8="true" src="http://2.bp.blogspot.com/-dMyEgQq9_20/Tcjj0Mp3VjI/AAAAAAAAEo4/Q6ntaB_hDqY/s200/lebanon.jpg" width="160" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1982 marschiert Israel im Libanon ein. Aus der Sicht einer Panzerbesatzung werden die ersten Tage geschildert, und das ganz konsequent: Vier Typen sitzen im Panzer, lassen die Dinge mit sich geschehen und werden zunehmend nervös, als die Lage außer Kontrolle gerät. Der einzige Kontakt nach draußen sind kurze Besuche des Infanteriekommandanten, dessen Trupp der Panzer begleitet, der Funk und die Zieloptik.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Film wurde allenthalben über den grünen Klee gelobt, dabei erweist er sich jedoch als eher zwiespältig. &lt;em&gt;Lebanon&lt;/em&gt; wirkt wie eine abgespeckte, existenzialistische Version von &lt;em&gt;Das Boot&lt;/em&gt;, jedoch ist ein U-Boot im Vergleich zu einem Panzer ein Palast. Und angesichts der größeren Besatzung eröffnet sich unter Wasser eine wesentlich spannendere Dynamik. Der Film von Samuel Maoz hingegen scheint dafür gemacht, in den zwölften Klassen der Welt vorgeführt und ausdiskutiert zu werden, um an ihm interpretatorische Fähigkeiten zu schulen. Ja, Krieg ist Scheiße. Hätten wir so auch nicht gedacht. Ein paar Normalo-Typen in einem dunklen Loch, abgeschnitten von der Welt, zurückgeworfen auf Informationsfragmente, ohne den Zusammenhang von Bild und Geräusch. Keine Spur amerikanischer Technikverliebtheit und dem Sex-Appeal des Kriegsgeräts. Dieser Panzer ist eine rasselnde, schnaufende, ölschwitzende Hydraulik-Burg, deren Technik und Ausmaße in der Dunkelheit ziemlich unklar sind und die sich schnell in eine Todesfalle verwandeln kann. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Anfangs scheint diese Handhabe eine großartige Idee zu sein. Während die Wehrdienstleistenden drinnen die Befehlsstrukturen hinterfragen und sich in Diskussionen ergehen, würfelt die Zieloptik grausame, absurde Bilder von draußen zusammen. Auf halber Strecke jedoch hat der Film alles gesagt, was er zu sagen hat. Trotzdem will er abendfüllender Spielfilm sein und läuft weiter. Alles, was nun zu kritisieren wäre, ist Folge des Konzepts und somit beabsichtigt. Was eigentlich nur besagt, dass das Konzept nicht recht trägt. Die banalen Typen gehen einem auf den Senkel und wirken allesamt wie Schlaffis und Muttersöhnchen. Das Warten und Auf-der-Stelle-Stehen langweilt. Der Film bräuchte dringend etwas frische Luft, muss sich mitten auf Feindgebiet aber hermetisch abschotten. Die konsequent durchgehaltene Perspektive lässt kaum Rückschlüsse auf die Lage zu. Als die Zieloptik nach mehreren feindlichen Angriffen zerdeppert wird, sieht man so gut wie gar nichts mehr. Die Situation scheint jedoch nicht so dramatisch zu sein, dass das zunehmende Austicken der Besatzung gerechtfertigt ist. Die über Funk hereinkommenden Befehle und Lageeinschätzungen sind bloße Behauptungen, denn der Film versäumt es, dem Zuschauer die Brisanz deutlich zu machen. Gegen Ende kommt es zu einer der schlechtesten Action-Sequenzen, die jemals in einem Kriegsfilm zu sehen war, und warum danach der Fahrer tot ist, erklärt einem auch niemand. In der Schlusseinstellung wird die Perspektive erstmals gebrochen und man kriegt den Panzer von außen zu sehen, in jenem Sonnenblumenfeld, das bereits die Anfangseinstellung aufbot.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Irgendwo zwischen großer Ambition, persönlichem Trauma und unterbudgetierter Amateurhaftigkeit. Ehrenwert, aber dröge.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-545107052096753737?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/545107052096753737'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/545107052096753737'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/05/zwolfte-klasse-lebanon.html' title='Zwölfte Klasse: &quot;Lebanon&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-dMyEgQq9_20/Tcjj0Mp3VjI/AAAAAAAAEo4/Q6ntaB_hDqY/s72-c/lebanon.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5562531157162506247</id><published>2011-05-05T09:15:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:29:25.684+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><title type='text'>Reitende Leichen in Innsmouth: "Dagon"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-htlJSrp-60s/TcJNIjcmY2I/AAAAAAAAElk/-ZZ1bsRvk8k/s1600/dagon.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" j8="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-htlJSrp-60s/TcJNIjcmY2I/AAAAAAAAElk/-ZZ1bsRvk8k/s200/dagon.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die nach Spanien verlegte Umsetzung von Lovecrafts „Schatten über Innsmouth“ aus dem Jahr 2001. Ging geschlagene zehn Jahre an mir vorbei. Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob hier das Motto &lt;i&gt;besser spät als nie&lt;/i&gt; gelten sollte oder doch eher: &lt;i&gt;besser nie als spät&lt;/i&gt;.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Stuart Gordon und Brian Yuzna haben es nämlich in all den Jahren irgendwie versäumt, eine Art künstlerische Evolution einzuleiten. Sie drehen immer noch den gleichen Trash wie eh und je und verkorksen spannende Projekte, indem sie stetig auf ihre Videotheken-Klientel schielen. Immerhin können sie sich weiterhin stolz Independent-Filmer nennen. Und „Großautor“ Lovecraft führen sie somit auch in die Sphären zurück, in die er eigentlich gehört: Pulp. Cthulhu sei Dank für solche Fachleute. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;em&gt;Dagon&lt;/em&gt; jedenfalls hat mehr zu tun mit spanischem Horrorschund der 70er (&lt;em&gt;Die Nacht der reitenden Leichen&lt;/em&gt;) als mit den weitaus überzeugenderen Ergebnissen des jüngeren iberischen Gruselfilms. Die Folterszene mit der nackten Schnalle wurde sogar aus den &lt;em&gt;Reitenden Leichen&lt;/em&gt; kopiert. Hauptdarsteller Ezra Godden torkelt auf den Knallchargen-Pfaden, die von Bruce Campbell und Jeffrey Combs mächtig ausgetreten wurden, und unterbietet die beiden mit imponierender Leichtigkeit. Der Typ gebärdet sich so komplettbeknackt, dass sich einfach kein Bedrohungsszenario einstellen will. Und wenn doch, dann verpasst man es aufgrund des eigenen stetigen Kopfschüttelns. Es handelt sich hier um ein Markenzeichen Stuart Gordons: sinnlos eingebauter Humor, der keine Balance zum Rest findet, von seinen Fans aber als „Groteske“ gefeiert wird. Die Dialoge sind Quatsch, die Dramaturgie hundsgewöhnlich, und die Spezialeffekte scheinen aus dem Billigkino der 80er zu stammen. Da war selbst &lt;em&gt;From Beyond&lt;/em&gt; überzeugender.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vier bis fünf Zutaten machen aus &lt;em&gt;Dagon&lt;/em&gt; jedoch einen Film, den man sich immerhin bis zum Ende ansieht: die verranzte Atmosphäre, die der zugrunde liegenden Geschichte durchweg entspricht; die diversen fischigen Phänotypen der Bewohner Imbocas; eine manchmal suggestive Kameraführung, die Dinge in den Hintergründen auftauchen lässt; ein prächtiger, zu diesem Billigprodukt gar nicht recht passender Soundtrack; die irritierend schöne Macarena Gomez als Tentakel-Nixe.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Rest ist C-Film.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5562531157162506247?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5562531157162506247'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5562531157162506247'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/05/reitende-leichen-in-innsmouth-dagon.html' title='Reitende Leichen in Innsmouth: &quot;Dagon&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-htlJSrp-60s/TcJNIjcmY2I/AAAAAAAAElk/-ZZ1bsRvk8k/s72-c/dagon.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-6424794745194655070</id><published>2011-05-01T08:55:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:29:44.610+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Besser tot bleiben: "Wake Wood"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-Ws9xSIWRHAA/Tb0DFgI2zwI/AAAAAAAAEkY/0wp8fy7kIlo/s1600/wake-wood.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" j8="true" src="http://1.bp.blogspot.com/-Ws9xSIWRHAA/Tb0DFgI2zwI/AAAAAAAAEkY/0wp8fy7kIlo/s200/wake-wood.jpg" width="152" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach dem gewaltsamen Tod der achtjährigen Tochter zieht es die traumatisierten Eltern ins irische Städtchen Wakewood, um eine Tierarztpraxis zu übernehmen. Der Ortsnamen ist nicht willkürlich, wie die beiden Neuankömmlinge feststellen müssen, denn hier wird ein bizarres Ritual unterhalten, bei dem Verstorbene für drei Tage ins Leben zurückkehren, damit die Hinterbliebenen sie noch einmal um sich haben können. Klar, dass auch die Eltern der toten Alice ihr kleines Mädchen, das so abrupt aus dem Leben gerissen wurde, noch einmal sehen wollen …&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Produkt der seit einigen Jahren wieder existierenden Hammer Film Productions, das sich anlehnt an &lt;em&gt;Friedhof der Kuscheltiere&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Wenn die Gondeln Trauer tragen&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;The Wicker Man&lt;/em&gt;. Hält einen zeitweise bei Laune mit einer gemächlichen Ernsthaftigkeit, unheilschwangeren Atmosphäre, halluzinatorischen Inszenierung, symbolischen Handhabe und manchmal fast Arthouse-artigen Bildgestaltung. Existenzielle Trauer soll mittels Magie gelindert werden, verschlimmert die Sache aber nur drastisch. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Film schlägt einen Bogen vom Quasi-Kunstkino und seinem Distanz/Nähe-Verhalten zum Hammer-Trash der Sechziger und Siebziger und verursacht heruntergeklappte Kinnladen vor allem bei dem bizarren, ekligen Wiedererweckungsritual, das tatsächlich geradewegs aus jener druidischen Zeit stammen könnte, aus der es behauptet, überliefert zu sein. Im letzten Drittel droht der Film jedoch in die Binsen zu gehen. Nachdem er sich eine Weile erstaunlich sensibel der jungen Wiedergängerin Alice gewidmet hat, erweist sich natürlich, dass das Mädchen etwas Böses mitgebracht hat aus dem Reich der Toten. Und dieses täuschend niedliche Etwas verspürt keinen Drang, sich an die verordnete Drei-Tages-Frist zu halten. Und wenn dann ein nicht sehr bedrohlich wirkendes Kind reihenweise Leute und Tiere um die Ecke splattert, gerät das eher lächerlich und hat auch schon mal das ein oder andere Zuschauerprusten zur Folge. Der bösartige, psychopathische Prolog haut einiges davon wieder raus.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Klassische Horror-Moralgeschichte mit psychologischer Vertiefung und kühler Distanz gleichermaßen. Darf man sich anschauen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-6424794745194655070?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6424794745194655070'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/6424794745194655070'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/05/besser-tot-bleiben-wake-wood.html' title='Besser tot bleiben: &quot;Wake Wood&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-Ws9xSIWRHAA/Tb0DFgI2zwI/AAAAAAAAEkY/0wp8fy7kIlo/s72-c/wake-wood.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5608684660410496313</id><published>2011-03-31T10:04:00.002+02:00</published><updated>2012-01-02T09:30:21.140+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apokalypse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Surreal'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Animation'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fantasy'/><title type='text'>Postapokalypse in Sackleinen: "9"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-7-o7pW-VFYY/TZQ07b6h4JI/AAAAAAAAEQA/fMzE1DU2s5A/s1600/9bluray.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" r6="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-7-o7pW-VFYY/TZQ07b6h4JI/AAAAAAAAEQA/fMzE1DU2s5A/s200/9bluray.jpg" width="159" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach einem alles vernichtenden Krieg zwischen Menschen und Maschinen verbirgt sich eine Gruppe seltsamer, beseelter Puppen aus Sackleinen, Stoff oder Leder in den Ruinen und versucht, sich der Zudringlichkeiten mechanoider Ungeheuer zu erwehren. Als der Neuling „9“ hinzustößt, will er einen Verschollenen retten, aktiviert dabei aber „die Maschine“, jenes furchteinflößende Kriegsgerät, das immer neue Maschinen baut und den Puppenhelden keine Ruhe mehr lässt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Animationsfilm von Shane Acker und der kanadischen Firma Starz Animation beruht auf einem zehnminütigen Kurzfilm. Tim Burton ist als Produzent beteiligt. Tatsächlich wirkt &lt;em&gt;9&lt;/em&gt; wie eine Mischung aus Burton und Pixars düstersten Momenten. Die Animation ist eine Wucht, die pittoreske Ruinenlandschaft und die Rückblenden in die Zeit des großen Krieges rekurrieren ebenso auf Wells’ &lt;em&gt;Krieg der Welten&lt;/em&gt; wie auf den Ersten und den Zweiten Weltkrieg, wirken also mysteriös antiquiert. Weit und breit keine Zukunftswelt, sondern verlassene Schützengräben und Stadtruinen wie nach einem Flächenbombardement. Die wildgewordene Technologie ist Steampunk mit Referenzen an HAL-9000, während die Helden ihr Dasein einer alchemistischen Science Fantasy verdanken: Sie sind nichts anderes als batteriebetriebene Homunculi, in die der Schöpfer der Maschine Teilaspekte seiner Seele gebannt hat, um gegen seine eigene amoklaufende Kreation, die „Maschine“, vorgehen zu können. Alles gehorcht einem Plan. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sehr stylish, perfekt gemacht, von atemberaubender mechanischer Phantasie und auch ein bisschen bewegend und rührend. Um den ganz großen Werken Burtons oder Pixars das Wasser reichen zu können, fehlt noch ein kleiner Schubs. Vor allem wirkt die Story etwas zu selbstverständlich, sprunghaft und nicht ganz schlüssig. Den Vorwurf, die Puppenhelden seien eine Ansammlung von Klischees, entkräftet der Film selbst: Sie sind Aufspaltungen der Psyche ihres Schöpfers in Einzelaspekte und müssen daher Typen sein.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sollte man gern haben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5608684660410496313?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5608684660410496313'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5608684660410496313'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/03/postapokalypse-in-sackleinen-9.html' title='Postapokalypse in Sackleinen: &quot;9&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-7-o7pW-VFYY/TZQ07b6h4JI/AAAAAAAAEQA/fMzE1DU2s5A/s72-c/9bluray.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5422408363244255459</id><published>2011-03-25T07:21:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:31:13.072+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thriller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Surreal'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fantasy'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Uhrwerk des Schicksals: "Franklyn"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh4.googleusercontent.com/-C11uaW90qEI/TYwyJJWPMyI/AAAAAAAAEAg/UI3uS2rPkWk/s1600/franklyn.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" r6="true" src="https://lh4.googleusercontent.com/-C11uaW90qEI/TYwyJJWPMyI/AAAAAAAAEAg/UI3uS2rPkWk/s200/franklyn.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der grotesken Phantasie-Stadt Meanwhile City macht sich ein maskierter Rächer auf die Suche nach einem perversen Sektenführer, um diesen zu töten. In London sucht derweil ein Vater seinen traumatisierten Sohn, der aus der Anstalt geflohen ist, während die Kunststudentin Emilia ein bizarres Video-Kunstprojekt aus den eigenen Suizidversuchen erstellt. Und der junge Milo begegnet einer alten Sandkastenliebe, die jedoch nie real war ... &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;So wenig diese verrätselten Episoden anfangs miteinander zu tun zu haben scheinen, so subtil verschränken sie sich zu einem mysteriösen Schicksals-Puzzle, das am Ende in vollkommener Eintracht mit sich selbst rund läuft und einem höchsten Respekt abverlangt. Was lange Zeit wie eine mysteriöse Abfolge von Wahnzuständen aussieht, entpuppt sich am Ende als handfestes romantisches Großprojekt des Schicksals.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Debütfilm des Briten Gerald McMorrow. Faszinierend gefilmt, perfekt geschnitten, aufwendig in Bauten, Requisite und Tricktechnik, phänomenal besetzt und gespielt. Eva Green und Bernard Hill sind die emotionalen Zentren des Films. Die Hauptrollen übernehmen jedoch die gerissene Konstruktion, das zunehmende Ineinanderdrehen der Stränge sowie deren thematische Parallelen. So etwas kommt heraus, wenn man etwas wie &lt;em&gt;V wie Vendetta&lt;/em&gt; mit einem Roman wie Iain Banks’ &lt;em&gt;Barfuß über Glas&lt;/em&gt; kreuzt: einer der intelligentesten phantastischen Filme unserer Zeit, der nicht mit Aha-Effekten ankommt, sondern den Zuschauer in einen visuell großartigen (psycho-) analytischen Prozess involviert und ihm am Ende Raum zum Atmen und zum Nachdenken lässt. Und nein, am Schluss steht kein hipper Zynismus, sondern Romantik. Ließ selbst mich alten Phantastik-Knödel baff zurück.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5422408363244255459?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5422408363244255459'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5422408363244255459'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/03/uhrwerk-des-schicksals-franklyn.html' title='Uhrwerk des Schicksals: &quot;Franklyn&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh4.googleusercontent.com/-C11uaW90qEI/TYwyJJWPMyI/AAAAAAAAEAg/UI3uS2rPkWk/s72-c/franklyn.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-395766030155185408</id><published>2011-03-09T14:23:00.002+01:00</published><updated>2012-01-02T09:31:46.066+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gegenwart'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Jeder Schöpfungsmythos braucht einen Teufel: "The Social Network"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh4.googleusercontent.com/-xEmJtcumVME/TXd9tyi5Z-I/AAAAAAAAD-s/BV2a5-pg684/s1600/network.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" q6="true" src="https://lh4.googleusercontent.com/-xEmJtcumVME/TXd9tyi5Z-I/AAAAAAAAD-s/BV2a5-pg684/s200/network.jpg" width="163" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es beginnt mit Erica Albright und endet mit Erica Albright. Am Anfang führt der spätere Facebook-Schöpfer Mark Zuckerberg seine Freundin Erica zum Essen aus und verstört sie (und uns) mit der Gesprächsführung eines unerträglichen, asozialen Nerd-Arschlochs jenseits der Grenzen der Kommunikation. Der Schöpfer der großen Online-Kommunikation als undisziplinierter, abstoßender Schwätzer. Der Zuschauer hat vollstes Verständnis dafür, dass die nette Erica an diesem Abend dem Typen den Laufpass gibt. Am Ende, Jahre später, stellt Zuckerberg fest, dass unter den mehr als eine Million Nutzern von Facebook nun auch Erica Albright ist. Er verschickt eine Freundschaftsanfrage und wartet und wartet unter ständigem Aktualisieren der Seite. Ob er eine positive Antwort bekommen wird, bleibt offen. Der genialische, nichtsdestotrotz mühselige Schöpfungsakt des Facebook-Universums wird gewertet als Antwort auf Ericas intialen Akt der Demütigung, der das Informatik-Genie und soziale Würstchen zutiefst verstört hat. Es geht darum, soziale Macht zu akkumulieren, quasi zum Schöpfer zu werden und die zwei widerstreitenden Pole des eigenen Daseins zu einer kommunikativen Utopie zusammenzuführen: eine neue Form des gesellschaftlichen Austauschs, an der auch Knalltüten partizipieren können und dabei womöglich sogar interessant werden. Und um die Utopie durchzusetzen, muss der Schöpfer zum Teufel im eigenen System werden, die redlichen, aber hemmenden Figuren schäbig herauskegeln und sich mit aufgeblasenen Höllenfürsten in Gestalt Justin Timberlakes ("Du hast eine Schlange in deinem Zimmer!") verbünden. Im Grunde also ein mythischer Film über moderne Dämonen und Sozialmutanten. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Selten vergingen zwei Filmstunden so schnell und kurzweilig. Unglaublich gutes Drehbuch und Dialoge, Ambivalenz als konstituierendes Prinzip, im Zusammenspiel mit einer quasi-mythischen Struktur, phänomenaler Soundtrack, unaufdringliche visuelle Feinheiten. Wir gingen nach der Einstiegssequenz (o.e. Gespräch Zuckerberg-Erica) zurück auf Anfang, weil diese dialogische Dichte so intensiv und verstörend war, dass sie zwingend nochmal bewältigt werden musste. Im Grunde ist der ganze Film von dieser enormen Dichte und erfordert hohe Konzentration, weswegen nicht die leiseste Spur von Langeweile aufkommt. Ein brillantes Zeitporträt, in dem David Fincher die Grobheiten von &lt;em&gt;Fight Club&lt;/em&gt; ersetzt durch Eleganz. Ich hatte dauernd das Bedürfnis, mich bei Facebook schnellstmöglich abzumelden.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-395766030155185408?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/395766030155185408'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/395766030155185408'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/03/jeder-schopfungsmythos-braucht-einen.html' title='Jeder Schöpfungsmythos braucht einen Teufel: &quot;The Social Network&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh4.googleusercontent.com/-xEmJtcumVME/TXd9tyi5Z-I/AAAAAAAAD-s/BV2a5-pg684/s72-c/network.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-2132097553656846580</id><published>2011-03-05T09:02:00.002+01:00</published><updated>2012-01-02T09:32:03.496+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Land und Leute: "Blick des Bösen" (The Daisy Chain)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh3.googleusercontent.com/-HdfRfML9RRQ/TXHtMlNDeRI/AAAAAAAAD-U/fiatqs9ZY54/s1600/daisy+chain.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" l6="true" src="https://lh3.googleusercontent.com/-HdfRfML9RRQ/TXHtMlNDeRI/AAAAAAAAD-U/fiatqs9ZY54/s200/daisy+chain.jpg" width="164" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Ehepaar Martha und Thomas zieht aus London in jene Region Irlands, in der Thomas aufgewachsen ist. Nachdem die beiden ein Kind verloren haben, ist Martha nun wieder schwanger. In der Gegend läuft ein vernachlässigtes, unbeliebtes Kind namens Daisy herum, das Martha nach dem Feuertod seiner Eltern aufnimmt. Und wer immer nun diese Beziehung zwischen der Frau und dem Mädchen hinterfragen oder beenden will, erleidet ein unschönes Schicksal.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Irischer Film von 2008, soeben in Deutschland erschienen. Daisy wird als Wechselbalg angegangen, der mittels des ‚bösen Blicks’ alles aus dem Weg räumt, was für seine eigene Existenz zur Gefahr werden könnte. Regisseurin Aisling Walsh hat gute Darsteller zur Verfügung, eine schicke Landschaft, ein an und für sich ordentliches Drehbuch. Sie kann damit jedoch wenig anfangen, und wir wohnen neunzig Minuten gepflegter Langeweile bei. Wenn man in einer solchen Landschaft filmt, lässt es sich nicht vermeiden, dass ab und zu eine phänomenale Aufnahme herauskommt, in der man spazieren gehen möchte. Ein archaisch wirkender Landstrich mit abergläubischen, wettergegerbten Leuten, verstreut lebend in kleinen Cottages. Die eigentlichen Hauptdarsteller sind Küste, Wiesen, Felsen, Straßen, Schafe sowie die bildgestalterische Relation zwischen (kleinen) Menschen und (unermesslicher) Landschaft. Einen zusätzlichen Punkt erhält der Film für die Anwesenheit Samantha Mortons. Das war’s dann aber so weit auch. Das alles kommt einem vor wie ein Akademie-Abschlussfilm. Will ein bisschen skandinavisch karger Kunstfilm sein, ein bisschen Sozial- und Psychodrama und ein bisschen Horror. Ihn unbedingt als Letzteres zu vermarkten, wird mal wieder dazu führen, dass der geneigte Horrorfan ihn hasst und Ein-Sterne-Bewertungen aushusten wird. Vor allem fehlt hier eine nennenswerte Dramaturgie, die einen aus dem notorischen Dahinplätschern reißen könnte und aus dem tausendfach erzählten Gruselstoff der traumatisierten Mutter mehr machen würde als teils dilettantisch inszenierten irischen Existentialismus. Immerhin: Dadurch, dass es kaum Horror-Versatzstücke gibt, gerät die phantastische Metapher sehr deutlich – penetrant deutlich. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Silberling ist eine echte Billigausgabe von Euro Video. Das Bild der Blu-ray ist bestenfalls auf DVD-Niveau, wenn überhaupt. Die Originaltonspur fehlt, es gibt nur die Synchronisation.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-2132097553656846580?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2132097553656846580'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2132097553656846580'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/03/land-und-leute-blick-des-bosen-daisy.html' title='Land und Leute: &quot;Blick des Bösen&quot; (The Daisy Chain)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh3.googleusercontent.com/-HdfRfML9RRQ/TXHtMlNDeRI/AAAAAAAAD-U/fiatqs9ZY54/s72-c/daisy+chain.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5634766992084338979</id><published>2011-02-26T10:09:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:32:28.487+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Psycho'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Traumarithmetik: "Inception"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="https://lh3.googleusercontent.com/-dlCeOazUBlc/TWjCzo94VzI/AAAAAAAADzg/jwkNdkhay3k/s1600/inception.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" l6="true" src="https://lh3.googleusercontent.com/-dlCeOazUBlc/TWjCzo94VzI/AAAAAAAADzg/jwkNdkhay3k/s200/inception.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nun, mit allerhand Verspätung, endlich auch mal den hier gesehen. Angesichts der Tatsache, dass er von manchen als der große Film unserer Generation dargestellt wurde, bleibt er erstaunlich flach. In den Zeiten der New-Wave-SF kamen diese Ideen vom Inner Space auf, aber so arithmetisch und mechanisch wie hier waren sie in der Umsetzung nie. Sigmund Freud mit Rechenschieber und Stoppuhr. Träumen ist also eine Frage des Timings. Träumen sieht aus wie in echt, nur ein bisschen kreativer. Umgeklappte Städte (nett), Dingsymbole, metaphorische Namen, Fahrstuhl ins Unterbewusstsein, gedehnte Zeit, Traum als Abarbeiten von Missionszielen und endloses Geballer. Echtes Träumen ist was anderes, und der reale, ähm, Nutzer empfindet das auch so, weswegen die ganze Konstruktion wirkt wie eine solche. Offenbar waren hier Computerspielmacher beteiligt. Der Film baut keine wirkliche Verbindung zur Erfahrungswelt des Zuschauers auf und behauptet immer nur. Die emotionale Komponente ist ebenso eine daherreferierte Behauptung, so dass einem Cobb und seine Frau und ihre Geschichte herzlich egal bleiben. Die Sache ist viel zu kompliziert, benötigt viel zu viele Erklärungen und Referate, um die Aufmerksamkeit auf etwas anderes lenken zu können als die immanente Arithmetik. Fast wie in &lt;em&gt;In meinem Himmel&lt;/em&gt;, nur dass dieser Film statt zu kalt zu kitschig war. Die Fünffach-Verschachtelung während des „Heist“ ist natürlich drollig ausgedacht, aber auch hier werden um der Dynamik willen plötzlich Dinge behauptet, von denen zuvor keine Rede war. Neue Tatsachen, neue Ablenkungen, neue hingeworfene Schleifen statt Konzentration und Reduktion. Und den Konflikt der Traum-Okkupanten mit den Abwehrkräften des Unterbewusstseins ausgerechnet als handelsübliche Action-Knallereien darzustellen – das ist eine vertane Chance. Wieso wurde aus unseren Träumen bitteschön fast alles Surreale gestrichen? Haften bleibt hauptsächlich die allzu technische, aber hübsche Idee der unterschiedlichen Zeitdehnung in den tieferen Traumschichten und deren Umsetzung. So etwas Ähnliches gab es schon in David I. Massons epochaler Novelle &lt;em&gt;An der Zeitfront&lt;/em&gt;. Statt des Nacheinanders bei Masson ist es hier jedoch eine originelle Synchronizität, bei der es Spaß macht, sie zu durchsteigen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Na ja, es ist ein Film von Christopher Nolan. Ich persönlich wünsche mir jetzt mal was Überraschendes, was Straightes von dem Mann, denn die Verschachtelungsspielchen haben spätestens hier ihren Sättigungsgrad erreicht und drohen zur „Mann, bin ich schlau“-Masche zu erstarren.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5634766992084338979?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5634766992084338979'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5634766992084338979'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/02/traumarithmetik-inception.html' title='Traumarithmetik: &quot;Inception&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='https://lh3.googleusercontent.com/-dlCeOazUBlc/TWjCzo94VzI/AAAAAAAADzg/jwkNdkhay3k/s72-c/inception.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1689696079208770414</id><published>2011-02-25T10:22:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:33:05.356+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Klassiker'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roadmovie'/><title type='text'>Der Weg ist das Ziel: "Fluchtpunkt San Francisco" (Vanishing Point)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/-uBstj2kgdyE/TWd0DzpAtRI/AAAAAAAADzc/ckDxwOiWkMQ/s1600/vanishing+point.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" l6="true" src="http://2.bp.blogspot.com/-uBstj2kgdyE/TWd0DzpAtRI/AAAAAAAADzc/ckDxwOiWkMQ/s200/vanishing+point.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ex-Rennfahrer Kowalski überführt einen weißen Dodge Challenger durch die halben USA nach San Francisco, interessiert sich null für Tempolimits und wird bald staatsübergreifend von der Polizei gejagt. Ein schwarzer Radio-DJ stachelt die Öffentlichkeit an, so dass Kowalskis Husarenritt bald zum Medienereignis wird.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von 1971 und einer der größten Filme der Welt. Rabiat nach vorne gepeitscht, hemmungslos metaphorisch und reduziert und vollgepackt mit (Bild-)Botschaften. Noch einmal aufs Gas treten, bevor der Traum von Freiheit und Mobilität zu Ende geht. Die Ölkrise kommt kurz darauf, und die apokalyptisch wirkenden Wüstenlandschaften unter grellem Sonnenhimmel sind Vorboten. Und auch der Hippie-Traum ist längst zerfasert. Surferinnen ertrinken, Love-und Jesus-Festivals finden ohne Publikum in der Wüste statt, nackte Blondinen fahren auf Motorrädern durch den Wüstenstaub, die Schwulen sind zu Wegelagerern geworden, und auch der DJ macht sich (unter rassistischer Polizeifolter) schuldig. Der Held ist beinahe ein Neutrum, eine Skizze bestenfalls, aber klar ist: Er kann keinem dieser Milieus angehören, durch die er hindurchrast. Der einsame Westernheld mit brüchiger Biographie, ganz bei sich selbst und den Verkorkstheiten, über die er zum Sound des V8 und angesichts von schurgeraden Highways meditiert, den mystischen vanishing point am Horizont fest im Blick.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein brillanter Film zum Schauen und Hören, rabiat und regellos und natürlich mit einer enormen Wirkungsgeschichte.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1689696079208770414?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1689696079208770414'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1689696079208770414'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/02/der-weg-ist-das-ziel-fluchtpunkt-san.html' title='Der Weg ist das Ziel: &quot;Fluchtpunkt San Francisco&quot; (Vanishing Point)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/-uBstj2kgdyE/TWd0DzpAtRI/AAAAAAAADzc/ckDxwOiWkMQ/s72-c/vanishing+point.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7653650126304754749</id><published>2011-02-19T11:13:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:33:24.704+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Agenten'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thriller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><title type='text'>Niemand wird das glauben: "Salt"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/-W0jlGAHGj9I/TV-WyH34iqI/AAAAAAAADyM/qEXcPDb_Iys/s1600/Salt.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" j6="true" src="http://4.bp.blogspot.com/-W0jlGAHGj9I/TV-WyH34iqI/AAAAAAAADyM/qEXcPDb_Iys/s200/Salt.jpg" width="157" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;CIA-Agentin Evelyn Salt wird von einem vermeintlichen russischen Überläufer bezichtigt, eine Doppelagentin zu sein. Und tatsächlich verhält sie sich bei ihrer rasanten Flucht genau so. Aber können die CIA-Kollegen sich da wirklich so sicher sein?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Da Phillip Noyce auf dem Regiestuhl sitzt, kann sich das handwerklich alles natürlich sehen lassen. Die Story ist hingegen hanebüchen und blöde. Wirkt wie ein Ladenhüter-Skript aus den 80ern, das jemand in den 90ern aktualisiert hat, ehe es allen Ernstes im Jahr 2010 das Licht der Leinwände erblickte. Die Bösen des Films sind russische Nationalisten, aber damals, als sie draußen in der politischen Welt noch eine echte Gefahr waren, wirkten sie in Filmen wie &lt;em&gt;Airforce One&lt;/em&gt; glaubwürdiger. Vom Kalten Krieg und seinen Monstrositäten ganz zu schweigen. Das Vexierspiel reicht bis in die Filme jener Zeit zurück, verrennt sich aber buchstäblich im Beliebigen. „Niemand wird das glauben“, sagt der CIA-Obere zum Abschluss. Ein zutreffendes Fazit. Das alles spielt in einem Vakuum, reine Agenten-l’art-pour-l’art, reine Reminiszenz. Danach mal wieder dringend so was wie &lt;em&gt;Telefon&lt;/em&gt; von Don Siegel anschauen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7653650126304754749?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7653650126304754749'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7653650126304754749'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/02/niemand-wird-das-glauben-salt.html' title='Niemand wird das glauben: &quot;Salt&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/-W0jlGAHGj9I/TV-WyH34iqI/AAAAAAAADyM/qEXcPDb_Iys/s72-c/Salt.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-671534010914690165</id><published>2011-02-16T09:48:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:34:07.774+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krimi'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Gescheiterter Milieuwechsel: "Die Tür"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/-rpsPyD1lsoE/TVuMgItFabI/AAAAAAAADxQ/a__VX0ZEjS4/s1600/die+t%25C3%25BCr.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" j6="true" src="http://3.bp.blogspot.com/-rpsPyD1lsoE/TVuMgItFabI/AAAAAAAADxQ/a__VX0ZEjS4/s200/die+t%25C3%25BCr.jpg" width="142" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der erfolgreiche Künstler David lebt mit Frau und kleiner Tochter in einem Villenviertel und unterhält eine Affäre mit der DJ-Schlampe von nebenan. Während eines Schäferstündchens verunglückt die unbeaufsichtigte Tochter beim Spielen und ertrinkt. Davids Leben liegt fortan in Trümmern. Fünf Jahre danach entdeckt er im alten Wohnviertel einen Tunnel und eine Tür, die ihn zurück an den entscheidenden tragischen Punkt bringt und den Tod der Tochter verhindern lässt. Dafür tötet er bei einem Gerangel sein damaliges Ich, begräbt die Leiche im Garten und richtet sich in seiner eigenen Vergangenheit ein, um sie nun besser zu machen. Aber diese Aktion wirft Fragen auf und hat brisante Reaktionen Davids zur Folge, mit denen er seine „Tarnung“ verteidigen muss. Und was ist mit dem bulligen Spießer-Nachbarn, der über all das genauestens Bescheid zu wissen scheint?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach einem Roman von Akif Pirincci. Wie man hört, weicht der Film allerdings deutlich vom Text ab. Und dieser Film von Anno Saul hat es eindeutig drauf. Deutsches Genre-Kino, das sich tatsächlich angenehm „deutsch“ gibt, ohne irgendwen oder irgendwas imitieren zu müssen. Verhalten und lakonisch erzählt, virtuos bebildert, mit vielen Kleinigkeiten ausgestattet und ohne jede Verliebtheit in die eigene Cleverness, wird ein unaufdringlich vermischtes Motiv-Kuddelmuddel erzeugt, das bewundernswert rund läuft und dessen logische Leerstellen einen nicht verärgern, sondern zum eigenen gedanklichen Ausgestalten animieren. Es wird etwas auffällig mit tschechischen Märchen herumgewedelt, und die Vermutung liegt nahe, dass die Geschichte eine Variation älteren Volksguts sein könnte, bei dem es um moralische Fallstricke ging. Aber durch die Modernität und die Psychologie wird dies zu einer aktuellen Zeitreisegeschichte, die das alte Motiv herunterbricht auf die rein persönliche Ebene. So ähnlich, wie es auch schon, sehr viel komplexer allerdings, in &lt;em&gt;Die Frau des Zeitreisenden&lt;/em&gt; geschah. Zusätzlich schwirren Assoziationen an SF-Klassiker des Menschentausch-Motivs herum: &lt;em&gt;Die Frauen von Stepford&lt;/em&gt; oder die &lt;em&gt;Body Snatchers&lt;/em&gt;. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist kein Zufall, dass David Künstler ist, der es mit seiner Familie im gutsituierten bürgerlichen Milieu versucht. Er kann jedoch nicht über seinen leichtlebigen Schatten springen, betrügt seine Frau und vernachlässigt die Pflichten als Vater. In seinem Atelier malt er Mutter und Kind als groteske Pein auf Leinwände. Der Milieuwechsel ist bereits gescheitert, bevor es überhaupt diagnostiziert werden kann. So jemand gehört nicht in eine solche Wohngegend. Der Tod der Tochter zerstört das alles und macht es noch viel schlimmer. Aber auch im neuen alten Leben, in dem David sein Komplettversagen wiedergutzumachen versucht und bürgerlich werden will, sind die Echos der Schuld stark und kommen als klassisches Phantastik-Motiv aus dem Untergrund hervorgebrochen. Nach ziemlich genau einer Stunde Laufzeit wird die private Perspektive erweitert und mittels eines unerwarteten Twists auf eine höhere Ebene gehoben. Kleine Seltsamkeiten werden relevant, die sich bereits vorher zugetragen haben. David ist nämlich nicht der Einzige, der die Tür ins Gestern entdeckt hat, und die anderen, die ihre gescheiterten Leben in der Zukunft verlassen und ihre aktuellen Ichs aus dem Weg geräumt haben, tun alles, damit im gutbürgerlichen Viertel alles so bleibt, wie es ist. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Komplex und geschmeidig. Exzellente Kameraarbeit, inspirierte Darsteller. Darf man getrost loben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-671534010914690165?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/671534010914690165'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/671534010914690165'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/02/gescheiterter-milieuwechsel-die-tur.html' title='Gescheiterter Milieuwechsel: &quot;Die Tür&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/-rpsPyD1lsoE/TVuMgItFabI/AAAAAAAADxQ/a__VX0ZEjS4/s72-c/die+t%25C3%25BCr.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-9184578874015401702</id><published>2011-02-15T09:38:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:34:36.514+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><title type='text'>Lächeln des Reptils: "Enemy Mine"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/-pY4kBYj9rN4/TVo52eh9CDI/AAAAAAAADxI/wkw9bzoPP3Q/s1600/Enemy+Mine.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" h5="true" height="200" src="http://1.bp.blogspot.com/-pY4kBYj9rN4/TVo52eh9CDI/AAAAAAAADxI/wkw9bzoPP3Q/s200/Enemy+Mine.jpg" width="140" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Interstellarer Krieg zwischen Menschen und reptilienhaften Dracs. Zwei gegnerische Piloten havarieren auf einem öden Planeten und müssen sich gegen die Unbill der Natur und gegen fiese Sklavenhändler zusammenraufen. Aus Feindschaft wird Freundschaft. Und als das hermaphroditische Echsenwesen bei der Geburt seines Nachwuchses stirbt, wird der Mensch zum Vaterersatz für einen kleinen Drac.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schon imposant, wie Wolfgang Petersen den US-Produzenten den Film damals aus der Hand nahm. Nachdem die erste Etappe gescheitert war und das Budget ohnehin schon überzogen, holte man Petersen ins (hüstel) Boot, damit der wenigstens einen akzeptablen Film draus machte. Der Deutsche erbat sich Zeit für einen Neubeginn, verlegte das Geschehen erstmal in die Bavaria Studios und ließ den deutschen Kulissenpapst Rudolf Zehetbauer den fremden Planeten erstellen. Neue Masken und Viecher aus der Fertigung von Chris Walas gab es auch dazu. Die Kameratotalen sind Lanzarote mit ein paar getricksten Hintergründen, in der verengten Perspektive finden wir uns jedoch wieder in Zehetbauers Pappmaché-Märchenreich, das zum Teil vermutlich noch aus der &lt;em&gt;Unendlichen Geschichte&lt;/em&gt; stammte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heraus kommt also trotz der Traumfabrik-Penunze und der Hollywood-Starpower ein größtenteils deutscher SF-Film. Denis Quaid und damit auch der Prolog werden in der deutschen Fassung von Volker Lechtenbrink gesprochen. Kann es eine deutschere Stimme geben? Die zugrunde liegende Story von Barry Longyear stammt zwar von 1979, könnte aber irgendwie auch aus den Fünfzigern entführt worden sein. Die Tricks, die Bauten, die Figuren sind es ohnehin. Aber immerhin sehen Strahlenwaffen noch aus wie Strahlenwaffen und exotische Technik wie exotische Technik. Banal: Die Menschen verwenden weiterhin Projektilwaffen aus dem Waffenladen nebenan. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wir beinharten Zyniker, damals noch keine 20 Jahre alt, dafür mit dicker Hose, machten uns ausgiebig über diese simple Geschichte lustig, der die Sentimentalität förmlich aus den Ohren quoll. Eine Vorlage wie &lt;em&gt;Die Hölle sind wir&lt;/em&gt; (&lt;em&gt;Hell in den Pacific&lt;/em&gt; auf DVD) war eine ganz schön harte Tour mit bösem Ende, aber die Variante in &lt;em&gt;Enemy Mine&lt;/em&gt; geht im Grunde genauso kalkuliert, weichgespült und ahnungslos vor, was echte Gefühlsregungen betrifft, wie schon &lt;em&gt;Die Unendliche Geschichte&lt;/em&gt;. Mittelmäßig charmant gelöstes Effektdingsbums aus den in die Jahre gekommenen Gummi-Creature-, Papp- und Modell-Zeiten, redlich bemüht, das SF-Genre für ein großes, sentimental gestimmtes Publikum nutzbar zu machen. Eventuell sogar ein Film für Mädchen. Brrr. Damit gewann man schon damals wenig mehr als einen Blumentopf, auch wenn die Werbetrommel kurzzeitig so laut schlug, dass man alles andere im Jahr 1985 schlicht nicht mehr hörte. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und dabei geht das alles auch noch viel zu schnell vonstatten. Noch bevor Denis Quaid ein veritabler Robinson-Crusoe-Bart gewachsen ist, verstehen die beiden Havarierten bereits die Sprache des anderen aus dem Effeff und können somit feststellen, dass die Botschaften ihrer jeweiligen Kultur universell sind und Feindschaft somit Quark. Wer hätte das gedacht, so mitten im Kalten Krieg? Der Rest ist vorhersehbar, plump und genauso aufgeräumt wie die sterile Raumstation der Menschen. Lediglich beim Showdown erlaubt sich Petersen eine unerwartete, klitzekleine Andeutung von Splatter (FSK bis heute: 16!).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und dennoch: Im Alter wird der Zuschauer milde, und jenseits aller offenkundigen Schwächen nimmt einen die reduzierte Geschichte wieder mit. Okay, an einigen Stellen muss man vorspulen, um sie überhaupt zu ertragen, aber die Stimmungsschwankungen der beiden Feinde/Freunde, die Würde des Reptils und sein ständiges Louis-Gossett-Lächeln, seine Sterbeszene („Du musst mich aufmachen!“), Quaids Wiedervereinigung mit dem Kleinen und natürlich die monumentale Schlussszene – man lässt sich drauf ein und ist auf eine naive Weise gerührt. Heutige Event-Produkte ähnlicher Provenienz erreichen das unter ihrer perfektionistischen Effektoberfläche so nicht mehr. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jawohl, in &lt;em&gt;Enemy Mine&lt;/em&gt; steckt irgendwo doch ein schöner Film. Wir sehen ihn im freundlichen Lächeln des Reptils.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-9184578874015401702?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/9184578874015401702'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/9184578874015401702'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/02/lacheln-des-reptils-enemy-mine.html' title='Lächeln des Reptils: &quot;Enemy Mine&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/-pY4kBYj9rN4/TVo52eh9CDI/AAAAAAAADxI/wkw9bzoPP3Q/s72-c/Enemy+Mine.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5061551509643453190</id><published>2011-02-04T09:43:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:34:57.081+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Vater, Mutter, Kind: "Splice - das Genexperiment"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TUu6ShT6TJI/AAAAAAAADpk/I8kDUKGkcBw/s1600/splice.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" h5="true" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TUu6ShT6TJI/AAAAAAAADpk/I8kDUKGkcBw/s200/splice.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wissenschaftlerpärchen erzeugt im Labor aus verschiedenen Gen-Sequenzen ein Chimärenwesen, das sich als lebensfähig erweist und das sie vor aller Welt geheim halten. Die Erziehung des intelligenten, empfindsamen fremden Organismus verlangt einiges an Aufmerksamkeit und macht die drei zu einer geheimen Kleinfamilie. Vater, Mutter, Kind. Als das Wesen zu einer weiblichen Superkreatur heranwächst, die Pubertät durchläuft und schließlich seinen aggressiveren Neigungen nachgeht, kommt es zum Kampf.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kleiner, aber visuell ergiebiger Wissenschafts-Horrorthriller plus Charakterdrama aus Kanada, dessen Autor und Regisseur Vincenzo Natali sich an die glorreichen Independent-Horror-Tage seiner Nation erinnert. &lt;em&gt;Splice&lt;/em&gt; ist ein Update früher Cronenberg-Filme. Als der Meister sich noch interessierte für groteske Körperfortsätze, phallische Stacheln, zittrige Organe, glibbrige Nabelschnüre, Sigmund Freud und dysfunktionale individuelle wie familiäre Psychen und Strukturen. Die Bezeichnung als "body horror" hat das immer nur sehr unzureichend beschrieben, denn die angeblich so nüchterne Wissenschaft ist letzten Endes auch nie etwas anderes als Ausfluss getriebener, genötigter, manchmal perverser Seelen. Vor dem aufeinander eingeschworenen Pärchen aus &lt;i&gt;Splice&lt;/i&gt;, dessen Institut „Nerd“ heißt, das im Berufsjugendlichen-Outfit und coolen T-Shirts antritt und zwischen Jazz und Heavy Metal oszilliert, bekommt man recht schnell Angst. Identifizieren lassen sich hier vor allem Elemente aus den Cronenberg-Werken &lt;i&gt;Rabid&lt;/i&gt;, &lt;i&gt;Die Brut&lt;/i&gt; und einige Fragmente aus &lt;i&gt;Die Fliege&lt;/i&gt;. Das Problem des Films ist eben diese offenkundige Anlehnung an die Produktion Cronenbergs, die so weit geht, dass &lt;i&gt;Splice &lt;/i&gt;seine künstlerische Autonomie völlig zu verlieren droht. Ich kann es nicht beschwören, würde aber fast wetten, dass der seltsam antiquiert wirkende Kleinwagen, mit dem das Pärchen durch die Gegend gondelt, schon in einem dieser Klassiker herumfuhr. Viel wichtiger aber ist die Konstellation, die beschränkte Anzahl von Figuren und Schauplätzen, die an und für sich bereits eine Versuchsanordnung darstellen, eine auf einer höheren Ebene angesiedelte nämlich, der der Regisseur sein Personal und das Publikum unterwirft. Auch die Besetzung der Hauptfiguren mit arrivierten, hochklassigen Darstellern gehörte stets dazu. Hier sind es Adrien Brody und Sarah Polley, in &lt;i&gt;Die Brut&lt;/i&gt; waren es Oliver Reed und Samantha Eggar, in &lt;i&gt;Die Fliege&lt;/i&gt; Jeff Goldblum und Geena Davis. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In den 70ern und frühen 80ern war das noch neu und provokant. Cronenberg wurde von selbsternannten Filmpäpsten der Perversion bezichtigt und von der konservativen Rezeption generell als „krank“ definiert. Ein Film wie &lt;i&gt;Splice &lt;/i&gt;ist heutzutage eine nette, kompetent gemachte Retro-Reminiszenz, viel mehr aber auch nicht.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5061551509643453190?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5061551509643453190'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5061551509643453190'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/02/vater-mutter-kind-splice-das.html' title='Vater, Mutter, Kind: &quot;Splice - das Genexperiment&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TUu6ShT6TJI/AAAAAAAADpk/I8kDUKGkcBw/s72-c/splice.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5412752168265026007</id><published>2011-01-28T15:24:00.002+01:00</published><updated>2012-01-02T09:35:30.828+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><title type='text'>Men o' War: "Predators"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TULQ9tem2PI/AAAAAAAADoc/wUnpqLhX2Uw/s1600/predators.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" s5="true" src="http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TULQ9tem2PI/AAAAAAAADoc/wUnpqLhX2Uw/s200/predators.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein von der Erde entführtes Trüppchen von Soldaten und Schlagetots wird auf einem Dschungelplaneten von einer Gruppe Predatoren zu deren kultureller Erbauung gejagt und muss sich mit dicken Wummen und List seiner Haut erwehren. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das fängt sehr gut und packend an im Sinne eines &lt;em&gt;Graf Zaroff&lt;/em&gt;-Updates, verlässt aber irgendwann den Pfad der Reduktion und rüstet sich sozusagen auf mit überflüssigem Randmaterial und unnötigen Abschweifungen. Kompetent gefilmt, schön blutig, dem ersten Teil naturgemäß unterlegen, weil die Predatoren beim Zuschauer nun mal das Überraschungsmoment verloren haben. Stephen Hopkins’ zweiter Teil von 1990 ist filmisch entschieden schwächer, aber storytechnisch stärker und konsequenter als Nimrod Antals 2010er Version, die den ersten Teil zwar respektvoll und auf technisch hohem Niveau nachspielt, dabei aber zum Zerbröseln neigt. Dennoch ganz ordentlich, vor allem wegen des abrupten Beginns und eines sorgsamen Anziehens der Schraube.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5412752168265026007?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5412752168265026007'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5412752168265026007'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/01/men-o-war-predators.html' title='Men o&apos; War: &quot;Predators&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TULQ9tem2PI/AAAAAAAADoc/wUnpqLhX2Uw/s72-c/predators.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-933075523927122214</id><published>2011-01-25T09:54:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:36:15.748+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Psycho'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Satan im East End: "Heartless"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TT6LpApE1aI/AAAAAAAADoY/NcMA9RyFO0k/s1600/heartless.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" s5="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TT6LpApE1aI/AAAAAAAADoY/NcMA9RyFO0k/s200/heartless.jpg" width="142" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der junge Jamie streift des nachts als Außenseiter durchs heruntergekommene Londoner East End und fotografiert. Sein Gesicht unter der Kapuze zeigt er nur ungern her, denn es ist entstellt durch ein großes Feuermal. Als Jamie einen Gang-Mord beobachtet, erkennt er in den Tätern Dämonen und findet sich flugs wieder in einer Zwischenwelt der unheimlichen Gestalten. Schließlich erklärt der Teufel ihm die Welt und bittet ihn zum blutigen Pakt. Oder könnte es doch viel eher so sein, dass der labile Jamie sich dieses Kuddelmuddel aus sozialer Verwahrlosung, familiärer Verstrickung und Teufelspakten irgendwie nur einbildet?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Geschichte orientiert sich an britischen Vorbildern aus den Achtzigern. Die psychologisch-psychoanalytische Dimension und die soziale Komponente stammen von Campbell, die urbanen Zeichenkomplexe kommen von Barker. Der Film etabliert einen beeindruckenden Kosmos der Zeichen und setzt diesen visuell enorm talentiert um. Es entsteht eine Mischung aus Sozialrealismus und phantastischer Wirklichkeitsunterwanderung, wie man sie derart erfreulich selten zu sehen bekommt. Der von Nebendarsteller Joseph Mawle interpretierte Teufel wird in die Annalen des Horrorfilms eingehen. Eine perfekte Vorstellung.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Leider jedoch häuft der Film viel zu viele Motive aufeinander, und wenn man danach die verwirrende Story und ihre Verzahnungen und psychopathologischen „Auflösungen“ ohne die unmittelbare Macht der Bilder noch mal durchgeht, fallen einem die Ungereimtheiten, Unübersichtlichkeiten, groben Fragmentierungen und eine bloßliegende Drehbuch-Mechanik umso mehr auf. Man sollte sich bspw. mal der Frage widmen, wer hier eigentlich welcher Gang angehört und wer wen weshalb bitteschön umbringt. Da stimmt so einiges nicht, zumal die 'realistische' Auflösung am Ende ein Mindestmaß an Schlüssigkeit aufweist, die der Film in seiner 'visionären' Vorgehensweise nicht zu geben bereit ist. Figuren verhalten sich unglaubwürdig oder hirnrissig, und mit ihnen entwickeln die Motive und Zeichen eine gewaltige Unwucht. &lt;i&gt;Heartless&lt;/i&gt; erweist sich als prätenziöser Blender, der den Zuschauer mit seiner ans Brilliante grenzenden Machart einfängt, um ihn dann mit halbgaren Inhalten zufriedenstellen zu wollen. So richtig zündet das alles nicht. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-933075523927122214?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/933075523927122214'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/933075523927122214'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/01/satan-im-east-end-heartless.html' title='Satan im East End: &quot;Heartless&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TT6LpApE1aI/AAAAAAAADoY/NcMA9RyFO0k/s72-c/heartless.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1811810514197268794</id><published>2011-01-18T10:18:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:36:48.770+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Kontinuum der Beschädigungen: "Black Death"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TTVU9yEOejI/AAAAAAAADlo/IofJIk3FbSA/s1600/black-death.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" n4="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TTVU9yEOejI/AAAAAAAADlo/IofJIk3FbSA/s200/black-death.jpg" width="157" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;England während der Großen Pest. Ein Trupp bischöflicher Kämpfer soll in den Sümpfen ein Dorf ausfindig machen, das von der Krankheit verschont geblieben ist und in dem es offensichtlich nicht mit rechten Dingen zugeht. Ein junger Mönch schließt sich der Gruppe an und wird auf eine harte Glaubensprobe gestellt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kostengünstiges deutsch-britisches Joint Venture von Regisseur Christopher Smith, der nach und nach immer besser wird. Endgültig perfekt gerät &lt;em&gt;Black Death&lt;/em&gt; sicher nicht, aber statt endlos Vor- und Nachteile auszudiskutieren, kann man auch mal eindeutig Stellung beziehen: Der Film lässt mich als absoluten Fan zurück. Denn mittendrin zwischen all den Comic- und Game-Verfilmungen, dem Gothic-Fantasy-Geknödel und dem romantisierten Mittelalter der Reenacter und ihrer Spaß-Klientel stellt er ein Unikum dar, eine Wohltat. &lt;em&gt;Black Death&lt;/em&gt; scharwenzelt sehr deutlich zwischen drei mehr als veritablen Düster-Vorbildern herum und trachtet danach, sie auf sinnfällige Weise zusammenzunähen. Es sind &lt;em&gt;Heart of Darkness&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;Der Hexenjäger&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;The Wicker Man&lt;/em&gt;. Ausgestattet ist das mit einer realistischen Vorgehensweise, die aus der Budget-Not eine Tugend macht, sich gegen den Höher-schneller-weiter-Trend wendet, zugleich aber eine größtenteils klischeefreie poetische Annäherung schafft. Fast existenzialistisch karg, völlig humorlos und sidekick-frei und ein-, zweimal fast auf dem Kunstfilm-Trip. Die Dialoge sitzen, die Darsteller sind vorzüglich, der Soundtrack kongenial, die Action bleibt zurückhaltend, und der Horror-Regisseur bescheidet sich in den Grausamkeiten, indem er sie meistens nur andeutet und dabei viel mehr Effekt erzielt. Heraus kommt ein düsteres Roadmovie mit einer ebenso brutalen wie diskursigen Konfrontation und einem bösartigen Schluss, der indes ahistorisch ausfällt. Der Film verlegt die organisierte Hexenverfolgung mal eben ein paar Jahrhunderte vor. Im Sinne einer ästhetischen Überhöhung ist das jedoch legitim, denn es zeigt ein Kontinuum der allgegenwärtigen physischen wie psychischen Beschädigung, in dem ein Schrecken den anderen ablöst. Im diskursigen Part treffen christliche Fanatiker auf etwas, das sich als Naturreligion tarnt, tatsächlich aber einem fanatischen Atheismus nachgeht. Trotz der angenehm anachronistisch wirkenden Erzählweise könnten hierbei die konkreten Bezüge zur Gegenwart kaum augenfälliger sein. Während man die historischen Ausmerzungsstrategien der Religiösen ja zur Genüge kennt, sind der Fanatismus und die Aggressivität der Atheisten durchaus ein Novum. Keine dieser Positionen ist dem Film geheuer, und er erschafft einen von o.e. Vorbildern inspirierten, quasi-phantastischen Mikrokosmos, um sie aufeinander los zu lassen. Die Erzählposition, an Anfang und Ende von einer Off-Stimme verkörpert, erweist sich letztlich als die eines überlebenden Mitglieds der Kampftruppe, eines desillusionierten Crecy-Veteranen, der längst jeden Glauben an die Rechtmäßigkeit des eigenen Tuns verloren und es aufgegeben hat, über die Widersprüche der Ideologien und Wahnvorstellungen zu philosophieren. Auch er ist ein Beschädigter, der aber danach trachtet, die Erfahrung der Epoche konstruktiv für sich umzudeuten. Das letzte Wort des Films lautet „Menschlichkeit“.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Traditionsbewusster Mittelalter-Horror mit Ingrimm und zusammengebissenen Zähnen. Macht es dem Publikum nicht allzu leicht. Sehr gut.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1811810514197268794?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1811810514197268794'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1811810514197268794'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/01/kontinuum-der-beschadigungen-black.html' title='Kontinuum der Beschädigungen: &quot;Black Death&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TTVU9yEOejI/AAAAAAAADlo/IofJIk3FbSA/s72-c/black-death.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-588208058971189300</id><published>2011-01-12T09:50:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:37:27.944+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Biographie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Komponist auf Abwegen: "Coco Chanel &amp; Igor Stravinsky"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TS1qcLp1o_I/AAAAAAAADe8/cr9OvXSYPmQ/s1600/chanel+stravinsky.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" n4="true" src="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TS1qcLp1o_I/AAAAAAAADe8/cr9OvXSYPmQ/s200/chanel+stravinsky.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Herr Komponist geht mit „Le sacre du printemps“ 1913 vor dem bürgerlichen Publikum baden, erregt aber die Aufmerksamkeit progressiv denkender Zeitgenossen. Als er nach der russischen Revolution im Exil zu verarmen droht, nimmt Luxus-Schneiderin Coco Chanel ihn und seine Familie in ihrer Villa auf. Familienmensch Stravinsky lässt sich auf eine Affäre mit Chanel ein, erfährt Leidenschaft, provoziert den Bruch mit seiner Frau und steht am Ende doch noch als gefeierter Komponist da.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Brillantes Kunst-Design, verwoben in Musik und Mode. Fängt schon mit dem Vorspann an, in dem eine Art-Deco-Tapete lebendig zu werden scheint. Verschwenderisch ausgestattet im Stil der Epoche, vor allem die schwarzweißen Innenräume von Chanels Villa. Durchweht und durchdröhnt von Stravinsky-Kompositionen, getragen von ausgezeichneten Darstellern, präzisen Kinobildern und mit Charakterskizzen unzugänglicher, spröder, unterkühlter Künstlertypen, denen man alles aus der Nase ziehen oder von den Gesichtern und Gesten ablesen muss. Das funktioniert eine ganze Weile, ehe es sich in der letzten Viertelstunde zu driftenden Fragmenten verflüchtigt und plötzlich einen sentimentalen Biopic-Bogen behauptet, den es ansonsten gar nicht hat. Der Autor der Romanvorlage meint im Making Of, im Fall von Stravinsky und Chanel hätten sich zwei lose Teile gefunden, um zur Einheit zu streben. Eine gewagte These, zumal der Film das offenbar auch nicht so ganz glauben kann und es weitaus weniger idealistisch darstellt. Bei Stravinsky mag es etwas hauptsächlich Sexuelles sein. Eine klassische Affäre mit Wissen (aber keinesfalls Billigung) der Ehefrau, die sich stets loyal bis zur Selbstaufgabe verhalten hat. Diesmal verrechnet sich der Herr Komponist jedoch. Man weiß nicht recht, was er sich dabei denkt, denn er äußert sich nie dazu. Chanel hingegen möchte offenbar als Künstlerin wahrgenommen werden, ihr Selbstbewusstsein stärken, Einsamkeit, die mit Unabhängigkeit einhergeht, überwinden, weswegen sie eine Seelenverwandtschaft mit Stravinsky postuliert, zu der eben auch Pimpern gehört. Das macht sie in einem schnellen Nacheinander offenbar mit vielen Kerlen und durchaus notorisch. „Sie ist eine Menschensammlerin“, sagt die betrogene Ehefrau, die verzweifelt versucht, den Gatten im System Familie zu behalten, ehe sie vorläufig aufgibt. Wohin das Ganze nun geführt hat, wie es ausgeht, verschwurbelt der Film in den letzten fünfzehn Minuten auf entschieden zu selbstverliebte Art und Weise. Aber letzten Endes ist das nur konsequent, denn die ganze Affäre bleibt herzlich rätselhaft, der Film ein Design-Produkt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-588208058971189300?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/588208058971189300'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/588208058971189300'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/01/komponist-auf-abwegen-coco-chanel-igor.html' title='Komponist auf Abwegen: &quot;Coco Chanel &amp; Igor Stravinsky&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TS1qcLp1o_I/AAAAAAAADe8/cr9OvXSYPmQ/s72-c/chanel+stravinsky.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-62933154904595577</id><published>2011-01-08T09:44:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:37:47.377+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gegenwart'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Erklärungsnotstand: "Grace is Gone"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TSgjTe5SjbI/AAAAAAAADd4/W50omrWT2uk/s1600/GraceIsGone.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" n4="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TSgjTe5SjbI/AAAAAAAADd4/W50omrWT2uk/s200/GraceIsGone.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;US-Indiefilm. Lief im TV. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als der Angestellte Stanley erfährt, dass seine Frau im Irak gefallen ist, weiß er nicht, wie er das den beiden zwölf- und achtjährigen Töchtern beibringen soll und gerät in einen emotionalen Erklärungsnotstand. Er nimmt die Mädchen erstmal mit auf eine spontane, tagelange Autofahrt zu einem Vergnügungspark. Was anfangs aussieht wie ein Akt der Feigheit, erweist sich im späteren Verlauf als die einzig richtige Methode, die Sache anzugehen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Stanley empfindet sich als überforderten Loser, und den Töchtern ist er entfremdet. Die abwesende Mutter hat er nicht ersetzen können. Diese Restfamilie wirkt wie nicht zueinander passendes Stückwerk. Bevor er den Mädchen die Todesnachricht mitteilen kann, muss er erst selbst mit der Neuigkeit klarkommen, dann zum richtigen Vater werden, zum einzigen Bezugspunkt und emotionalen Zentrum, sich in eine Position der unbedingten Liebe begeben, aus der heraus er seine Töchter auffangen kann. Auf eine instinktive, nicht geplante Weise wird der steife, gebückt gehende, tapsig autoritär handelnde Republikaner zum liebevollen Vater. Darsteller John Cusack durchläuft eine ebenso imposante wie unspektakuläre Verwandlung, die von politischen Implikationen völlig befreit ist, sondern rein menschlich aufgefasst wird. Anfangs erkennt man ihn kaum, am Ende ähnelt er immerhin dem Typen John Cusack, wie man ihn gewohnt ist. Nicht der Rock’n’Roller aus &lt;em&gt;High Fidelity&lt;/em&gt;, nein, natürlich nicht, aber entkrampfter, gelassener, unbedingt zärtlich zu den Töchtern, die anfangs für ihn eher ein Problem zu sein schienen. Zwischendurch erfährt man einiges über den Typen, das entweder eingebaute Korrektive (sein liberaler Bummelstudent-Bruder) oder er selbst rauslassen und das den unsympathischen Typen vom Anfang verständlicher macht. Schuldgefühle wegen der eigenen Unzulänglichkeiten spielen da eine nicht unwesentliche Rolle.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein zarter, kleiner Heimatfront-Film mit imponierenden Schauspielerleistungen, nicht nur die Cusacks, sondern auch die der beiden jungen Darstellerinnen. Dazu eine Roadmovie-Bildgestaltung von echtem Schrot und Korn sowie ein todtrauriger Soundtrack von niemand anderem als Clint Eastwood.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-62933154904595577?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/62933154904595577'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/62933154904595577'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2011/01/erklarungsnotstand-grace-is-gone.html' title='Erklärungsnotstand: &quot;Grace is Gone&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TSgjTe5SjbI/AAAAAAAADd4/W50omrWT2uk/s72-c/GraceIsGone.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4184561392721977452</id><published>2010-12-29T10:35:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:38:24.467+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fantasy'/><title type='text'>Hübsch gefilmter Pulp: "Solomon Kane"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TRsAUK4ttRI/AAAAAAAADag/QntMf3gyyNA/s1600/Solomon-Kane.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" n4="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TRsAUK4ttRI/AAAAAAAADag/QntMf3gyyNA/s200/Solomon-Kane.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kapitän Solomon Kane war ein Wüterich, ehe der Teufel seine Seele forderte und er sich, sozusagen aus Schock, zum puritanischen „Mann des Friedens“ wandelte. Das kann natürlich nicht so bleiben, wenn im England des Jahres 1600 ein böser Zauberer ganze Landstriche unterjocht und dieses Übel auch noch vom ehemaligen Familiensitz derer von und zu Kane ausgeht. Und seine Seele könnte der Held im Zuge seiner Ausmerzungsmaßnahmen auch noch wiedergewinnen. Also frisch ans Werk.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein ganz origineller Held aus Robert E. Howards Feder, angesiedelt in einer historischen Phantasie. Und nicht nur namentlich verwandt mit K.E. Wagners Held Kane, der sich ja seinerseits auch irgendwie auf Howard-Helden beruft und besonders in den vielgestaltigen Novellen zur ästhetischen Höchstform aufläuft. Ein Verdammter und Verfluchter, der sich mit Ingrimm und Klinge des Bösen annimmt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Verfilmung fährt eine wild-dunkelromantische Atmosphäre auf und generiert Bilder, die im besten Fall wie nordischer Symbolismus und visuell umgesetzte barocke Lyrik wirken – und im schlimmsten Fall wie jene komplett phantasielose Gothic-Fantasy aus dem Hirn zweitklassiger Illustratoren, zu der mittelalterliche und frühneuzeitliche Szenarien sich in den letzten Jahren zunehmend versteifen. Das alles ist allerdings ohnehin nur Oberfläche und Anachronismus, denn darunter steckt eine Story Marke „pulp as pulp can“, und dementsprechend werden jedwede Feinheiten instinktiv durch Behauptungen ersetzt. Ist aber andererseits nur konsequent. Den Konflikt, den Solomon Kane in den ruhigeren Passagen mit sich und Gott austrägt, fanden viele Spätpubertierende nämlich schon langweilig und forderten stattdessen mehr Schwertkämpfe. Kann man nix machen, die Klientel will eben bespaßt werden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Darf&amp;nbsp;man anschauen, und sei es auch nur, um einer vertanen Chance nachzutrauern.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4184561392721977452?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4184561392721977452'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4184561392721977452'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/12/hubsch-gefilmter-pulp-solomon-kane.html' title='Hübsch gefilmter Pulp: &quot;Solomon Kane&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TRsAUK4ttRI/AAAAAAAADag/QntMf3gyyNA/s72-c/Solomon-Kane.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4657362154198183267</id><published>2010-12-20T09:53:00.002+01:00</published><updated>2012-01-02T09:38:40.459+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Schweinsgalopp: "Robin Hood"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TQ8WsgYZRqI/AAAAAAAADVc/lYyxq5DkRCA/s1600/robin_hood.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" n4="true" src="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TQ8WsgYZRqI/AAAAAAAADVc/lYyxq5DkRCA/s200/robin_hood.jpg" width="148" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gesichtet wurde vorerst mal die Kinofassung. Der Director's Cut, der sich ebenfalls auf der Blu-ray befindet, kommt auch noch dran. Vielleicht gibt's ja dann auch ein besseres Urteil.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine zusammenphantasierte Vorgeschichte des klassischen Robin-Hood-Stoffs, in der ein Bogenschütze die Rolle eines toten Adligen einnimmt, zum tapferen Anführer und schließlich wegen der Konkurrenz zum König zum Vogelfreien wird.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie schon &lt;em&gt;Königreich der Himmel&lt;/em&gt; hat auch dieser Film einen vagen aktuellen Bezug, Kampf gegen Tyrannei und Willkür nämlich, sowie die ersten Anmahnungen von Demokratie. Der Stoff wird also erstmalig mit den Geschehnissen um die Magna Charta verwoben. Da es aber auch noch einige prächtige Schlachtgetümmel zu inszenieren, ein paar Greuel zu veranstalten und eine Liebesgeschichte abzuleisten gilt, gerät der komplexe Polit-Stoff reichlich oberflächlich, wenig glaubhaft und nicht mal verständlich. Er wirkt aufgesetzt und wird ratzfatz ins letzte Drittel des Films gestopft, wo er auch noch mit einer spektakulären Schlacht konkurrieren muss. Diese Schlacht wiederum ist typischer, hübsch anzusehender Scott-Output, historisch aber ausgesprochener Unsinn und lässt sogar die kämpferische Marian mit ein paar Kinderkriegern ins Gefecht reiten. Alles für England. Im Übrigen sieht man förmlich das Brainstorming vor sich, das der Erstellung dieser Sequenz vorausging: "Warum spielen wir nicht &lt;em&gt;Private Ryan&lt;/em&gt; im Mittelalter nach? Das wär doch mal was! Das hat noch keiner gesehen!" -- "Super Idee! Und jetzt schick mal jemand diesen Historiker raus. Er hat Schaum vorm Mund!" Und dass Robin Longstride dabei einfach mal eben zum Heerführer wird, der altgedienten Baronen und sogar dem König Befehle erteilt, fällt in diesem Schweinsgalopp gar nicht erst groß auf. Erst gegen Ende wird man mit der durchaus sinnigen Tatsache konfrontiert, dass Longstride eine Anklage wegen „Amtsanmaßung“ am Hals hat: Der kleine Bogenschütze aus Richard Löwenherz’ Heer hat vorgegeben, ein Ritter zu sein.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Besonders enttäuscht an dem Film jedoch seine fehlende emotionale Bindungsfähigkeit. Es gibt kaum anrührende, sensible Sequenzen, kein wirkliches Menschheitsdrama, kein wirkliches Kuddelmuddel zwischen dem tapferen Einzelnen und der Macht. Ein wenig gewinnt die Story durch den launischen, wie ein großes, gefährliches Kind wirkenden König John und Cate Blanchetts Würde, aber kaum hat man sich damit angefreundet, folgt schon wieder das nächste Filme-mit-Freiheitskämpfer-Klischee.&lt;br /&gt;Hübsch gefilmt. Robuste, aber nicht besonders blutige Action, zwei harmonierende australische Hauptdarsteller, ansonsten merkwürdiger Hickhack. Die Frage bleibt, wen die anvisierte Fortsetzung noch interessieren könnte, denn der klassische Hood-Feind, der Sheriff von Nottingham nämlich, wird bereits hier als Nebenfigur eingeführt und als völlige Pfeife charakterisiert. Da ist ja jetzt schon jede Spannung weg.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kann gegen &lt;em&gt;Gladiator&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Königreich der Himmel&lt;/em&gt; definitiv nicht anstinken.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kleine Beobachtung am Rande: Der von Ridley und Tony Scotts Produktionsfirma mitfinanzierte TV-Vierteiler &lt;em&gt;Die Säulen der Erde&lt;/em&gt; benutzt als Vorspann exakt die gleiche Übermalte-Filmbilder-Technik wie &lt;em&gt;Robin Hoods&lt;/em&gt; Nachspann. Und einen Darsteller teilen die Projekte sich auch: Matthew MacFayden. Man kann in diesem Zusammenhang auch Gutes&amp;nbsp;über &lt;em&gt;Robin Hood&lt;/em&gt; sagen: Er ist deutlich besser als der SAT1-Kaugummi. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4657362154198183267?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4657362154198183267'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4657362154198183267'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/12/schweinsgalopp-robin-hood.html' title='Schweinsgalopp: &quot;Robin Hood&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TQ8WsgYZRqI/AAAAAAAADVc/lYyxq5DkRCA/s72-c/robin_hood.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-5489707352822951856</id><published>2010-12-09T08:58:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:38:58.209+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Hedonismus-Update: "Das Bildnis des Dorian Gray"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TQCLy3CN5_I/AAAAAAAADMg/MRejTWcAI9M/s1600/gray.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" n4="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TQCLy3CN5_I/AAAAAAAADMg/MRejTWcAI9M/s200/gray.jpg" width="157" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ganz klassisch. Gute Darsteller, schöne Ausstattung, sorgfältige Bild-Arrangements, teils kongeniale, teils übertriebene Audio-Ideen, schönes Herausarbeiten der Botschaft. Bei der Schlusskonfrontation hätte man das Gemälde etwas origineller oder bizarrer handhaben können, statt einen handelsüblichen „Tales from the Crypt“-Zombie zu verwenden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ansonsten zeitlos und relevant. Am besten führt sich diese Geschichte immer noch in ihrem natürlichen Umfeld auf, dem Viktorianismus. Magnetisches Zentrum ist weniger der Schönling (obwohl er ständig auf der Szene ist), sondern Colin Firth als Henry Wotton. Firth kehrt nach seiner ungewöhnlichen Rolle in &lt;em&gt;A Single Man&lt;/em&gt; zurück zu seiner Paradefigur des britischen Gentleman im historischen Kostüm, gibt aber diesmal den amüsanten Unsympathen. Das entspricht absolut der Vorlage, dieses ewige Schwadronieren auf hohem Niveau, auch wenn es zugunsten einer geschmeidigeren Handlung deutlich eingedampft wurde. Wotton verkörpert den Kern des Systems, die bodenlose Langeweile angesichts der gesellschaftlichen Erfordernisse und den damit einhergehenden scharfzüngigen Zynismus. Eine allumfassende Verachtung, die aber äußerst treffend in Selbstgefälligkeit überführt mit einem Satz wie: „Ich möchte nichts ändern an England außer dem Wetter“. Ein Heuchler, der sich den anderen Heuchlern mächtig überlegen fühlt, bis die schiere Radikalität seines Schülers sich gegen seine eigenen Strukturen richtet. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Reizvolles, hübsch gemachtes Update, besser als sein Ruf.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-5489707352822951856?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5489707352822951856'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/5489707352822951856'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/12/hedonismus-update-das-bildnis-des.html' title='Hedonismus-Update: &quot;Das Bildnis des Dorian Gray&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TQCLy3CN5_I/AAAAAAAADMg/MRejTWcAI9M/s72-c/gray.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1418453217087703467</id><published>2010-12-01T20:33:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:39:19.988+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Satire'/><title type='text'>Lebende Organverpflanzung: "Repo Men"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TPaiVu0mYqI/AAAAAAAADLs/XArJdxEnCF0/s1600/repo-men.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" ox="true" src="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TPaiVu0mYqI/AAAAAAAADLs/XArJdxEnCF0/s200/repo-men.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In einer nicht gar so schönen Zukunftswelt holen die Repo Men künstliche Organe von Leuten zurück, die mit den Ratenzahlungen in Verzug sind. Der fiese Konzern Union verdient sich an todkranken Kunden dumm und dämlich und nutzt rückgeholte Organe gerne mehrfach. Also werden die säumigen Zahler von den Repo Men betäubt und des nicht vollfinanzierten Organs mittels chirurgischen Spontaneingriffs wieder entledigt. Einer von diesen buchstäblichen Schlagetots jedoch braucht eines Tages ein neues Herz, das er eigentlich gar nicht bezahlen kann. Und schon ist er „Kunde“ und hat seine erbarmungslosen Kumpels am Hals. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Autor der Romanvorlage, Eric Garcia, und sein Drehbuch-Co-Autor sind große Monty-Python-Fans. Ziemlich offensichtlich beruht die Grundidee auf dem Sketch „Lebende Organverpflanzung“ aus dem Film &lt;em&gt;Der Sinn des Lebens&lt;/em&gt;. Die Filmhelden schauen sich die Sequenz sogar im Fernsehen an, damit der geneigte Filmfreund das auch bloß rafft. Und strukturell erinnert es so mächtig an &lt;em&gt;Brazil&lt;/em&gt;, dass es einem Plagiat, Verzeihung, einer Hommage gleichkommt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eines der Probleme ist: Man erkennt den Twist in der Filmmitte sofort und sieht sich angesichts des immer absurderen Fortgangs schnell in seiner Vermutung bestätigt, dass hier nichts mit rechten Dingen zugeht. Der Überraschungseffekt am Schluss verpufft daher in Ambition und Eitelkeit. Zuvor jedoch hat man zumindest einigen schön brutalen Comic-Action-Szenen beigewohnt sowie einer bizarren Chirurgie-ist-Sex-Sequenz. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist ein netter Versuch, klar, aber die Persiflage erreicht nicht die Absurdität der Vorbilder, und die Ernsthaftigkeit mancher Segmente irritiert. Vieles deutet auf eine Satire oder eine Groteske hin, dann wird es jedoch seltsam seriös und verkauft sich als Parabel auf das Ausbeutersystem sowie als handelsüblicher Action-Kracher. Viel funktioniert hier nicht, vor allem nicht bei den widersprüchlichen Figuren und dem, was sie motiviert und was sie tun. Einige knackige Dialoge, blutige Gags, die schicke Machart und vorzügliche Darsteller darf man dennoch getrost loben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1418453217087703467?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1418453217087703467'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1418453217087703467'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/12/lebende-organverpflanzung-repo-men.html' title='Lebende Organverpflanzung: &quot;Repo Men&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TPaiVu0mYqI/AAAAAAAADLs/XArJdxEnCF0/s72-c/repo-men.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3366417425469124383</id><published>2010-11-20T09:21:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:39:45.840+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gegenwart'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Kunstgewerbe'/><title type='text'>Hiob und die Unschärferelation: "A Serious Man"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TOeEcQiPFwI/AAAAAAAADIQ/12KVBfuDSpE/s1600/A_SERIOUS_MAN.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" ox="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TOeEcQiPFwI/AAAAAAAADIQ/12KVBfuDSpE/s200/A_SERIOUS_MAN.jpg" width="156" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;USA, Ende der 60er. Der phlegmatische jüdische Physik-Dozent Larry Gopnik versucht seinen Studenten in titanischen Gleichungen die Unschärferelation zu erklären, während sein Leben unter ihm wegbricht. Die Ehefrau eröffnet ihm, dass sie die Scheidung will; die Kinder sind nervtötende Kreaturen, die entweder bekifft sind oder sich ständig die Haare waschen; der geniale, aber nichtsnutzige Bruder hat sich im Bad einquartiert. Ein Student und sein Vater starten einen kombinierten Bestechungs- und Erpressungsversuch; der Nachbar hebt an zu einem Grenzstreit; jemand denunziert Gopnik anonym an der Uni, er sei moralisch untragbar. Larry Gopnik wendet sich ratsuchend an die Rabbis, aber die sind erst recht seltsam drauf.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Coen-Brüder. Man wird nicht schlau aus ihnen, und genau das sorgt für Vergnügen auf höchstem Niveau. Dies hier ist eine herausfordernde, brüllend komische, tieftraurige Zusammenschaltung der Hiob-Geschichte mit Erkenntnissen der Physik, der Wahrscheinlichkeitsrechnung, der Kabbala und jüdischer Mythologie. So weit weg vom Mainstream wie kaum jemals zuvor. Annähernd experimentell zusammengepuzzelt und strukturell einem der besten Filme der Brüder recht ähnlich: &lt;em&gt;The Man Who Wasn’t There&lt;/em&gt;. Das Leben ist eine willkürliche Angelegenheit, für die weder die Mathematiker noch die Geistlichen eine Formel gefunden haben. Es bleibt nichts, als es hinzunehmen. Und Mitleid mit denen, denen es widerfährt, das Leben. Larry und sein genialer Bruder sollten qua Talent eigentlich Autoritäten des Berechnens und Funktionierens sein, aber ausgerechnet sie werden Opfer eines launischen Schicksals und drehen sich sinnlos im Kreis. Und die drei Rabbis, die Larry konsultiert, bieten eine aufsteigende Hierarchie des Fatalismus. Der junge gibt sich noch engagiert, der mittlere erkennt bereits Sinnlosigkeit und Launenhaftigkeit, und der alte Gelehrte weiß immerhin die Namen der Bandmitglieder von Jefferson Airplane. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Komik ist fein, lakonisch und bitter und kippt ständig ins Tragische. Das Panoptikum an Figuren könnte prächtiger nicht sein, das Typecasting wundervoll. Die Struktur erinnert an verrätselte jüdische Legenden mit Geschichten-in-der-Geschichte, die als Kommentare auf das Geschehen fungieren. Interpretation bereits während des Zuschauens ist angesagt, ein Hineinschlüpfen in die Bilder und ein Besetzen der Leerstellen. Leicht gemacht wird es hier niemandem. Im Vergleich zu den unterhaltsameren Filmen der Brüder ist &lt;em&gt;A Serious Man&lt;/em&gt; ausgesprochen intellektuell und ambitioniert und durchweg monströs.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3366417425469124383?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3366417425469124383'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3366417425469124383'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/11/hiob-und-die-unscharferelation-serious.html' title='Hiob und die Unschärferelation: &quot;A Serious Man&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TOeEcQiPFwI/AAAAAAAADIQ/12KVBfuDSpE/s72-c/A_SERIOUS_MAN.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7979187178119114524</id><published>2010-11-17T12:33:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:40:26.321+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Mythologie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fantasy'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='F/X'/><title type='text'>Vereinfachung: "Kampf der Titanen" (Clash of the Titans)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TOO70ve7SlI/AAAAAAAADG8/7OmQHlLarbQ/s1600/Kampf-der-Titanen.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" px="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TOO70ve7SlI/AAAAAAAADG8/7OmQHlLarbQ/s200/Kampf-der-Titanen.jpg" width="200" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der originale &lt;em&gt;Kampf der Titanen&lt;/em&gt; begeisterte 1981 natürlich den jugendlichen Kinogänger mit einer gewissen Zwangsläufigkeit, aber irgendwie entsprachen Ray Harryhausens mythologische Ungeheuer doch zu sehr den Filmen der 60er und 70er, die samstagabends oder sonntagnachmittags im Fernsehen liefen. Die Viecher waren zu staksig und uneinheitlich, der ganze Spaß zu sehr Nummernrevue. Der Film erschien einem eher als Nachzügler denn als Erneuerer. Aufgehübschte Nostalgie und ein recht durchsichtiger Versuch, die in die Jahre gekommene Stop-Motion-Tricktechnik ins hippe &lt;em&gt;Star Wars&lt;/em&gt;-Zeitalter hinüberzuretten und sich dessen Strukturen anzueignen. Aber &lt;em&gt;Kampf der Titanen&lt;/em&gt; entwickelte genug Charme und band genug Fankreise an sich, um im CGI-Zeitalter des „Anything goes“ mit einem Remake bedacht zu werden. Von einem zeitgenössischen Streifen wie &lt;em&gt;Krull&lt;/em&gt; würde kein Schwein ein Remake drehen wollen. Heutzutage schaue ich mir den alten Titanenkampf gerne wegen der attraktiven, schwanenhalsigen Judi Bowker an. Da könnte ich zwar eigentlich auch &lt;em&gt;Black Beauty&lt;/em&gt; gucken, aber das ist ja bekanntlich Mädchenkram.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der neue Titanenkampf ist aus kommerzieller Hinsicht verständlich, aber misslungen. Die ambitionierteste Neuerung der Erzählung ist der Emanzipationsgedanke. Die Menschen wollen sich von den Göttern lossagen, was diese nicht dulden können. Hört sich ganz gut an, bleibt aber reine Behauptung. Der Gedanke kann von den Figuren auch noch so oft ausformuliert werden, ohne eine adäquate Illustration göttlicher Grausamkeit und Willkür bleibt das alles Gewäsch, zusammengedacht von einem vermutlich 12jährigen Treatment-Entwickler und einem offenbar 14jährigen Drehbuchautor. Der Gedanke, der diesen Popcorn-Mampfern gar nicht kommt, ist, dass in einer Welt, in der die Götter sich so offensichtlich und machtbewusst unter den Menschen bewegen, die Menschen sich mächtig ins Höschen machen und gewiss keine Emanzipation anstreben würden. Die Götter sitzen mit ihrer schieren Power automatisch am längeren Hebel. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Während sich das Original noch an den unübersichtlichen Familienverhältnissen des Olymp und seiner Intrigen-Soap orientiert und die Göttin Thetis zu Perseus’ Feindin macht, vereinfacht das Original im Sinne generischer Fantasy auf den Konflikt Zeus (launisch, aber gut) und Hades (unbedingt böse), damit die jugendliche Fantasy-Schar das auch bloß versteht. Verloren geht dabei jeglicher Respekt vor der Komplexität der mythologischen Vorgaben, und es greift Fantasy-Beliebigkeit um sich. Der Rest ist ohnehin Tricktechnik-Action, oft unübersichtlich und dem trashigen, ruckeligen Charme des Originals nicht gewachsen. Exemplifizierbar ist das an der Medusa-Sequenz, die im Remake lediglich eine weitere CGI-Blockbuster-Actionhecht-Szene ist und genau so auch in &lt;em&gt;Die Mumie&lt;/em&gt; oder ähnlichen Filmen&amp;nbsp;auftauchen könnte. Im Original ist das noch enorm atmosphärischer Verfallener-Tempel-Horror mit gruseligen, staksigen Ungeheuern und angemessener Langsamkeit. Und die Olympier sehen diesmal aus wie Superhelden aus dem Kaugummi-Automaten, was auch nicht unbedingt ein Fortschritt gegenüber den prominenten Toga-Trägern des Originals ist. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was bleibt, ist ein bisschen nettes Augenfutter.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7979187178119114524?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7979187178119114524'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7979187178119114524'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/11/vereinfachung-kampf-der-titanen-clash.html' title='Vereinfachung: &quot;Kampf der Titanen&quot; (Clash of the Titans)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TOO70ve7SlI/AAAAAAAADG8/7OmQHlLarbQ/s72-c/Kampf-der-Titanen.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-8375117255998910018</id><published>2010-11-14T08:41:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:40:50.271+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Luftkampf-Melodram: "Dark Blue World" (Tvamomodry svet)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TN-SHhIuMGI/AAAAAAAADFs/XK6bta_vheg/s1600/dark+blue+world.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" px="true" src="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TN-SHhIuMGI/AAAAAAAADFs/XK6bta_vheg/s200/dark+blue+world.jpg" width="142" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach der Annexion ihres Heimatlandes durch die Nazis und die Übergabe ihrer veralteten Luftwaffe zieht es viele tschechische Piloten nach England, um im kommenden Krieg gegen die Deutschen zu kämpfen. Jagdpilot Frantisek Slama erinnert sich in kommunistischer Haft 1950 an diese Zeit, an seinen Freund Karel und daran, wie sie sich wegen einer Frau entzweiten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein tschechisches &lt;em&gt;Pearl Harbor&lt;/em&gt; also. Materialschlacht-Melodram mit eindeutigen Vorteilen auf Seiten des Melodrams. Und da liegt der Haken, denn die Dreiecks-Liebesgeschichte ist wenig mehr als althergebrachte Kolportage. Dazu kommen eine oft zu langsame, zugleich jedoch ruckhafte Erzählweise, nicht sofort nachvollziehbare Zeitsprünge, das Fehlen von Zusammenhängen, mangelhafte Erklärungen des Geschehens und somit ein Haufen Szenen, in denen der Zuschauer allein gelassen wird.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Andererseits gibt es einzelne exzellente Ideen auf der Handlungs- wie auf der Bildebene, auf die Hollywood niemals käme. Als Beispiele seien nur der Luftballon und das Storchennest genannt. Metaphorische Kommentare, die die sentimentale, melancholische Aura des Films stützen und den Zuschauer in einer traurigen Grundstimmung zurücklassen. Was beweisen würde, dass &lt;em&gt;Dark Blue Ocean&lt;/em&gt; letztlich doch eine gewisse Wirkung entfaltet, auch wenn er es versäumt, einen emotional so richtig mitzunehmen - bis auf die Sache mit dem Hund, die aufgrund der schauspielerischen Fähigkeiten des Cocker Spaniels extrem effektiv ist. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Chance auf einen richtig guten Fliegerfilm wurde mal wieder vertan, aber der Ärger hält sich wegen der Bildideen, der realistischen Luftkämpfe und der&amp;nbsp;angenehmen Darsteller in Grenzen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-8375117255998910018?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8375117255998910018'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8375117255998910018'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/11/luftkampf-melodram-dark-blue-world.html' title='Luftkampf-Melodram: &quot;Dark Blue World&quot; (Tvamomodry svet)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TN-SHhIuMGI/AAAAAAAADFs/XK6bta_vheg/s72-c/dark+blue+world.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3123879162621438004</id><published>2010-11-10T10:11:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:41:14.240+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><title type='text'>Kontrollverlust: "Survival of the Dead"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TNphX7SSu7I/AAAAAAAADE8/Lbee-3WqZwI/s1600/survival.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" px="true" src="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TNphX7SSu7I/AAAAAAAADE8/Lbee-3WqZwI/s200/survival.jpg" width="158" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;George Romeros jüngster Zombie-Streich hat genau zwei Stärken: angenehm nostalgische Zombies und burleske, slapstickhafte Splatter-Szenen. Der Rest ist Kontrollverlust. Gegengelesen hat dieses Drehbuch offenbar niemand. Schlechte Schauspieler reden dummes Zeug, Kontinuitätsprobleme noch und nöcher, permanente Redundanzen. Es verhält sich mit dem Film wie mit den Untoten selbst. Da erinnert sich jemand an etwas, das er früher, als er noch lebte, getan hat, und ahmt es auf ungelenke Weise nach. Einkaufswagen schieben, Post austragen, Holz hacken, Auto starten oder eben Filme machen. Traurig mitanzusehen.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3123879162621438004?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3123879162621438004'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3123879162621438004'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/11/kontrollverlust-survival-of-dead.html' title='Kontrollverlust: &quot;Survival of the Dead&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TNphX7SSu7I/AAAAAAAADE8/Lbee-3WqZwI/s72-c/survival.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-2553416130803715841</id><published>2010-11-06T08:42:00.000+01:00</published><updated>2012-01-02T09:41:31.329+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krimi'/><title type='text'>Brüchiger Männerbund: "Armored"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TNUGU_d9gOI/AAAAAAAADD0/sKRDcse3c4k/s1600/armored.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" px="true" src="http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TNUGU_d9gOI/AAAAAAAADD0/sKRDcse3c4k/s200/armored.jpg" width="150" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Crews von zwei Geldtransportern wollen 42 Millionen abräumen, indem sie&amp;nbsp;einen Überfall vortäuschen. Kriegsveteran Hackett, Frischling im Sicherheitsgewerbe, weigert sich zuerst, macht aber dann wegen seiner drückenden Schuldenlast doch mit. Als es bei der Aktion einen überraschenden Zeugen gibt und die Kollegen den umbringen, schert Hackett aus und verbarrikadiert sich in einem der Transporter. Und von da an eskaliert die Lage.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Netter, effektiver kleiner B-Reißer von Nimrod Antal. Das Sicherheitsgewerbe als familiär verbandelter Proleten-Männerbund, in dem viel von Freundschaft und gegenseitiger Fürsorge die Rede ist. Die allerdings wie weggeblasen sind, sobald mitten in der Wirtschaftskrise und unter dem Druck der Schulden das Transportgut zur Versuchung wird. Selbst das Sicherheitsgewerbe, das den Schutz des Systems garantiert, verlässt angesichts des sich andeutenden Systemzusammenbruchs den Pfad der Tugend. Viel mehr muss man nicht hineingeheimnissen in diese 84 Minuten Laufzeit. Die groß besetzten Männerbund-Figuren sind geschmeidige Skizzen, der Held ein verzweifelter, aber couragierter Typ, der im Krieg war und sich gegen die zunehmend verzweifelter und bösartiger werdenden Freizeitgangster und Ex-Kumpels zu wehren weiß.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Sache wirkt freilich etwas anachronistisch. Dass Transportwagen, die derartige Summen herumkutschieren, nicht mit GPS ausgestattet und jederzeit auffindbar sind, will einem nicht recht in den Kopf. Anfangs ist genau davon die Rede, von neu bestellten GPS-Fahrzeugen. Der Coup ist nur deshalb noch möglich, weil die Überwachung bislang nur dadurch besteht, dass die Crews sich in bestimmten Abständen per Funk bei der Zentrale melden. Und in einer dieser Lücken soll der Heist stattfinden. Warum die Leute in der Zentrale allerdings dauernd auf Monitore starren, als würden sie live irgendetwas überwachen, wird nicht so ganz klar. Verzeihliche kleine Unklarheiten in einem ansonsten sympathischen Film.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-2553416130803715841?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2553416130803715841'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2553416130803715841'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/11/bruchiger-mannerbund-armored.html' title='Brüchiger Männerbund: &quot;Armored&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TNUGU_d9gOI/AAAAAAAADD0/sKRDcse3c4k/s72-c/armored.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7322626306252040826</id><published>2010-11-03T09:38:00.001+01:00</published><updated>2012-01-02T09:42:09.458+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Apokalypse'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Roadmovie'/><title type='text'>Die Macht des Glaubens: "The Book of Eli"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TNEZOsQ0eHI/AAAAAAAADC8/-L_k8Vyn2KY/s1600/The_book_of_Eli.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" nx="true" src="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TNEZOsQ0eHI/AAAAAAAADC8/-L_k8Vyn2KY/s200/The_book_of_Eli.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dreißig Jahre nach dem „Blitz“ ist die Erde eine braune Wüstenei. Wanderer Eli befindet sich im Besitz der letzten King-James-Bibel, und eine „Stimme“ hat ihm aufgetragen, sie nach Westen zu bringen, wo man ihrer harrt. Unterwegs trifft er den handelsüblichen Despoten, der die Bibel besitzen will, um anhand ihrer Botschaften eine neue Diktatur zu errichten. Aber Eli ist ein wackerer Streiter und hat eine scharfe Machete zur Hand. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Bewertung dieses Films hat, vor allem in Deutschland, mal wieder für bürgerkriegsähnliche Zustände unter den Interpreten gesorgt. Die Kampfatheisten wittern Fundamentalismus, sobald christliche Motive so derart offenkundig ins Spiel gebracht werden. Propaganda, heißt es, fundamentalistischer Zeitgeist. Letzterer mag tatsächlich eine Rolle gespielt haben, aber eher als Reflex und Zugeständnis an ein sensibilisiertes Publikum. Letztlich scheint das alles doch viel eher ein ästhetisches Spiel mit den Motiven und Moden des Postapokalyptischen zu sein. Das Alttestamentarische, das diesem Genre und seinen Vorläufern immer schon zugrunde lag, wird ganz konkret nach oben geschaufelt. Auge um Auge, Zahn um Zahn. Ästhetisch wird &lt;em&gt;Fallout&lt;/em&gt; zitiert, natürlich ebenso Mad Max; an der Wand hängt ein Filmplakat von &lt;em&gt;A Boy and His Dog&lt;/em&gt;, einer der Bösewichte pfeift ständig ein Morricone-Motiv, Django, Keoma, Il Grande Silenzio und der Pale Rider scheinen gleich um die Ecke zu biegen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Und &lt;em&gt;Book of Eli&lt;/em&gt; erlaubt sich Ambivalenzen. Wanderer Eli ist derjenige, der behauptet, von einer „göttlichen Stimme“ auf eine Mission geschickt worden zu sein und dabei beschützt zu werden. Wenn der Zuschauer ihm das so ohne Weiteres abnimmt, bedeutet das bereits Glaube, denn eine echte Verifikation dieser Behauptungen liefert der Film nicht, nur Gerüchte des Irrationalen. Seinen Gegnern ist Elis Gewandtheit und schiere Unverwundbarkeit unheimlich, dem Zuschauer auch, aber das alles kann ebensogut mit Glück, Körperbeherrschung und Training zu tun haben. Eli selbst vertritt unerschütterlichen Glauben, wirkt dabei durchaus wie ein Simpel und reiner Tor, der seine klar definierte, mosaische Aufgabe angenommen hat. „Ich bin nicht verrückt“, betont er. Aber muss man ihm das wirklich glauben, nur weil er zufällig der Held der Geschichte ist? Das Filmplakat von &lt;em&gt;A Boy an His Dog&lt;/em&gt; gibt schon recht früh einen kleinen Hinweis auf die Doppelbödigkeit mancher apokalyptischer Erzählungen. Als Eli entgegen seiner eigenen Erwartung niedergeschossen wird, sich aus dem Staub erheben will und wieder zusammenbricht, spiegeln sich auf Denzel Washingtons Gesicht mächtige Zweifel an der Lebensaufgabe Bibelüberbringung. „Endet es wirklich hier?“, fragt dieser Blick. Der Glaube ist es, der ihn schließlich zum Weiterwandern bringt. Zu seinem Glück wird er von der jungen Solara in der Wüste aufgelesen und an sein Ziel gebracht. Und dort zeigt sich schließlich, dass diese Leute ganz sicher keine christlichen Spinner sind, sondern Kulturhüter, die die Bibel eher mit wissenschaftlichem Interesse betrachten denn mit ehrfürchtiger Inbrunst. Das gedruckte und gebundene letzte/erste Exemplar landet am Ende in einem Regal neben Tora und Koran, tausend weitere Bücher daneben und darunter. Ein zugegebenermaßen ziemlich dickes Buch unter vielen anderen. Und auf Elis Grabstein prangt am Ende nicht mal ein Kreuz. Das schlussendliche Anwerfen der Druckerpresse weckt Assoziationen an Gutenberg, Luther, Reformation und mächtige Umbrüche. Bemerkenswert auch, dass auf einen krachenden Showdown verzichtet wird und der Bösewicht einfach daran eingeht, dass er in seiner Manie die eigenen Ressourcen völlig erschöpft hat.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gar nicht schlecht, der Film. Erweist dem Genre Ehre, kann aber nicht mithalten mit der irren, genialischen 1982er-Kinetik des &lt;em&gt;Road Warrior&lt;/em&gt;, die einem heute noch die Kinnlade runterklappen lässt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7322626306252040826?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7322626306252040826'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7322626306252040826'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/11/die-macht-des-glaubens-book-of-eli.html' title='Die Macht des Glaubens: &quot;The Book of Eli&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TNEZOsQ0eHI/AAAAAAAADC8/-L_k8Vyn2KY/s72-c/The_book_of_Eli.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-270618373952077260</id><published>2010-10-30T18:11:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:42:36.284+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krimi'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Komödie'/><title type='text'>Blase der Kunstfixiertheit: "Bruchreif" (The Maiden Heist)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TMxC_xfv2bI/AAAAAAAADBM/eqWqq_iyp-w/s1600/bruchreif.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" nx="true" src="http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TMxC_xfv2bI/AAAAAAAADBM/eqWqq_iyp-w/s200/bruchreif.jpg" width="154" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als die ehrwürdige Museumssammlung nach Dänemark („sehr weit weg“) verliehen und durch „moderne Kunst“ ersetzt werden soll, tun sich drei Museumswächter zusammen, um drei Kunstwerke zu stehlen. Denn jeder der drei ist auf nahezu manische Weise fixiert auf ein bestimmtes Kunstwerk und würde dessen Verlust kaum verschmerzen. Dass bei so einem Amateur-Heist nicht alles reibungslos verläuft, versteht sich von selbst.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nette kleine Komödie mit gelegentlichen hausbackenen Kunstvertiefungen. Eine Art Museums-Proleten-Märchen, das dem allzeit sichtbaren Sicherheitsdienst ein Denkmal setzt, während die akademischen Kräfte als inkompetent und selbstherrlich abgekanzelt werden. Andererseits wird aber auch nie behauptet, die Wärter seien die besseren Museumsleute. Die drei Hauptfiguren sind sozial defizitär und darob irgendwie in einer&amp;nbsp;grell ausgemalten Blase der Kunstfixiertheit gefangen, ihre Kollegen hingegen würden auch einen Parkplatz bewachen, wenn man sie dort hinstellt. Getragen wird die Sache natürlich vom Darsteller-Titanen-Trio Walken/Freeman/Macy, die insgesamt jedoch nicht allzu viel zu tun haben. Dadurch, dass lediglich bei Walken so etwas wie ein Privatleben überhaupt stattfindet und ihm mit Marcia Gay Harden eine dominante, aber irgendwie doch liebenswerte Ehefrauen-Karikatur zur Seite gestellt wird, rückt seine Figur in den Mittelpunkt und fordert vom Darsteller eine melancholisch chargierende Alternder-kleiner-Mann-Skizze, an deren Abschluss die Wiedergewinnung ehelicher Integrität steht, erreicht durch die Aufregungen des großen Abenteuers, sowie ein schlussendliches Zusammengehen der Wunschvorstellung (Gemälde) mit der Realität (Ehefrau).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist des Öfteren platter, naiver und einleuchtender, als es sein müsste, hat aber seine Momente als nette Feierabendunterhaltung. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Gattin wird’s unter den Kölner Museumswärtern propagieren, mal sehen, ob’s bei denen zum Kulthit wird.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-270618373952077260?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/270618373952077260'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/270618373952077260'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/10/blase-der-kunstfixiertheit-bruchreif.html' title='Blase der Kunstfixiertheit: &quot;Bruchreif&quot; (The Maiden Heist)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TMxC_xfv2bI/AAAAAAAADBM/eqWqq_iyp-w/s72-c/bruchreif.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-4046685289123567316</id><published>2010-10-30T17:57:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:42:51.350+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><title type='text'>Schlampe als Mutter: "Die Horde" (La Horde)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TMw-Id02neI/AAAAAAAADBI/6drA_5hwVys/s1600/die-horde.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" nx="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TMw-Id02neI/AAAAAAAADBI/6drA_5hwVys/s200/die-horde.jpg" width="158" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein ultrabrutales französisches Polizeitrüppchen begibt sich aus Rachegründen in eine ultrabrutale Banlieue, um eine ultrabrutale Gangsterbande plattzumachen. Plötzlich, man möchte gerade so richtig mit den ultrabrutalen Aktionen beginnen, werden alle Mann (und eine Frau) aus nicht näher erklärbaren Gründen von ultrabrutalen Zombies überrannt und erstmal dezimiert. Die ultrabrutalen Erzfeinde müssen sich also zusammenraufen. Auf der Flucht aus dem Hochhaus treffen die Überlebenden auf einen ultrabrutalen, rüstigen und irgendwie lustigen Gewalt-Rentner, der nach Pisse stinkt, und gemeinsam räumt man das Waffenlager des bekanntermaßen ultrabrutalen, aber inzwischen ziemlich untoten Hausmeisters aus und will aus dem Haus flüchten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nein, ich möchte da nicht mehr zuschauen. Schnauze voll von Zombies und von Filmen mit dem Weltbild eines 17jährigen, eitrig pubertierenden, autistisch-paranoiden Schlachthofauskehrers ohne Hygienestandards und ohne moralische Korrektive, dafür mit einer saufenden, 350 Kilo schweren Schlampe als Mutter. (Der Vater ist nach der Geburt übrigens abgehauen. Wäre ich auch.) Proletenunterhaltung. Die Welt ist schlecht, so was von schlecht. Und mir wird's auch - schlecht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Preisgünstig hergestelltes nihilistisches Amateur-Gebrezel, das sich auch noch cool vorkommt. Beginnt mit Gewalt, geht weiter mit Gewalt, endet mit Gewalt. Dazwischen Rassismus und Chauvinismus. (Cousin Berti sagt: Hey, nicht aufregen. Ist doch als Anklage gemeint. Banlieues und so, verstehste? Zombifizierte Vorstädte, kollabierende Ordnung, Polizei ebenso brutal wie die Gangster. Verstehste? Anklage! Aber ich muss zugeben, ich find’s trotzdem geil, wie dem Typen da der Kopf platzt und das Gedärm herausgewühlt wird, har har.) Die deutsche Version ist um sechs Minuten gekürzt, heißt es, was einige Knallnasen, die sich um Szenen sozialer Anklage betrogen fühlen, zu Proteststürmen angeregt hat.&amp;nbsp;Die Action-Szenen werden dadurch zugegebenermaßen extrem unübersichtlich, das könnten sie aber zuvor auch schon gewesen sein; man weiß es nicht. Und ja, es ist einem herzlich egal. Ich guck jetzt einen Liebesfilm. &lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-4046685289123567316?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4046685289123567316'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/4046685289123567316'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/10/schlampe-als-mutter-die-horde-la-horde.html' title='Schlampe als Mutter: &quot;Die Horde&quot; (La Horde)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TMw-Id02neI/AAAAAAAADBI/6drA_5hwVys/s72-c/die-horde.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-2109997763641041125</id><published>2010-10-22T11:19:00.003+02:00</published><updated>2012-01-02T09:43:21.118+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Vampir'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Vampire unter künstlichem Licht: "Daybreakers"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TMFWP65dGdI/AAAAAAAADAI/FMEl3uQ8Hpo/s1600/daybreakers.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" nx="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TMFWP65dGdI/AAAAAAAADAI/FMEl3uQ8Hpo/s200/daybreakers.jpg" width="157" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Jahr 2019. Zehn Jahre zuvor hat eine Epidemie die meisten Menschen in Vampire verwandelt. Diese beherrschen nun die Welt, haben sie nach ihren Zwecken geformt und betrachten Normalos nur noch als Blutkonserven auf zwei Beinen. Aber diese Ressource schwindet zusehends, und wenn ein Vampir nicht mit genug Blut versorgt wird, verwandelt er sich in einen „Subsider“. Und niemand hasst diese Prolo-Bestien aus dem Untergrund mehr als die neue elegante Herrenrasse. Hämatologe Dalton soll eigentlich einen Blut-Ersatzstoff entwickeln, kommt aber mit freien Menschen in Kontakt und mit dem erstaunlichen Automechaniker Cormac, der mal ein Vampir war, nach einer zufälligen Radikalkur im Sonnenlicht aber wieder ein Mensch ist. Kann dieser Effekt sich eventuell wiederholen lassen und können Vampire „umgedreht“ werden?&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Man muss ja dankbar sein für einen schicken Vampirfilm, der sich keinen Deut um die Romantik-Welle schert und auch keinerlei All-Age-Ziele verfolgt: &lt;em&gt;Daybreakers&lt;/em&gt; ist blutig und originell. Das Konzept der neuen Herren(raubtier)rasse, die sich die Nacht zum Tag gemacht hat, sich unter künstlichem Licht und in unterirdischen Flaniermeilen tummelt, den Snack am U-Bahn-Kiosk zu sich nimmt und tagsüber mit Ultrasonnenfiltern Auto fährt, eignet sich vorzüglich als Satire, jedoch nimmt der Film sich dermaßen ernst, dass vieles davon bemüht und platt rüberkommt. Sam Neill und Willem Dafoe spielen dankenswerterweise am Rande der Parodie, nur Ethan Hawke nimmt das alles wie immer ziemlich für voll. Und letzten Endes ist es doch nur wieder die Asbach-Uralt-Mär von der Widerstandsgruppe gegen das Schweinesystem. Insofern ist &lt;em&gt;Daybreakers&lt;/em&gt; ein Film der Achtziger. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was inhaltlich als Ganzes also eher mau gerät, kommt mit hübschen Details, welche die Vampirgesellschaft visuell paraphrasieren, ohne allzu viele Worte über sie verlieren zu müssen. Vor allem aber hält die formale Seite einen bei der Stange durch die schicke urbane SF-Design-Kulisse und eine durch zahlreiche Filter unterstützte Lichtdramaturgie zwischen kaltem Neonlicht, das die Gesichter der Blutsauger noch blasser aussehen lässt, und hyperrealistischem, gleißendem Sonnenlicht, das auf wunderhübsche Weise in einzelne Strahlen aufgelöst wird. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kann man mal gesehen haben.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-2109997763641041125?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2109997763641041125'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2109997763641041125'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/10/vampire-unter-kunstlichem-licht.html' title='Vampire unter künstlichem Licht: &quot;Daybreakers&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TMFWP65dGdI/AAAAAAAADAI/FMEl3uQ8Hpo/s72-c/daybreakers.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-8621428765750541515</id><published>2010-10-18T10:10:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:43:47.995+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Historie'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Action'/><title type='text'>Einer kam durch: "Centurion"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TLwACDNHw_I/AAAAAAAAC7A/Lk4awnVksd4/s1600/Centurion.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" ex="true" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TLwACDNHw_I/AAAAAAAAC7A/Lk4awnVksd4/s200/Centurion.jpg" width="135" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine multinationale Gruppe römischer Soldaten, letzte Überlebende ihrer aufgeriebenen Legion, flieht durch caledonisches Piktenland, verfolgt von einer gnadenlosen Hass-Furie und ihren angemalten Schädelspaltern.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Neil Marshalls jüngster Streich. Es mag den Freund des gepflegten Historienepos verstören, dass das Epos hier gegenüber Menschenjagd-Action und Survival-Gemetzel ziemlich in die Defensive gerät. Aber Marshall geht’s natürlich mal wieder um die kostengünstig herzustellende physische Action. Von der Post-Apokalypse aus &lt;em&gt;Doomsday&lt;/em&gt; zurück in die historische Epoche. Im Prinzip jedoch kaum anders, nur ein bisschen konzentrierter und auf den Punkt gebracht. &lt;em&gt;Die Wildgänse kommen&lt;/em&gt; in alt, &lt;em&gt;Einer kam durch&lt;/em&gt; in Version 876-B. Obwohl natürlich Einstellungen und Atmos aus &lt;em&gt;Gladiator&lt;/em&gt;, &lt;em&gt;King Arthur&lt;/em&gt;&amp;nbsp;und &lt;em&gt;HdR&lt;/em&gt; entlehnt werden, ist das hier hauptsächlich B-Film mit erbarmungsloser Blankwaffen-Action, dem man mit etwas gutem Willen eine Parabel auf aktuelle Zustände unterjubeln darf: Hochgerüstete Militärmacht versagt gegen Partisanen-Krieger usw. Das gab es aber auch schon in Vietnam. Kennt man ja. Obwohl, ganz interessant: Der Koch der Römer kommt aus Afghanistan.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Marshall hetzt seine Darstellerschar zu Geigen- und Cello-Stakkatos durch tolle, verschwenderisch abgefilmte schottische Landschaften, klebt ihnen den denkbar erbarmungslosesten Gegner an die Fersen, unterzieht sie (allerdings wenig erfolgreichen) Survival-Ritualen und lässt den letzten Überlebenden Ruhe finden in den Armen der lieben Hexe zwischen den Fronten. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Was &lt;em&gt;Centurion&lt;/em&gt; so absolut liebenswürdig macht, ist seine Robustheit. Die Kampfszenen in &lt;em&gt;King Arthur&lt;/em&gt; wurden noch von Produzentenseite her geschnitten, um eine Jugendfreigabe zu erreichen. Das machte die Sequenzen schrecklich ineffektiv. Im &lt;em&gt;HdR&lt;/em&gt; wurde titanischem CGI-Heroismus gehuldigt und einem statt Dreck Pathos an die Backe geworfen. Na ja, das musste so sein, denn es ging ja um das Sterben für die gute Sache. So etwas kann Neil Marshall nicht passieren. In der einen drei- bis vierminütigen Schlachtsequenz (offenbar direkt aus dem Teutoburger Wald geklaut) werden buchstäblich im Sekundentakt Köpfe und Gliedmaßen abgeschlagen und fontänisiert das Kunstblut meterhoch. Der Off-Kommentar danach spricht zusätzlich noch von „Pisse und Eingeweiden“. Da möchte man, ehrlich gesagt, nicht wirklich dabei gewesen sein. Da verwandelt sich das heroische Adrenalin, das den LARP-Spieler noch im &lt;em&gt;HdR&lt;/em&gt; durchflutete, schnell in weniger edle Ausscheidungen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Grober, effektvoller B-Action-Film. Nichts wirklich Neues hinter dem Hadrianswall, das aber wenigstens erbarmungslos.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-8621428765750541515?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8621428765750541515'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8621428765750541515'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/10/einer-kam-durch-centurion.html' title='Einer kam durch: &quot;Centurion&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TLwACDNHw_I/AAAAAAAAC7A/Lk4awnVksd4/s72-c/Centurion.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-8639146582190615508</id><published>2010-10-14T09:00:00.000+02:00</published><updated>2012-01-02T09:44:17.138+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thriller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Polit'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krimi'/><title type='text'>Veranda-Gespräche mit dem Südstaaten-General: "In the Electric Mist"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TLap9Z8_0II/AAAAAAAAC6Q/w0LC2BdZmzg/s1600/eletric+mist.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" ex="true" height="200" src="http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TLap9Z8_0II/AAAAAAAAC6Q/w0LC2BdZmzg/s200/eletric+mist.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Romanverfilmung nach James Lee Burke, von niemand Geringerem als Bertrand Tavernier. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nun ist ein Buch bekanntermaßen etwas anderes als ein Film, und man merkt es hierbei ständig. Es wird versucht, die im Roman abgebildete Südstaaten-Gemengelage sowie das komplizierte, in der rassistischen Vergangenheit geknüpfte Geflecht aus Wirtschaft, organisierter Kriminalität, Polizei und durchgeknalltem Serientäter in zwei Filmstunden abzubilden, möglichst viel dort hineinzupflanzen und das Ganze dann auch noch mit einer metaphorisch-metaphysischen Ebene auszustatten. Das hat eine Unmenge angerissener Figuren zur Folge, allesamt knorrig und authentisch anzusehen, aber unzugänglich und behauptet und nur durch exzellente Darsteller lebensfähig. Allen voran natürlich Tommy Lee Jones als Zentralcharakter, herzerweichend menschlich, als Gerechtigkeitsfanatiker aber auch ultrabrutal und juristisch unkorrekt gegenüber den Schweinen. Ihm und seinen Gesprächen mit dem Geist (?) von Südstaaten-General Hood wird erfreulich viel Zeit gewidmet, was dann aber nach hinten raus den Kriminalfall unfokussiert und zweitrangig aussehen lässt, so dass man irgendwie nicht so ganz mitbekommt, wer denn nun wen warum eigentlich umgebracht hat. Man kann förmlich sehen, wie mutmaßlich fein in der Literaturvorlage diese ganzen Aspekte austariert sind, wie sinnvoll die Gegenüberstellung von nackter Realität und nebliger Irrealität ist. Man wird aber genauso Zeuge, wie der Film sich angesichts dessen uneins ist über seine eigenen Prioritäten. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es bleiben brilliante Bilder der Post-Katrina-Südstaaten, phänomenale Darsteller mit zu wenig abverlangter Arbeitsleistung, Veranda-Gespräche mit einem toten Südstaaten-General sowie ein bisschen arg viel Kuddelmuddel.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-8639146582190615508?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8639146582190615508'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/8639146582190615508'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/10/veranda-gesprache-mit-dem-sudstaaten.html' title='Veranda-Gespräche mit dem Südstaaten-General: &quot;In the Electric Mist&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://3.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TLap9Z8_0II/AAAAAAAAC6Q/w0LC2BdZmzg/s72-c/eletric+mist.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-2305966138061954808</id><published>2010-10-08T10:07:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:44:54.450+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krimi'/><title type='text'>Pfennigfuchser: "Cash"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TK7QA5U_hBI/AAAAAAAACrs/ks4X3s9zb_c/s1600/cash.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" ex="true" height="200" src="http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TK7QA5U_hBI/AAAAAAAACrs/ks4X3s9zb_c/s200/cash.jpg" width="153" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Während einer Polizei-Verfolgungsjagd fällt dem unbeteiligten Sam ein Koffer mit mehr als 600.000 Dollar, den die Gangster entsorgt haben, auf die Motorhaube. Sam nimmt das Geld mit, und er und seine Frau entschließen sich, es zu behalten und sich einen lauen Lenz zu machen. Da aber taucht der Zwillingsbruder des eingeknasteten Gangsters auf und verlangt das Geld zurück. Da Sam und Leslie aber schon einiges ausgegeben haben, erarbeitet der Mann namens Pyke einen Refinanzierungsplan auf Heller und Pfennig.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;em&gt;Cash&lt;/em&gt; ist ein kleiner, nicht wirklich&amp;nbsp;bedeutsamer Film mit eigenartigem Rhythmus, der aber dennoch einige Stärken aufweist. Da wäre zum einen eine uneitle Machart, die nicht mehr daraus machen will, als es ist. Zum anderen hätten wir da die ziemlich deutliche metaphorische Ebene, die Bezug nimmt auf Finanzkrise, leichtfertige Kreditvergabe und Privatinsolvenz. Und als weiterer Pluspunkt wäre da Sean Bean als wohlmeinender, täuschend gelassener Buchhalter und Schuldnerberater im seriösen Zwirn. Er setzt die Lesebrille auf, studiert die Quittungen und zückt die Rechenmaschine oder überschlägt zur Not auch schon mal die krummen Summen blitzschnell im Kopf. Anfangs geht einem die unglaubliche Unbedarftheit des jungen Ehepaares mächtig auf den Senkel und man fragt sich, worauf dieses Filmchen bitteschön hinauslaufen soll. Aber da hat es sich noch nicht als Quasi-Satire geoutet, das Filmchen.&amp;nbsp;Das kommt erst, als der Mann namens Pyke das Paar, das seinem Bruder das Geld „gestohlen“ hat, ausfindig macht und sich seiner annimmt. Und die so Beratenen finden zwischenzeitlich sogar durchaus Geschmack an der Beratung – die zum Beispiel Raub- oder Banküberfälle mit vorgehaltener Waffe beinhaltet und ein bisschen ungeahnte Action und das erotische Gefühl der Machtausübung ins allzu langweilige Chicagoer Vorstadtleben bringt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Beste an &lt;em&gt;Cash&lt;/em&gt; ist ohne jeden Zweifel Sean Beans parodistisch angelegter Schurke, der unschwer zu erkennen ist als Kommentar auf die Kaste der Finanzberater, die leichtes Spiel mit den Naiven dieser Welt hat.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-2305966138061954808?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2305966138061954808'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/2305966138061954808'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/10/pfennigfuchser-cash.html' title='Pfennigfuchser: &quot;Cash&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://4.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TK7QA5U_hBI/AAAAAAAACrs/ks4X3s9zb_c/s72-c/cash.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-1194041758115850866</id><published>2010-10-03T09:50:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:50:38.632+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fantasy'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Satire'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Jugend'/><title type='text'>Mild dystopische Kommunalsatire: "City of Ember"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TKgz-52g9xI/AAAAAAAACrk/Ob-D5q2N3nk/s1600/city-of-ember-flucht-aus-der-dunkelheit.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" px="true" src="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TKgz-52g9xI/AAAAAAAACrk/Ob-D5q2N3nk/s200/city-of-ember-flucht-aus-der-dunkelheit.jpg" width="155" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach einer Katastrophe auf der Erdoberfläche sind die Menschen in die unterirdische Stadt Ember gezogen, elektrisch gespeist von einem gigantischen Generator, und haben dort eine Kommune aufgebaut. Eigentlich sollten sie Ember nach 200 Jahren wieder verlassen und an die Oberfläche zurückkehren. Ein elektronisch verschlossener Tresorkasten enthält dafür Anweisungen, aber er ging im Laufe der Jahre verloren, so dass niemand mehr etwas von der Oberfläche weiß. Das ist umso dramatischer, weil nun, nach deutlich mehr als 200 Jahren, nicht nur die eingelagerten Lebensmittel knapp werden, sondern&amp;nbsp;auch der Generator zunehmend versagt und ganz Ember bald in pechschwarzer Dunkelheit liegen&amp;nbsp;wird. Die Jugendlichen Lina und Doon finden den verschwundenen Kasten und enträtseln die zerfledderten Anweisungen in seinem Innern.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dem Film nach dem Jugendbuch von Jeanne DuPrau (dt.: &lt;em&gt;Lauf gegen die Dunkelheit&lt;/em&gt;) geht die Effektklotzerei der YA-Fantasy-Verfilmungen&amp;nbsp;von Rowling, Pullman oder Lewis ebenso ab wie deren aufgeblähte Wichtigtuerei und Beliebigkeit. &lt;em&gt;City of Ember&lt;/em&gt; ist ein konzentrierter, gradliniger 95-Minüter mit maßvollen CGI, wunderbar aufwendigen Bauten und exzellenten Darstellern. Für das kleine Glitzern am Schauspielhimmel sorgen, wie auch in den populäreren YA-Filmen, einige Stars (Tim Robbins, Bill Murray und Martin Landau), aber die Jungdarsteller können da ohne Weiteres mithalten, allen voran die ungeheuer talentierte Saoirse Ronan, bei deren natürlichem Spiel man stets den Eindruck hat, dass sie gar keine Regieanweisungen benötigt. Zwischen ihr und den Harry-Potter-Darstellern liegt ein ganzes Universum.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Stadt Ember wurde tatsächlich komplett im Studio aufgebaut und punktet durch einen hohen Grad an Realismus. Hier müssen Darsteller noch mit Kulissen interagieren und nicht mit Blue- oder Green- oder Sonstwas-Boxes. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Geschichte ist milde dystopisch und darf verstanden werden als Kommunalsatire über ein Gebilde, das seine zerfallende Stabilität mit Duct-Tape zu retten versucht. Der Bürgermeister, nach außen leutselig, setzt die Regeln durch, während er selbst sich am allerwenigsten daran hält. Dass er am Ende von einem „Maulwurf“ gefressen wird, ist dennoch etwas übertrieben, denn ein so schlimmer Schurke war er nun auch wieder nicht – was natürlich auch an Bill Murrays Interpretation der Figur liegen mag. Es holpert hier und da ein wenig im spannenden Analysevorgang, die Logik arbeitet zu sehr zugunsten der jugendlichen Helden, während die Erwachsenen nichts raffen oder Dinge unvollendet liegen&amp;nbsp;lassen.&amp;nbsp;Die ganze Sache mit der Befreiung Embers wirkt von den mythischen „Erbauern“ etwas umständlich geplant, schmückt sich aber mit phantasievollen Details (Spinde als Boote auf der Wasserrutsche). Am bemerkenswertesten gerät &lt;em&gt;City of Ember&lt;/em&gt; aber dann, wenn er die Kommune in den Vordergrund stellt, ihre Funktionsweise, ihre rustikal-rostige, leicht steampunkige Technik und den Fatalismus der alten Hasen, die dazu erzogen wurden, immer nur ihren Teil des Ganzen zu sehen, nie aber das Ganze („Ist nicht mein Job!“). &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine hübsche, nicht&amp;nbsp;überzüchtete YA, die sich allerhand Sympathiepunkte verdient. Außerdem hat sie Martin Landau („Ist nicht mein Job!“).&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-1194041758115850866?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1194041758115850866'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/1194041758115850866'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/10/mild-dystopische-kommunalsatire-city-of.html' title='Mild dystopische Kommunalsatire: &quot;City of Ember&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TKgz-52g9xI/AAAAAAAACrk/Ob-D5q2N3nk/s72-c/city-of-ember-flucht-aus-der-dunkelheit.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7001948882479050503</id><published>2010-09-29T09:38:00.002+02:00</published><updated>2012-01-02T09:45:50.500+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Horror'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Science Fiction'/><title type='text'>Übriggebliebene Bauten: "Pandorum"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TKLrXeg96OI/AAAAAAAACrc/Nbc3lTVeecs/s1600/pandorum.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" px="true" src="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TKLrXeg96OI/AAAAAAAACrc/Nbc3lTVeecs/s200/pandorum.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zwei Astronauten der Flugcrew erwachen aus dem Kryo-Schlaf, noch ziemlich verwirrt. Der Reaktor ihres Raumschiffs droht zu krepieren, also begibt sich einer in die Tiefen des riesenhaften Schiffs, um nach dem Rechten zu sehen. Er stellt schnell fest, dass das Siedlerschiff auf dem Weg zum Planeten Tanis von bestialischen Kreaturen übernommen wurde, die die Überlebenden jagen und fressen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;SF-Joint-Venture mit starker deutscher Beteiligung. Das ist selten genug. Hinter den Kulissen wirkte Paul W.S. Anderson mit. Wie genau seine Einflussnahme aussah, lässt sich von außen schwer sagen, aber sein Geist weht so mächtig hindurch, dass man den Film stilistisch ohne weiteres ihm zuschreiben könnte. &lt;em&gt;Pandorum&lt;/em&gt; hakt sich ein bei &lt;em&gt;Resident Evil&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;Event Horizon&lt;/em&gt;, die Höhepunkte in Andersons durch und durch zweitklassigem Oeuvre, und macht auch ein wenig &lt;em&gt;The Descent&lt;/em&gt; nach. Der Film des deutschen Regisseurs Christian Alvart bürdet sich dabei ein bisschen viel auf, so dass gelegentlich Wirrnis das Ruder&amp;nbsp;führt und der Zuschauer hängen gelassen wird. Und das, obwohl ständig irgendwer irgendwas erklärt. Ambitionen kann man dem Drehbuch nicht absprechen, jedoch wird man das Gefühl nicht los, dass hier auf Teufel komm raus eine eierlegende Weltraum-Horror-Wollmilchsau erschaffen werden sollte, die den anspruchsvolleren Zuschauer durch kosmische Hintergrundgeschichte, rätselhafte Begebenheiten, mythologische Akzente, Schizo-Spielchen und visuelle Ideen ködern soll, um ihm dann doch nur wieder &lt;em&gt;Resident Evil&lt;/em&gt; vorzusetzen.&amp;nbsp;Mächtig dicke Hose, aus der es ein wenig müffelt. Durch einen hyperschnellen Schnitt auf Autopilot, seltsam abbrechende Szenen, unmotivierte Splattereinlagen und Schauspielerdarsteller wird das nicht unbedingt besser, und die Dialogkunst stand auch schon in schönerer Blüte („Regen Sie sich ab! Das ist ein Befehl!“). In keinem Moment erreicht das den Space-Gothic-Beunruhigungsfaktor von &lt;em&gt;Event Horizon&lt;/em&gt; oder die physische Intensität von &lt;em&gt;The Descent&lt;/em&gt;. Das düstere, wracke Setting darf man genießen, auch wenn es sich vermutlich um übriggebliebene Bauten von diesem oder jenem einschlägig vorbestraften Raumschiff-mit-Monster-Film handelt. Eins muss man jedoch ganz klar festhalten: &lt;em&gt;Pandorum&lt;/em&gt; ist in seiner zupackenden Art zehnmal besser als Marc Caros unsäglicher Raumstationen-Film &lt;em&gt;Dante 01&lt;/em&gt;. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ach ja, Greg Bears neuer Roman &lt;em&gt;Hull Zero Three&lt;/em&gt; hat übrigens einen ähnlichen Plot, nur viel, viel fremdartiger.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7001948882479050503?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7001948882479050503'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7001948882479050503'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/09/ubriggebliebene-bauten-pandorum.html' title='Übriggebliebene Bauten: &quot;Pandorum&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TKLrXeg96OI/AAAAAAAACrc/Nbc3lTVeecs/s72-c/pandorum.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-416048093886120700</id><published>2010-09-25T10:14:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:46:09.659+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Phantastik'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gegenwart'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Der Tod ist überall: "Ein Engel im Winter" (Afterwards)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TJ2tbeHOQUI/AAAAAAAACrY/IzJ2QGLLw2I/s1600/ein-engel-im-winter.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" px="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TJ2tbeHOQUI/AAAAAAAACrY/IzJ2QGLLw2I/s200/ein-engel-im-winter.jpg" width="143" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zu Anfang lernen wir den jungen New Yorker Nathan del Amico als ziemlich herzlosen Anwalt kennen, aber sobald der mysteriöse Dr. Kay in sein Leben tritt, ändert sich das. Dr. Kay leitet die Palliativstation eines Krankenhauses und ist ein „Bote“, jemand, der auf übersinnlichem Wege den nahenden Tod von Menschen erkennt und die Aufgabe hat, diese darauf vorzubereiten. Kays Besuch suggeriert Nathan, dass auch er nicht mehr lange zu leben hat. Nach einer Phase von Unglaube und Trotz und dem Hinterfragen der Logik beschäftigt er sich mit dem Thema, reaktiviert alte Freundschaften und nähert sich Frau und Tochter wieder an, die er nach dem Kindstod des kleinen Sohnes verlassen hatte. Und am Ende hat Dr. Kay eine Überraschung für Nathan auf Lager …&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kanadisch-französisch-deutsche Co-Produktion nach dem Roman von Guillaume Musso. Hollywood hätte daraus einen mächtigen Tränendrüsendrücker gemacht, Regisseur Gilles Bourdon und Drehbuchautor Michel Spinosa jedoch wollten eine driftende, schwebende Studie über den Tod erzeugen, über sein Wirken in der Welt und im Individuum, und sie wollten offenbar etwas, in dem sich naturalistisches Drama und überzeitlicher, quasi-phantastischer Symbolraum vermengen. Unbedingt erwähnt werden muss auch Kameramann Ping Bing Lee, der eigentlich die Hauptarbeit in diesem Film ableistet, indem er ständig auf der Suche ist nach Architektur und Winkeln, nach Landschaften und satten Farben, schwebenden Partikeln, Lichtreflexen und zitternden oder wabernden Spiegelungen, deren Quelle unklar bleibt. Die Geschichte gerät unter dieser virtuosen Handhabe etwas zäh und neigt vor allem in der zweiten Hälfte zum esoterischen Dümpeln und Labern, während sie sich in der ersten fast noch thrillerhaft artikulierte. So perfekt ausbalanciert, wie die Bildgestaltung es suggeriert, ist das alles gewiss nicht. Dennoch begegnet man der Erzählung mit Sympathie, auch deshalb, weil es immer mal wieder echte brillante Momente gibt.&amp;nbsp;Es geht um&amp;nbsp;Schrecken und Schönheit, um eine von Kitsch, religiösen Inhalten und Spinnerei größtenteils befreite, konstruktiv-therapeutische Engelsgeschichte. Hauptsächlich kündet&amp;nbsp;&lt;em&gt;Ein Engel im Winter&lt;/em&gt;&amp;nbsp;von Sensitivität und davon, dass nach der Nachricht vom bevorstehenden Sterben das Leben noch mal neu beginnt. Um das Jenseits und das „Nachleben“ geht es nicht, obwohl es allein durch das Wirken der „Boten“ und ihrer übersinnlichen Kräfte Hinweise darauf gibt. Besonders beeindruckend gerät die Figur des Dr. Kay in den Händen von John Malkovich, der durch große Zurückhaltung und Rätselhaftigkeit das Sujet sozusagen auf den Punkt spielt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sichere Einsichten, rätselhaft umschlungen. Der Tod ist überall, bitter und grausam, schön und erlösend, aber eines auf jeden Fall: unausweichlich.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-416048093886120700?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/416048093886120700'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/416048093886120700'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/09/der-tod-ist-uberall-ein-engel-im-winter.html' title='Der Tod ist überall: &quot;Ein Engel im Winter&quot; (Afterwards)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TJ2tbeHOQUI/AAAAAAAACrY/IzJ2QGLLw2I/s72-c/ein-engel-im-winter.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-3131460418940076784</id><published>2010-09-18T08:16:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:46:30.445+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thriller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Polit'/><title type='text'>Der falsche Krieg: "Green Zone"</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TJRYdr_gMDI/AAAAAAAACrQ/00H2nfhwc18/s1600/green_zone.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; cssfloat: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" qx="true" src="http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TJRYdr_gMDI/AAAAAAAACrQ/00H2nfhwc18/s200/green_zone.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kurz nach dem „offiziellen“ Ende des Irakkriegs. Offizier Miller wundert sich doch sehr, dass seine Truppe von der Aufklärung ständig zu vermeintlichen Standorten von Massenvernichtungswaffen geführt wird, dort aber nie etwas findet. Als er mit Hilfe eines alten CIA-Recken nachzuforschen beginnt, stößt er auf die komplexen Zusammenhänge einer Neo-Con-Verschwörung, die diesen Krieg unbedingt wollte und jeden pragmatischen Ansatz erstickt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dem Film des &lt;em&gt;Bourne&lt;/em&gt;-Teams wurde vorgeworfen, er erzähle einem nichts Neues. Das mag stimmen, es ist dennoch spannend mitanzusehen, wie der Film die wahren Hintergründe des Kriegs einkreist, indem er die Kruste aus Lügen systematisch durchbricht und dabei mächtig auf jene hypernervöse Action setzt, für die Paul Greengrass bekannt ist. Ästhetisch auch nicht viel Neues, sicher, aber doch mit einigem Aufwand, schönen Kontrasten, einem klassischen Rhythmus und pointierten Ensemble. Amerikaner (pragmatisch) stehen gegen Amerikaner (fies idealistisch). Die CIA in Gestalt des altgedienten Brenden Gleeson bemüht sich, Bündnisse mit den Stützen des alten Baath-Systems einzugehen, um den Deckel auf den Topf halten zu können. Die Neo-Cons, vertreten durch den smarten Greg Kinnear, wollen Tabula Rasa machen und auf Teufel komm raus ein Leuchtfeuer der Demokratie mitten im Nahen Osten installieren. Und ihre Mittel sind ausgesprochen dreckig. Die hippe pseudo-dokumentarische Oberfläche von &lt;em&gt;Green Zone&lt;/em&gt; kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass man die Thriller-Mechanismen des Plots mächtig arbeiten sieht. Jeder beteiligten Fraktion wird genau ein Gesicht zugeordnet, so dass die Sache etwas simplifizierend und bis in die großangelegte Schluss-Action hinein zugespitzt wirkt, einem andererseits aber das Grundprinzip des Konflikts sehr deutlich vor Augen führt. Manipulation von Presse und Öffentlichkeit, Ausbooten der inneren Opposition, arroganter und demütigender Umgang mit dem besiegten Feind. Und am Ende stehen alle wie begossene Pudel da. Dieser Krieg war falsch.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Zuschauer wird eingebunden und geht mit, was vor allem den wackeren, sympathischen Pragmatikern zu verdanken ist. Ob ein Offizier wie Roy Miller sich so einfach mir nichts, dir nichts selbständig machen und auf eigene Faust agieren kann, sei allerdings mal dahingestellt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sieht man &lt;em&gt;Green Zone&lt;/em&gt; im Triple-Feature zusammen mit &lt;em&gt;Battle for Haditha&lt;/em&gt; und &lt;em&gt;The Hurt Locker&lt;/em&gt;, hat man das Gefühl, dem Konflikt ziemlich nahe zu kommen. Die neuen Vietnam-Filme, allerdings zeitnäher, schicker und der Medienkrieg-Qualität Rechnung tragend.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-3131460418940076784?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3131460418940076784'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/3131460418940076784'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/09/der-falsche-krieg-green-zone.html' title='Der falsche Krieg: &quot;Green Zone&quot;'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://1.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TJRYdr_gMDI/AAAAAAAACrQ/00H2nfhwc18/s72-c/green_zone.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7336729105611758766</id><published>2010-09-14T10:07:00.001+02:00</published><updated>2012-01-02T09:46:49.266+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Thriller'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krieg'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Gegenwart'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Erosion des Ethos: "Im Tal von Elah" (In the Valley of Elah)</title><content type='html'>&lt;div class="separator" style="clear: both; text-align: center;"&gt;&lt;a href="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TI8sghaSeXI/AAAAAAAACq0/8BCqDG3b5jI/s1600/im_tal_von_elah.jpg" imageanchor="1" style="clear: left; float: left; margin-bottom: 1em; margin-right: 1em;"&gt;&lt;img border="0" height="200" src="http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TI8sghaSeXI/AAAAAAAACq0/8BCqDG3b5jI/s200/im_tal_von_elah.jpg" width="141" /&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ich hatte diesen Film jahrelang auf der Leihliste, und er rutschte zugunsten jüngerer, spektakulärerer Produktionen immer weiter nach unten. Nun kam das ZDF der Liste zuvor. Gut so.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hank Deerfield ist Kernamerikaner: Kleinunternehmer aus Tennessee („Ich fahre Kies aus“), staatstragend und bibeltreu. Wertkonservativ, ein bisschen paranoid, gute Manieren. Niemand soll ihn für unseriös oder einen Bauerntrampel halten. Er war mal Militärpolizist und ist der Army weiterhin verbunden. Seine beiden Söhne sind ebenfalls zum Militär gegangen, durchaus freiwillig, denn die Erziehung des Vaters hat sie dahingehend beeinflusst. Der ältere kam vor zehn Jahren bei einem Manöver ums Leben, der jüngere, Mike, hat gerade seine 18 Monate Irak hinter sich und befindet sich wieder auf seinem Stützpunkt in den USA. Da erhält Deerfield die Nachricht, sein Sohn sei abgängig und werde als fahnenflüchtig gesucht. Deerfield reist zum Stützpunkt und sucht Mike auf eigene Faust. Wenig später wird die Leiche des Sohnes gefunden, auf viehische Weise erstochen, zerstückelt und verbrannt. Zusammen mit einer Polizistin, der einzig cleveren Person in einem Revier voller großmäuliger Provinzler, begibt sich Hank Deerfield auf die Suche nach den Mördern seines Sohnes. Am Ende steht eine ebenso banale wie erschreckende Auflösung, nach der Deerfields vom militärischen Ethos geprägtes Weltbild völlig auf den Kopf gestellt worden ist.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es mag sein, dass die Schlusseinstellung des Penetranten doch etwas zu viel ist. Das ist umso auffälliger, weil sie in einem ansonsten unaufdringlichen, zurückhaltenden und subtilen Film erfolgt, der sich großspuriger Schuldzuweisungen und jeglicher linksliberaler Besserwisserei partout enthält. Am Ende wird dann aber doch ein Alarmsignal gesetzt, denn wenn selbst ein staatstragender, die Stars and Stripes verehrender und bibelkundiger Mann wie Hank Deerfield solch einen symbolischen Akzent setzt, dann muss die Lage tatsächlich ernst sein. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klärung von Mikes Todesumständen hat nichts allzu Spektakuläres an sich. Und genau deswegen sind sie so erschreckend. Zwischenzeitlich wird die These vertreten, er habe sich mit mexikanischen Drogendealern eingelassen. Oder aber das Militär wolle womöglich etwas vertuschen, was im Irak vorgefallen ist und sich eventuell unter den beschädigten Videos auf Mikes Handy befindet, das der Vater auf dem Stützpunkt hat mitgehen lassen. Aber diese Dinge hätten das Genre des Thrillers aktiviert, hätten nach Erklärungen und Ausreden gesucht und einer ganz und gar falschen Dynamik, die Regisseur und Autor Paul Haggis nicht wollte. Er erzeugt vielmehr ein filmisch und erzählerisch virtuoses, ruhiges Drama mit kriminalistischen Grundzügen, das aus den Gesichtern liest und in seiner Beiläufigkeit ungemein intensiv ausfällt. Es geht um etwas Einfaches, Einleuchtendes und doch in dieser Konsequenz Unerwartetes: um Verrohung und um die soziopathischen Tendenzen, die Soldaten im Irakkrieg entwickeln, und vor allem um die Erosion des militärischen Ethos und dem der ganzen Nation. Jemand wie Hank Deerfield stand bisher dafür, und nun muss er sich mit der Erkenntnis auseinandersetzen, dass er Mitschuld am Tod seines Sohnes trägt. Weil er ihn zum Militär hin erzogen und die Warnsignale der „neuen Zeit“ nicht ernst genommen hat.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Subtil und perfekt. Ruht in sich selbst. Wirksamer als all die kritischen Clooney-Polit-Thriller und liberalen Hollywood-Abarbeitungen an der Lage seit 2001. Natürlich handelt es sich bei &lt;em&gt;Im Tal von Elah&lt;/em&gt; auch um einen solchen 'liberalen' Film, aber er kaschiert das ganz gut, indem er die andere Seite des Spektrums heranzieht, sie sehr ernst nimmt und sie ihre Erfahrungen machen lässt.&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/7288976977204697818-7336729105611758766?l=glotzophonitis.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7336729105611758766'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/7288976977204697818/posts/default/7336729105611758766'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://glotzophonitis.blogspot.com/2010/09/erosion-des-ethos-im-tal-von-elah-in.html' title='Erosion des Ethos: &quot;Im Tal von Elah&quot; (In the Valley of Elah)'/><author><name>Reitersmann</name><uri>http://www.blogger.com/profile/01572937573397523070</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='24' height='32' src='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/S4VcBKIy2RI/AAAAAAAACJg/opLHuAXEsjg/S220/tempelritterbeispielkeinc_160.jpg'/></author><media:thumbnail xmlns:media='http://search.yahoo.com/mrss/' url='http://2.bp.blogspot.com/_9edXCkVruGo/TI8sghaSeXI/AAAAAAAACq0/8BCqDG3b5jI/s72-c/im_tal_von_elah.jpg' height='72' width='72'/></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-7288976977204697818.post-7440392508689959153</id><published>2010-09-05T09:44:00.002+02:00</published><updated>2012-01-02T09:47:19.752+01:00</updated><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Krimi'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Fantasy'/><category scheme='http://www.blogger.com/atom/ns#' term='Drama'/><title type='text'>Jenseitsmechanik: "In meinem Him
